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Archive for März 2009

Meine Mitgliedschaft bei WW könnte ich jetzt eigentlich auch langsam mal kündigen. Von Monatsbeitrag allein nimmt man ja noch nicht ab (das wäre schön) und da der „Kopf“ gerade nicht mitspielt, lasse ich alle gelernten Verhaltensregeln seit Monaten wieder sausen, obwohl mir die Waage – wenn ich sie denn mal befrage – ungeschönte Wahrheiten verkündet.

Heute morgen zum Beispiel wir stöckern so durch den Wald, immerhin bei gutem Wetter raffen wir uns noch zwei mal wöchentlich zu unserer einstündigen Waldrunde auf. Da sagt meine Laufpartnerin, dass sie wieder alles falsch gemacht hätte, weil sie ja morgens ohne Frühstück aus dem Haus ist. Soll man ja nicht.

Das dachte ich mir auch. Aber das ich dann, weil die Zeit drängte, nur schnell zu den 4 Krokanteiern auf dem Tisch gegriffen habe – war jetzt auch nicht im Sinne des Erfinders.

Heute mittag wusste ich auch nicht so recht, da schauten mich die gefrorenen Hotdogs im Supermarkt so an und ich hab sie eingepackt, dazu noch Camenbert zum Überbacken. Jesses – nix wirklich Gesundes dabei.

Auf dem Teller sah das dann aber nicht wirklich lecker aus, war es auch nicht. So stelle ich mir Essen auf Rädern vor. Urgs. 101_5829
Und das mit dem Camenbert lasse  ich jetzt mal. Lieber noch ein Eis aus dem Schrank.

Bin ich ein hoffnungsloser Fall? Im Moment denke ich – ja und hoffe dass der Kopf mal wieder anspringt und mitdenkt, wenn ich mich mit der Sommergarderobe vor den Spiegel stelle. Seufz.

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Ich lese ganz gerne die Bücher von Francois Lelord, die „Hector-Reihe“. Hector ist ein Psychiater, der die Menschen erkunden will und dabei allerlei Merkwürdiges erlebt, weil er ungewöhnliche Reisen macht und Wege beschreitet und seine Patienten, die mit den unterschiedlichsten Geschichten zu ihm kommen, gut beobachtet.

Ich habe schon die Bücher über das Glück und die Liebe gelesen und jetzt ist es das Buch Hector und die Entdeckung der Zeit.
Auch darin begegnet er wieder Menschen die mit sich und ihrem Leben unglücklich sind und versucht ihnen dabei zu helfen, das zu ändern.

Da bin ich über einen Absatz gestolpert, über den ich nun schon längere Zeit nachdenke, weil er auch auf mein Leben teilweise  zuzutreffen scheint.
So steht dort: 
Zu Beginn seiner Arbeit hatte Hector den Leuten vor allem helfen wollen, ihren Charakter zu ändern. Das tat er natürlich immer noch, aber jetzt versuchte er ihnen auch zu helfen, ein neues Leben zu finden, das besser zu ihnen passte. Denn – um einen schönen Vergleich anzustellen – wenn Sie eine Kuh sind, werden Sie es niemals schaffen, sich in ein Pferd zu vewandeln, selbst mit einem guten Psychiater nicht, und es wäre besser, Sie fänden eine hübsche Weide an irgendeinem Fleck, wo man Milch braucht, statt immerfort zu versuchen, auf der Pferderennbahn herumzugaloppieren. Und vor allem sollten Sie keine Stierkampfarena betreten, denn so etwas ist immer eine Katastrophe.

