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Archive for Juni 2009

Pressezauber

Das Geheimnis einer guten Öffentlichkeitsarbeit habe ich trotz diverser Bemühungen noch nicht wirklich lüften können.

Wenn man sich ein bisschen auskennt, kommt man aber zu dem Schluss, dass nicht immer die Geschichten in die Zeitung und an die Öffentlichkeit dringen, die es verdient haben, sondern oft eben die, die „gute Beziehungen“ haben oder viel Wind machen und blenden.
Guter Journalismus sollte das doch durchschauen und wenn er berichtet, dies dann objektiv und ausgewogen tun.

Was ich in der Praxis erlebe ist davon weit entfernt. So stand heute wieder eine Institution auf der Titelseite der größten Hamburger Tageszeitung, die sicherlich gute Arbeit leistet, aber keineswegs bessere als wir und die dafür die Bestnoten bescheinigt bekommt, dass man sich nur wundern kann.
Da dies nicht zum ersten Mal passiert, sondern gleiche Einrichtung zu jedem Thema auf erstaunliche Weise immer wieder auf die vorderen Seiten auch großer Zeitungen gelangt, fragt man sich als Beobachter dann doch zweifelnd, ob das denn alles mit rechten Dingen zugeht.

Heute jedenfalls bin ich ziemlich angefressen und konnte mich den ganzen Tag nicht über die Unausgewogenheit der Berichterstattung beruhigen. Ich habe einen Leserbrief geschickt, der mich aber nur halb besänftigt, weil ich nicht glaube, damit durchzudringen. Jeder will nur das sehen, was ihm passt und auch in den Medien gilt, nur wer laut klappert und einen guten Draht hat, findet auch Erwähnung – so ist das mit der Unabhängigkeit der Presse.

Mann bin ich sauer heute.

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Ein Schlumpitag hat nichts mit Lethargie zu tun, ich schlunze nur einfach so vor mich hin.
Heute morgen gab es ein großes Frühstück für alle ehrenamtlichen Mütter, sehr gemütlich, nach dem Schuldienst bin ich dann kurz noch mal 6 Anträge durchgegangen (man glaubt es ja nicht, wo für da alles Gelder beantragt werden. Ich bin ja nur „normale“ Bürgerin und mir sträuben sich die Haare).

Dann habe ich fast eine Stunde mit der Sonnensterntochter auf der dunklen Treppe gesessen (ein herrlicher Ort zum Kommunizieren) und wir haben alles „durchgeratscht“.
Zum Mittag gibt es Pfannkuchen und Grütze und ansonsten – nach mir die Sintflut. Mir wäre jetzt nach Buch und Garten, aber ganz so viel schlunzen darf ich heute glaub ich nicht mehr, irgendwas produktives muss ich heute noch tun, was ich abends als getanes Tagwerk präsentieren kann und wenn es nur was ist, was sich wenigstens danach anhört, als hätte ich was getan. 🙂

Morgen bin ich wieder verplant. Aber das ist ja erst morgen.

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Schmerzgrenze

Ich neige nicht dazu, zu früh zum Arzt zu gehen, ich laboriere lieber erstmal selbst herum, bevor ich mich ins Wartezimmer setze. Diese Woche war die Schmerzgrenze in der Wade dann aber doch erreicht und ich holte mir endlich einen Termin.
Gestern war ich da – als neue Patientin bei einem Orthopäden, den die Sonnensterntochter in höchsten Tönen lobt.

„Und, was haben Sie mir mitgebracht“, lautete die Begrüßung. Ich schilderte meine Beschwerden, er beobachtete mich beim Schuhe ausziehen, hörte was ich nebenbei noch erwähnte, besah sich die Stelle kurz über dem Knöchel, drückte „das ist eine Achillessehnenreizung. Das haben Sie aber schon länger?“  Hm, die dritte Woche, lang genug, aber nicht soooo lang, fand ich. Er wendete sich meinem Rücken zu, drückte rechts und ich sprang fast an die Decke, drückte links, da war nichts.
„Sie haben ein verschobenes Becken. Bleiben Sie mal ruhig sitzen und atmen aus.“
Das tat ich, während er meinen Oberkörper irgendwie hochriss und es in mir ruckte. Dann noch eine kleine Bewegung links am Hals und ich wurde als geheilt entlassen.

Verblüffend. So schnell und einfach? Ich konnte es gar nicht glauben. Heute konnte ich schon wieder normal die Treppen herunter gehen, was die Wochen vorher gar nicht ging.
Dafür tut mir jetzt der Rücken weh. Ob ich da noch mal hingehen soll? Oder lieber noch drei Wochen warten?

