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Archive for November 2008

Und plötzlich…

… weihnachtet es wieder allüberall.

Mir ist noch gar nicht danach. Wie jedes Jahr überrascht es mich und statt der besinnlichen Ruhe überfällt mich Hektik. Keine Spur von Freude oder Adventsstimmung. Zuviel anderes tobt noch um mich herum.

Aber vielleicht kommt das auch noch, weil man den Weihnachtslichtern gar nicht aus dem Weg gehen kann und in den nächsten Wochen Stück für Stück immer näher kommt, an die stille Zeit.

An diesem Wochenende habe ich viel zu viel nur aus Routine gemacht. Den Adventskranz auf den Tisch gestellt, die erste Dekoration im Haus angebracht, kurz beim Weihnachtsmarkt vorbei geschaut, bei grausligem Wetter und viel zu vielen Menschen.
Schön wird es erst, wenn ich mich treiben lasse, wenn es mir gelingt, mich einfach fallen zu lassen in die Weihnachtszeit.

Aber dieses Fallen lassen steht momentan in großem Widerspruch zu anderen Dingen in meinem Lebensumfeld – vielleicht fehlt mir deshalb auch grad der Sinn, vieles erscheint mir so nebensächlich, verschwenderisch angesichts der wirklich wichtigen Dinge.
Andererseits sind kleine Ablenkungen von großen Fragen, Sorgen und Ängsten ja durchaus ein Mittel die Gedanken mal zu lösen.

Die nächsten Wochen werden wohl eine ungewohnte Mischung aus Eindrücken, Gedanken und Gefühlen werden. Noch habe ich keine rechte Einstellung dazu, das Heute ist wichtig und Morgen sehen wir dann.

In diesem Sinne, nicht vergessen das erste Lichtlein auszupusten vor dem Zubettgehen.

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Die Stimme

Elton John ist für mich die Stimme.

Das hat sich ganz allmählich entwickelt. Zu seiner Brillen und Hippiezeit habe ich ihn gar nicht bemerkt. Vor ein paar Jahren hat er sich nach und nach mehr in meine Ohren geschlichen. Wenn „Believe“ im Radio lief, dann blieb für mich die Zeit stehen und ich habe für einen Song alles andere um mich herum ausgeschaltet.

Gerade läuft Philadelphia Freedom in meinen Ohren und es hält mich kaum auf dem Sitz, die Schultern wippen und auch sonst ist alles in Bewegung. Ich könnte jetzt den Kopfhörer abnehmen und durch die Stube grooven, aber dann werd ich heut wieder nicht fertig.  😉

Es hat sich jedenfalls immer stärker heraus entwickelt, dass Elton John in mich eindringen kann – …. mit seiner Stimme 😉 .

Ich bin ja ohnehin Stimmen-fixiert. Die ersten Sympathiepunkte laufen bei mir über die Stimme, dann über die Augen, vielleicht auch beides gleichzeitig, ich leg mich da nicht fest.
Wenn Dutzend Themen gleichzeitig bearbeitet und bedacht werden wollen, Termine sich überschlagen, Sorgen mich in Atem halten, meine Gedanken zu ernst sind und ich gefangen bin in diesem Panzer aus Wolken und Ansprüchen, die ich an mich selbst stelle, wenn das alles über mir zusammen zu schlagen droht und in so einem Moment Elton John im Radio erklingt, lehne ich mich zurück, schalte für einen Moment runter, atme ein, das Lächeln fließt von allein und in mir wird alles weich, was auch immer mich beschäftigt löst sich für einen Moment auf und ich bin nur ich, auf einer Welle, dahingetragen durch Schaumkronen, mit einem Blick direkt in den Himmel. 🙂 (mehr …)

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Milchschaum

Ich bin ja bekennende Tchibo-Käuferin – also ich meine Tchibo-Schnick-Schnack-Käuferin. Der Kaffee spielt da eher eine Nebenrolle, in diesem Beitrag aber vielleicht doch fast schon eine kleine Hauptrolle.

Jedenfalls bin ich keine überzeugte Kaffeetrinkerin. Wenn überhaupt, dann nur mit viiiiel Milch. Latte Machiatto heißt bei mir das Zauberwort. Aber zu Hause habe ich das nie so richtig hingekriegt.

Dann entdeckte ich in diesem Wunscherfüller-Prospekt, der mir regelmäßig zugeschickt wird, einen elektrischen Milchaufschäumer und das las sich ein bisschen wie das Paradies.
Ich also los und schaute überall in leere Regale. In den Supermärkten waren die Aufschäumer gar nicht eingeplant und in den Tchibo Filialen waren sie vergriffen. Ich fuhr sogar extra in die Stadt und war über das Ergebnis not amused.
Mit leemilchschaumren Händen kehrte ich zurück und fand heraus, dass man sowas auch im freien Handel bekommen kann. Ein idealer Wunsch zu Weihnachten dachte ich.