Eigentlich eine ganz einfache Erkenntnis, auf die ich bisher aber nicht gekommen bin. In der Tat versuche ich vielleicht immer wieder ein Pferd zu sein, obwohl ich nur eine Kuh bin. Ich muss mir also einen Platz suchen, der zu einer Kuh passt, sonst werde ich überrannt.  Ich habe mich schon auf den Weg gemacht. Ganz einfach ist das nicht, man schielt doch immer noch mal zu dem anderen Ort, zu dem man sich zugehörig fühlt. Aber hin und wieder bin ich auch auf meinem neuen Platz schon ganz zufrieden – auf dem Weg zu mir selbst. Ich horche öfter in mich hinein, was gut für mich ist, was ich tun möchte, hier für mich, an meinem Platz und mache das nicht mehr so oft von anderen Dingen abhängig.
Eine Kuh ist  nicht so elegant und schön wie ein Pferd, aber dafür ist sie zuverlässig, gutmütig, geduldig und in gewisser Weise sicher auch liebenswert, auch wenn das nicht immer auf Anhieb ins Auge fällt.

Wenn ich so genauer darüber nachdenke, gibt es eine Reihe von Menschen, die etwas anderes sein wollen, als sie sind und viel Kraft und Zeit darauf verwenden dieses Ziel zu erreichen.

Da möchte jemand das Leben einer Rose führen und ahnt gar nicht, wie warmherzig ein Gänseblümchen lächeln kann und das es obendrein viel wiederstandsfähiger als eine Rose ist.

Noch fühle ich mich auf meiner Weide nicht ganz zufrieden, aber immerhin habe ich schon Platz genommen, in der Hoffnung, dass auch dieser Platz seinen ganz eigenen Wert hat.
Ich spaziere jetzt mal durch die Sonne und beschau mir die Umgebung, auf jeden Fall ist es hier ruhiger als in der Arena.

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Das Schönste daran ist ja die Wühlerei bei you tube nach den schönen Stücken. Nicht immer ganz einfach und manchmal schwebt mir etwas anderes vor – so auch heute – aber dann mit etwas Geduld wird man doch fündig.

In Köln mag die Nummer mit dem kollektiven Anfassen ja funktionieren, in Hamburg wäre das Horror 🙂 .

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Lampenfieber

Schauspieler wäre definitiv der falsche Beruf für mich. So wie eigentlich alles, wo man im Rampenlicht steht und das zum täglichen Brot gehört. Das würde mein Herz nicht mitmachen! 🙂

Gestern war ja nun die Verabschiedung und obwohl mein Beitrag eher klein war, sollte doch jedes Wort richtig sitzen und ich habe mir den ganzen Vormittag einen Kopf gemacht, wie man das Plakat am besten präsentiert.
Unter den anwesenden 100  Gästen mehrere Schulleitung, Politiker, Geschäftsleute, das Kollegium …

Und dann – wie so oft – lief alles wie am Schnürchen. Gleich zu Beginn der erste Lacher und ich hatte alle auf meiner Seite. Von da an ging es wie von selbst und wurde begeistert aufgenommen. Und niemand will mir glauben, dass ich mir vorher Gedanken mache und vor Lampenfieber fast sterbe – ich ernte immer erstaunte Blicke und das Feedback, man hätte das Gefühl, ich schüttle das aus dem Ärmel.  Schön, wenn es so ankommt.

Trotzdem täglich muss ich das nicht haben, auch nicht wöchentlich. Einmal im Jahr reicht.  Dabei muss ich mir schon langsam Gedanken machen um den runden Geburtstag meines Ingenieurs, der steht in knapp 8 Wochen an und da passiert auch irgendwas, mal sehen, was mir einfällt.  🙂

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Lebensweisheit

Meine Schwiegermutter sagt immer „Solange man nichts hört, ist alles in Ordnung“.  Damit hat sie sich immer beruhigt, wenn eins ihrer drei Kinder länger unterwegs war und sich nicht gemeldet hat.

Ich bin da ein anderer Typ. Mir fällt dieses Warten schwer. Egal ob jemand eine Prüfung ablegen muss, an einem Reiseziel ankommen soll oder ihm etwas anderes bevorsteht. Ich verfolge gedanklich den Weg mit und warte auf ein Zeichen, wie es ausgegangen ist. Manchmal dauert das länger als man möchte.

