Seit 1. Oktober gastiert die prunkvolle Ausstellung in Hamburg und es war eine willkommene Abwechslung mich heute mal mit ganz anderen Bildern als in den letzten Tagen zu beschäftigen. 
Zunächst gab es eine Einführung über die Geschichte der Pharaonen insbesondere der 18. Dynastie sowie über den Entdecker der Grabstätte Tutanchamuns.
Mit dem AudioGuide kann anschl. jeder Besucher in seinem Tempo die Ausstellung durchlaufen und sich in Ruhe die Geschichte zu den einzelnen Schätzen und ihre Bedeutung erklären lassen.
Zu meinem Erstaunen durfte man sogar in allen Räumen fotografieren. Zwar sind es ja keine Originale, sondern Nachbildungen, dennoch war ich freudig überrascht und habe natürlich gerne die Gelegenheit genutzt. 


Beeindruckend war vor allem mit welcher Präzision die Menschen vor mehr als 3000 Jahren solche Schätze herstellen konnten. Für uns heute, die wir ohne Maschinen und modernste Technik nicht mehr zurecht kommen, kaum vorstellbar, wie exakt und aufwändig damals handwerkliche Wunderwerke geschaffen wurden.
Mir ging dazu durch den Kopf, dass den Menschen heute zuviel Theorie in den Kopf gestopft wird, während die Menschen früher mit den Händen lernten und mit allen Sinnen daran mitwirkten, sich weiter zu entwickeln.
Spannend auch die Geschichte zu verfolgen, woran sie glaubten, was sie sich vorstellten von dem, was man nicht sehen kann.
Der Totenkult scheint sehr befremdlich. Zu glauben, dass man nur in ein anderes Reich wechselt und dort auch “körperlich” fast so weiterlebt wie auf Erden ist doch auch für Menschen die auch heute noch an ein Leben nach dem Tod glauben, wenig vorstellbar. 




So wurden die Toten mit allem ausgestattet, was man in der “anderen Welt” brauchen würde. Vom Bett über den Thron bis hin zu Bediensteten, die sich um das Wohlergehen kümmern sollten.
Schön anzusehen und märchenhaft zu hören. Zu bestaunen ist die Ausstellung noch bis 31.1.2010.
Dagegen sind unsere Gedanken heute an den Tod, Friedhöfe und die Hinterbliebenen doch sehr nüchtern.
Und doch ging mir durch den Kopf und war mir sehr bewusst, wie bedeutsam es doch ist, dass wir geliebte Menschen nicht einfach begraben, sondern sie im Herzen weiterleben lassen. Das weiß ich heute besser denn je.
Und ich habe im angrenzenden Shop wieder etwas gefunden, was für mich zum heutigen Tag passt und das ich für einen bestimmten Zweck verwenden werde.


Und heute abend gibt es eine Flasche Merlot.
Guten Abend,
lese schon länger still mit und möchte mich zu Wort melden.
Welchen Schatz soll dieses Kästchen denn hüten? Ich mag die Sagen – und die Geschichten um Tut Achamun – ist es wirklich so mystisch oder mehr Kommerz? Grüße von Andrea
Mystisch – und deshalb hier auch nur angedeutet
.
Aber schön eine stille Leserin mal zu “entdecken”.
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