Nur flüchtig verschwendete ich dabei einen Gedanken an den batteriebetriebenen Milchaufschäumer, der hier schon seit zwei Jahren in einer dunklen Ecke sein Dasein fristet.
Damit hatte ich meine Erfahrungen schon gesammelt. Kaffee in den Becher, Milch obendrauf, dann mit dem Schaumschläger eingetunkt und bbbbrrrrrrrrrrrrrrr – ich konnte die ganze Küche putzen. Die Milch- und Kaffeetropfen waren wirklich überall.milchaufschaeumer

Es hat mich aber so beschäftigt dieses Aufschäumgerät, dass ich Freundinnen davon berichtete und erstaunte Blicke einfing. „Das geht doch ganz einfach mit dem kleinen Aufschäumer, dafür brauchst Du doch keinen Kocher“ war die Antwort.
Hm. War es einfach nur ein Bedienungsfehler? Mir ließ das keine Ruhe. Beim nächsten Mal füllte ich die Milch erst in den Becher, tunkte den kleinen Schäumer ein, während der Kaffee durch die Maschine lief, ließ den Milchsmilchkaffeechaum dann etwas ruhen und er wurde beinahe fest im Becher, so dass ich ganz leicht den Kaffee darüberschütten konnte und eine herrliche Schaumkrone oben drauf hatte. Lecker. Und 60 Euro gespart.

Gut dass wir mal drüber gesprochen haben, meine Freundinnen und ich. 😉

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Zeit zum Träumen

Es ist noch ein bisschen früh, aber ich habe mich anstecken lassen von Alf und weil die Bäume heute schon so weiß waren im Wald.

http://de.youtube.com/watch?v=aHZBOpxidvo&feature=related

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Bürgerliche Pflicht

Ich kann mich ja nicht beklagen, dass in meinem Leben zu wenig passiert. Immer wenn ich gar nicht damit rechne, kommt irgendetwas auf mich zu und sucht sich einen Platz in meinem Leben.

Anfang des Jahres, bekam ich einen Brief vom Amtsgericht, man hätte mich in die Auswahl für ein Schöffenamt aufgenommen und ich würde nun zur Wahl stehen, ganz ohne dass ich dafür kandidiert habe.

Das Amt eines Schöffen ist ein Ehrenamt, dass man nicht so ohne weiteres verweigern kann. Ich machte also die notwendigen persönlichen Angaben und vergaß die Geschichte dann irgendwann wieder in der Annahme, dass sich genügend andere Anwärter gefunden hatten, immerhin gab es ja eine Wahl, dann muss es ja auch nicht gewählte geben.

Mitte dieser Woche kam dann erneut ein Brief, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich für das Amt eines Jugendschöffen gewählt wurde.
Meine Gefühle sind gemischt. Sicher ist das eine interessante Aufgabe und mit Jugendlichen habe ich ja täglich zu tun. Aber es hängt auch eine Menge Verantwortung daran. Ich werde mich vielleicht entscheiden müssen zwischen meinen mittlerweile erworbenen pädagogischen Ansprüchen und der Gerechtigkeit, ich vermute, dass es dazwischen manchmal Diskrepanzen gibt und ich mich für eins von beiden entscheiden muss.
Ich gehöre sicher nicht zu denen, die immer alles auf eine „schlechte Kindheit“ schieben, dennoch sollte eine Bestrafung meines Erachtens so ausfallen, dass der zu Bestrafende daraus lernen kann, dass er einsieht, was er falsch gemacht hat, damit er sein Verhalten nicht wiederholt.

Ich glaube das ist ein hoher Anspruch und ich weiß nicht in wie vielen Fällen man Erfolg hat. Es ist für mich letztlich eine Fortsetzung der Erziehung, die vielleicht bei Jugendlichen in Maßen noch möglich ist. Jugendliche zu der Erkenntnis zu bringen, dass sie verantwortlich für ihre Taten sind und das alles was sie tun oder sagen Konsequenzen hat, die vielleicht nicht wieder gerade zu biegen sind.

Wenn ich einen trotzigen Jugendlichen einfach wegsperre, wird er nach Verbüßung seiner Strafe ja vermutlich da weiter machen, wo er aufgehört hat und damit ist er eine Gefährdung für mögliche spätere Opfer.

Sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und zu organisieren ohne anderen Leid zuzufügen sollte das Ziel sein, um in der Gesellschaft wieder Fuß zu fassen.