Und auch ich versuche mich mit dem Satz zu beruhigen, einfach abzuwarten und den Dingen ihren Lauf zu lassen, bis ich mehr weiß. Solange ich nichts höre, wird das einfach nur Zeit brauchen. Abwarten also.    Leicht gesagt.

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Anlässe für gute Ideen gibt es ja immer.  Aber wenn mir dieser Satz durch den Kopf schießt, wird mir langsam selbst schon etwas mulmig weil das meistens ein Satz ist, der mich in der Folge viel Geld kostet oder viel Zeit oder beides.

Trotzdem, wenn die Idee da ist, ist sie da.

Neulich fragte mich eine Freundin, ob wir uns nicht etwas überlegen wollen für die Verabschiedung von Herrn D. , langjähriger Abteilungsleiter, mit dem wir im Laufe unserer Elternarbeit auch oft und viel zu tun hatten.
So besonders gut verstanden haben wir uns mit ihm eigentlich nie und wenn es Dinge zu klären gab und das auch andere konnten, bin ich ihm gerne ausgewichen.
Dennoch hatten wir letztlich oft das gleiche Ziel und die letzten Jahre hat er sich Mühe gegeben, sich etwas anzufreunden, da bin ich dann die letzte, die nicht darauf eingeht. So war unser Verhältnis in letzter Zeit also recht entspannt.

Was könnten wir zum Fest also beitragen? Da fiel mir ein, dass meine Freundin und ich jahrelang mit ihm an „dem“ Plakat getüftelt haben, mit dem wir im Stadtteil Werbung machen könnten.
Immer gab es hier und da was zu mäkeln, aber wir kamen der Sache immer näher. Wie wäre es also nun, ihm eigens ein Plakat für seinen Abschied zu gestalten? – fragte ich mich in den Ferien und nutzte die freie Zeit zum Grübeln.

Ihm fällt der Abschied so schwer, er ist mit der Schule so verwurzelt und hätte gerne noch weiter gewirkt.  Da fiel mir ein Satz zu einem Lied ein, dass mich schon seit einer ganzen Weile bewegt und das ich mir von Zeit zu Zeit gerne anhöre – für mich.
Die Botschaft darin „Niemals geht man so ganz…“, damit hatte ich den Aufhänger, wobei die Sentimentalität des Liedes in keinem Zusammenhang zu dieser Feier steht oder zu meinem Verständnis dazu – , aber ich schweife ab.

Es war lediglich der erste Satz und mir ging durch den Kopf, dass doch eigentlich jeder Mensch, der sich für etwas engagiert, der Zeichen setzt oder Menschen, Dinge und Projekte bewegt,  dass jeder der nicht wort- und tatenlos vor sich hinlebt, in seinem Umfeld Spuren hinterlässt. Immer. Sicher gibt es da kleinere und größere, tiefe und flache Spuren, aber es gibt sie.
Also brauchten wir den Zusatz … gesetzte Spuren werden bleiben.

Dazwischen die Veranstaltung selbst als Ankündiung, dann Fußspuren durch den ganzen Text und daneben ein schönes Foto von ihm.

Soweit war die Idee schnell geboren. Blankoplakate, die also eigentlich schon fertig sind und nur in der Mitte eine freie Fläche haben, sind noch reichlich vorhanden.

Dann kam die Umsetzung. Ich hatte kein taugliches Bild. Zunächst sah es zwar so aus, aber vergrößert und ausgedruckt hätte man damit nur im Gruselkeller Eindruck machen können. Da der Termin schon am Donnerstag ist, bleibt nicht mehr all zu viel Zeit. Ich musste also einige Leute ausfindig machen, bis ich dann endlich ein tolles Bild in hoher Auflösung in meiner Mailbox fand. Wunderbar. Dann musste „nur“ noch der grüne Hintergrund vom Gebüsch weggemalt werden.
Von „Freistellen“ habe ich schon gehört, weiß aber nicht, wie das geht. Ausschneiden so exakt um den Kopf herum, das krieg ich auch nicht hin, also bin ich mit dem Pinsel dabei gewesen und wieder war ein Vormittag hin.