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Man kommt heute nicht an der Meldung des Tages vorbei, dass Michael Jackson gestorben ist. Sondersendungen im Radio zu denen ich ein etwas gespaltenes Verhältnis habe. Die letzten Wochen gab es an der gleichen Stelle in den gleichen Sendungen Häme ohne Ende zu seiner geplanten Mamuttournee in London, jetzt sind die gleichen Moderatoren „betroffen“.
Ich war nie ein Michael Jackson Fan, er war mir immer zu extravagant und ich habe ihn immer für einen psychisch gestörten Menschen gehalten.
So nach und nach wird zwar auch dieses Bild des King of Pop erwähnt, insgesamt empfinde ich die Meldungen im Radio heute aber als zu dick aufgetragen, was aber wohl ein Tribut an die Fans ist, die sicherlich wirklich betroffen und traurig sind.

Man hört heute morgen allerorten, dass der King of Pop eine herausragende Musikikone, ein Genie ein außergewöhnliches Talent war. Komisch nur, dass ich schon ewig keine Musiktitel mehr im Radio von ihm gehört habe. Dabei gab es doch tatsächlich viele gute Titel, die wir vielleicht schon viel zu weit verdrängt haben.
Mich erinnert dieser Morgen und die Meldungen dazu ein wenig an einen Morgen im August 1977, als die Meldung von Elvis Presley´s Tod uns erreichte.

Ich habe nur eine einzige Singleauskopplung von Michael Jackson und habe dazu ein passendes Video gefunden.

Michael Jackson war ein sehr einsamer Mensch, der sich physisch und psychisch zerstört hat (oder zerstört wurde?) ohne dass es seiner Familie, Freunden, der Gesellschaft gelungen ist, ihn davor zu bewahren.
Wie es dazu kommt, dass ein Mensch, egal ob berühmt oder unbekannt,  so einen tragischen und traurigen Lebensweg hat, ohne dass man ihm helfen kann, ist eine Frage, die mich interessiert.

Die Medien reagieren heute morgen aktuell und erstaunlich vorbereitet, tasten sich aber nur vorsichtig an die dunklen Seiten dieses ausgebleichten Menschen heran. Bleibt abzuwarten, was uns in den nächsten Tagen dazu noch für Einzelheiten erreichen werden.

Eine andere Meldung bekommt erst ab 8 Uhr einen Platz in den Hamburger Nachrichten, dass die seit Monaten unter heftiger Kritik stehende Hamburger Uni-Präsidentin Prof. Auweter-Kurtz nun wohl doch ihren Hut nehmen muss.
Ein dickes Thema in der Stadt, dass auch durch Jacksons Tod nicht einfach unter den Tisch fallen darf.

Und das Uli Hoeneß und Ottmar Hitzfeldt sich Sorgen um das Kompetenzgerangel und das Image des HSV machen, lässt mich denn doch schmunzeln. Wenn wir jetzt schon die Bayern um Rat fragen müssen, steht es wirklich schlecht um den Hamburger Fußball.

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Nach einem sommerlichen Grillabend und zwei Gläsern Weisswein bin ich zum Umfallen müde und versuche den Tag zu rekonstruieren. Was habe ich heute eigentlich gemacht?

Morgens um 8.15 Uhr mit Kamera ausgerüstet zur Schule gefahren. Dort fand der erste Sponsorenlauf unserer Schule statt, zugunsten von Unicef. Überall war schon Trubel. Die Cafeteria-Mütter wirbelten durch die Küche, die Schüler sammelten sich, Musik lief vor der Schule, die Schulleitung versammelte sich zum offiziellen Start, ich wählte meine ersten Motive für Fotos.

Zunächst Fotos rund um die Strecke, ich machte mir ein Bild von der Atmosphäre, der Organisation, bemerkte erste Schwächen in der Planung, entdeckte nach einer Weile aber auch wirklich engagierte und ehrgeizige Schüler, die sich mächtig ins Zeug legten, während andere nur gemächlich über den Parcour schlenderten.

An jeder Station – Fotos. Die Mütter schnippelten Äpfel, die von den umliegenden Obsthöfen gespendet wurden, insgesamt vertilgten die Schüler heute 50 kg Äpfel, allein das war schon ein erfolgreicher Rekord.
Es wurde literweise Wasser ausgeschenkt. In der Küche gab es frisch gebackene Waffeln zu kaufen, ich löste eine Besetzung kurzfristig an der Eistruhe ab, der Erlös der verkauften Leckereien kommt ebenfalls der Aktion zugute.

Ein anderes Mal lief ich die Strecke ab und sammelte achtlos weggeworfene Plastikbecher aus den Büschen, die wieder abgewaschen und benutzt werden konnten, da der Bechervorrat an der Servicestation zur Neige ging.