Ob ich mit dieser Einstellung als Schöffe gut zurecht komme?
Erstmal wurde ich jetzt aufgefordert, meinen gesamten Jahresurlaub für 2009 mitzuteilen (darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht) und ab Februar bekomme ich eine Fortbildung bei der Volkshochschule, außerdem habe ich eine 50-seitige Broschüre über die Aufgaben, Rechte und Pflichten eines Schöffen zugesandt bekommen, mit ich mich nun wohl oder übel beschäftigen muss.

Na dann.

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Überraschungen

Es gibt Tage, da lasse ich mich von meinen Stimmungen treiben und mache spontan etwas aus einem Gefühl heraus. Oft hat das damit zu tun, dass ich andere Menschen überrasche – ohne vorher darüber nachzudenken, dass sie gar nicht wissen, wie ihnen geschieht und wie sie das einordnen sollen.

Manchmal ist es einfach Übermut oder tatsächlich auch mal Glück, das mich dazu veranlasst etwas weiter zu geben, aufmerksam zu sein, jemandem etwas Gutes zu tun.

Ich habe das schon aus den unterschiedlichsten Anlässen bei ganz verschiedenen Menschen getan, auch bei solchen, die mir gar nicht eng verbunden sind.

Mal ist es eine Karte, mal eine Tafel Schokolade, ein Blumenstrauß, sicher auch mal Dinge dabei, die gar nicht recht passen, aber im Moment der Ausführung bin ich so überzeugt davon und muss lächeln, wenn ich daran denke, dass jemand sich vielleicht freuen könnte.

Erst später geht mir auf, dass es vielleicht ganz anders beim Empfänger ankommt, als ich es losgeschickt habe.
Es ist in unserer Gesellschaft nicht mehr üblich etwas ganz ohne Anlass und Pflicht zu verschenken. Vielleicht kann man seiner Mutter noch mal eine Blume vorbei bringen oder den Ehemann überraschen, aber aufmerksame Freundlichkeit einfach so zu verschenken, das kommt nicht immer so gut an, es passt nicht in unsere konventionelle Denkweise und jeder fragt sich gleich „warum tut sie das?“ „Was soll das?“ „Was erwartet sie?“

Das ist mir dann peinlich, aber die Erkenntnis kommt zu spät.

Trotzdem fände ich es schade, wenn dieses spontane Gefühl, von dem ich mich manchmal leiten lasse, ganz verschüttet wird, weil es in kein Muster passt.

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Boogie Woogie

Mit meiner Sandkastenfreundin und mir ist das so eine Sache. Sie ist quasi meine „Fast-Schwester“, gemeinsame Jugend, dann ein paar Jahre aus den Augen verloren, in verschiedene Richtungen entwickelt und später wieder gefunden.

Seitdem sehen wir uns vielleicht so 2 – 3 Mal im Jahr und telefonieren auch nicht öfter. Aber wenn es klingelt und sie ist dran oder umgekehrt eben ich, dann brauchen wir uns nicht mit Namen melden, sondern reden gleich los und es ist immer als hätten wir uns gerade erst voneinander verabschiedet und nicht vielleicht vor einem halben Jahr zuletzt was gehört.
Man kann immer da wieder anknüpfen wo man aufgehört hat.

Vor ein paar Monaten schenkte sie mir zum Geburtstag eine Einladung zum Essen in unser Lieblingssteakhouse „damit wir uns nicht aus den Augen verlieren“ – stand auf der Karte. Und diesen Gutschein hat sie dann vor zwei Wochen eingelöst.
An diesem Abend geschah unglaubliches, wir trafen 3! weitere Verabredungen in den nächsten drei Wochen und mussten selbst lachen – hoffentlich geht das gut :-).

Letzten Montag waren wir im Kino – Das Lächeln der Sterne – Richard Gere sollte man sich mit einer Freundin anschauen und die Männer zu Hause lassen.
Heute hatte sie Karten für Boogie Woogie, eine Musikveranstaltung von der sie selbst keine Ahnung hatte, was zu erwarten war. Ihr Mann musste beruflich nach England und sie hatte eine Karte übrig, so kam ich als „Ersatz“ mit und wir ließen uns beide überraschen.
Unter anderem trat Abi Wallenstein mit seiner Band auf. Den kannten wir nur von Plakaten aus unserer Jugend, ohne ihn je gehört oder gesehen zu haben.
Diese Wissenslücke ist nun geschlossen und wir haben es nicht bereut. Gute Musik, charismatische Ausstrahlung und unter seinem Hütchen eine gute Portion Schalk.

Die nächste Verabredung steht auch schon fest. Anfang Dezember gehts zu Du und Deine Welt, wir brauchen unbedingt noch eine Pfanne. 😉

Gute Nacht. 🙂

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