Anschließend schnell zum Copyshop und – tata – ich kann mich gar nicht satt sehen an dem tollen Plakat.
Das hat also wieder mal geklappt. Nicht jede Idee lässt sich gleich so in die Tat umsetzen, aber es gelingt schon immer öfter – nur leider, der Tag müsste 40 Stunden haben, dann würde ich vielleicht mal alles schaffen, wasl mir so durch den Kopf weht. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu langsam.

Aber wenn man zum Ziel kommt ist das jedes Mal wieder ein tolles Gefühl und …. – motiviert für die nächste Idee 🙂 .

Und jetzt – für mich – und jeden der mag, noch einmal das Lied, das mich darauf brachte.

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Oft gehört, noch nie gesehen, die Betonwüste Prora zwischen Binz und Sassnitz, trauriges Überbleibsel aus der Nazizeit. Auch das gehörte zu unserem Wochenende auf Rügen dazu, uns das seinerzeit von Hitler geplante super-duper Feriendomizil, ein  für 20 000 Menschen geschaffene Massenabfertigungs-Ferienwunderland, anzusehen. Quadratisch, praktisch gut.101_57002
Eintönig, bedrückend-bedrohlich. Aber das war ja in der damaligen Zeit nichts Ungewöhnliches.

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Wollt ihr da rein? haben unsere Freunde uns gefragt und wir haben das „etwa?“ im Unterton überhört und haben „Ja“ gesagt.

Da der Betonklotz später von der Nationalen Volksarmee der DDR als Kaserne genutzt wurde, gab es jede Menge Militärausrüstungen und Dokumente zu betrachten, an denen ich mehr oder weniger flüchtig und teilweise desinteressiert vorbeimarschiert bin. Fahnen, Orden, Uniformen und so Zeug.

Einmal mehr war ich froh, ein Mädchen zu sein 😉 , vor allem der Blick in die kargen Mannschaftsstuben ließ mich zurück zucken.
Sicher, die 50er Jahre, aus der die Einrichtung stammte, war eine ganz andere Zeit und wir können uns das heute kaum noch vorstellen, wie man damals lebte, – allgemein bescheidener, eingeschränkter, spartanischer – dennoch, gemütlich sind die Mannschaftsräume in Kasernen heute auch noch nicht und sollen sie ja auch nicht.

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Ein bedrückendes Monument der Vergangenheit, an der viele Menschen mitgewirkt haben ohne darüber nachzudenken, was eigentlich dahinter steckt. Ein „Einheitsdenken“, dem das Volk unterzogen werden sollte, was ja später auch wunderbar in das Schema der DDR passte.
Was würden wir tun, wenn wir selbst in so eine Maschinerie geraten würden? Vermutlich kann man sich, wenn man in der Zeit und einer bestimmten Situation steckt, dem Sog und der ausgeübten Macht von oben gar nicht entziehen.

Viele Dinge kann man auch nur aus der Entfernung oder mit einem Blick von oben auf das Ganze erkennen, aber nicht wenn man mitten zwischen allem steckt.
Bleibt die Mahnung Entwicklungen nicht gleichgültig vorüber ziehen zu lassen und das eigene Demokratieverständnis immer wieder aufzufrischen und politisch auch im kleinsten persönlichen Umfeld aufmerksam zu bleiben und wenn nötig aktiv zu werden.  Ob sich solche Einrichtungen und dahinter liegende Ideen auf diese Weise verhindern lassen? Weiß wohl niemand, aber es kann nicht schaden es zu versuchen.

Ein Ausflug in die Vergangenheit, der jedenfalls nachdenklich stimmt.

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