11 Uhr  – endlich alle Fotos im Kasten und die nötigen Infos dazu, schnell nach Hause, wo ich acht Mails vorfand  zu einem großen Stadtteilprojekt. Es stehen EU Gelder zur Verfügung die kleinen Projekten im Stadtteil zugeteilt werden sollen. Damit das sinnvoll und effizient verteilt wird, wurden Leute aus dem Stadtteil für den Bewilligungsausschuss nominiert, ich wurde von jemandem vorgeschlagen und bin nun also überraschend Mitglied dieses Ausschusses.
Heute kamen per Mail 37 Anträge, die nun bis nächste Woche bewertet werden sollen. Jeder Antrag umfasst 10 – 15 Seiten. Alleine für das Herunterladen, entzippen und speichern habe ich eine gute halbe Stunde gebraucht.

Zwischendurch schnell die Waschmaschine in Gang gesetzt und in der Küche grob aufgeräumt.

Anschließend eine Pressinformation für das Jubiläum des Jugendcafes Anfang Juli geschrieben und mit dem Vorstand abgestimmt.
Dann – stand Oma (meine Mutter) in der Tür. Bei ihr wird zur Zeit das Dach instand gesetzt und ihre Wohnung ist von außen in blaue Folie gehüllt, sie flüchtete zu mir in den Garten, wollte auch gar nicht stören – aber – natürlich wollte sie reden.
Nebenbei schnell die Wäsche aufgehängt und mir endlich einen Termin beim Sportmediziner besorgt, weil ich noch immer Schmerzen beim Laufen habe.

Am späten Nachmittag schnell noch zum Einkaufen für den Grillabend. Das war mal eine gute Idee, auch wenn die Küche jetzt schon wieder wie ein Schlachtfeld aussieht.

Gleich muss ich noch die Bilder vom Lauf in der Schule heute morgen sichten und evtl. bearbeiten und dann habe ich, denke ich genug getan für heute… obwohl … da kam ja gerade noch die Mail meiner Sonnensterntochter mit der Selbstreflektion ihres Projektes in der Erzieherinnenausbildung. Ob ich das mal durchgehen und ggf. korrigieren könnte.      Jahaaaa….

Morgen ist wieder Schulredaktion, ich muss noch den Text eines Schülers korrigieren, endlich mal wieder mehr im Haushalt tun, zum Copyshop und ein Plakat drucken lassen und die ersten Anträge für den Ausschuss durchlesen und bewerten.
Langeweile kommt da wohl nicht auf.

Ohne Selbstdisziplin geht das gar nicht. Während man in der Firma einen doch oft strukturierten Tag hat, muss ich mich selbst antreiben und von einem Termin zum nächsten schicken. Sowie ich das schleifen lasse, komme ich mit meiner Zeit bald gar nicht mehr hin.  Das ist gar nicht immer so einfach, aber notwendig, wenn ich nicht im Chaos enden will.

Und ja – solange ich noch Zeit zum Luft holen und schöne Momente habe, macht das auch Spaß so in Betrieb zu sein und so aktiv im Leben zu stehen. Besser jedenfalls als Stillstand.

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Sommer

Sehr, sehr genial das Teil. Ich musste grad so lachen.

Also Leute, auf in den Sommer. 🙂

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…vergeht. Sie rinnt dahin und nimmt uns mit. Sie nimmt keine Rücksicht auf Momente, bleibt niemals stehen und überlässt es uns, zurück zu blicken.

Heute schon ein Monat. Dabei ist mir, als wäre es gestern gewesen. Es ist noch so nah. So spürbar.
Und doch ging das Leben weiter, angefüllt mit Gedanken, Erinnerungen, offenen Wunden und ungelösten Rätseln, auf die ich keine schlüssigen Antworten mehr bekommen werde, es sei denn ich finde sie selbst heraus, was dann zu einem Teil immer nur Vermutung sein kann. Dennoch eine Auseinandersetzung, die ich momentan noch brauche, Revue passieren lassen, analysieren, was die Jahre gebracht haben, was hätte anders laufen können und was mir für immer in liebevoller Erinnerung bleiben wird.
Gut zu wissen, dass ich mit diesen Gedanken nicht allein bin, auch wenn ich mich in großen Räumen unwohl fühle, so sind persönliche Gespräche fernab der Öffentlichkeit, ein Raum, in dem alles sein darf was ist, Gedanken sich ergänzen oder geteilt werden können.

Ein Monat voller Präsenz, in dem nichts verloren oder vergessen wurde.

Ich war drauf und dran heute ein Musikvideo „Feel“ reinzustellen, habe das aber versucht, das geht gar nicht – dann schwimmt ihr mir alle davon. So soll der Tag nicht beginnen.

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