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Archive for November 2009

Pop Vocal ist cool

Wer glaubt die Wise Guys wären eine A-capella-Band irrt.  Zwar zeichnen sie sich vor allem dadurch aus, dass sie elastische, begeisternde Musik ohne Instrumente machen, aber da sie eine moderne Band sind (sagt man in diesem Zusammenhang eigentlich Band?), da sie also moderne, singende Entertainer mit einem Blick nach vorn sind, haben sie selbst beschlossen, statt A-capella nur noch Pop Vocal zu singen.
Es klingt noch immer so überzeugend und mitreißend wie eh und je, Pop Vocal ist aber viiiiel cooler 🙂 .

Gestern also habe ich mein erstes Wise Guys Konzert besucht und mal abgesehen von den altbackenen „Seniorensesseln“ im Hamburger CCH mit Hörsaalcharme, war es ein rundum gelungener Abend.

Bei den Wise Guys muss man gut zuhören, um ihre zumeist intelligenten Texte zu verstehen, den Wortspielereien folgen zu können und auch das Augenzwinkern darin nicht zu überhören.
Mindestens ebenso unterhaltsam und unverzichtbar sind die jeweiligen Kommentare zu den Songthemen. Besonders Dän könnte ich stundenlang zuhören, es tut einfach gut, seinen Geschichten zu lauschen, sich zum Lachen bringen zu lassen und anschließend mit wippenden Füßen zu klatschen und mit zu singen.

Für jede Jahreszeit, für jede Situation und Thema gibt es das passende Lied. So natürlich auch zur Weihnachtszeit. Dazu habe ich einen entzückenden Film bei you tube gefunden.

Ich kann sie nur empfehlen, die fünf jungen Männer mit dem Pop Vocal. 🙂

 

 

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Ein gemütlicher 1. Advent sieht anders aus als heute bei mir und dass es heute ein wenig verquer lief war auch noch hausgemacht. Eine Schnapsidee, die mich da gefesselt hatte.

Ich wollte die Bilder von einer Veranstaltung mittels eines Diaalbums in eine Homepage einbinden, die ich betreue. Alles schien im Anfang ganz einfach. Ein Freund erklärte mir gestern die Kniffe und Tricks und die Handhabung des Programms und nun hieß es nur noch üben… nur noch. Wer sich ein wenig am Computer auskennt, weiß ja was das heißt.

Beim Frühstück stellte sich heraus, mein Sohn arbeitet auch mit diesem Programm und sagte mir Hilfe zu – dumm nur, dass er das Programm vollkommen anders bedient als besagter Freund und alles wieder komplett über den Haufen warf.
Wir fingen von vorn an – irgendwann saß ich allein davor und es waren immer nur Kleinigkeiten die fehlten oder nicht funktionierten, während ich immer kribbeliger wurde und die Stunden dahin rannen, aber ich konnte auch nicht aufhören, ich wollte das Projekt unbedingt abschließen.

Der Ingenieur hängte zwischenzeitlich stillschweigend den großen Adventskranz unter die Decke im Flur – ohne die neuen großen Schleifen, die ich gestern noch besorgt habe, aber das hab ich lieber für mich behalten.

Innerlich fing ich an zu kochen und plötzlich fielen mir alle Kleinigkeiten auf und ein, die mich schon ewig aufregen und ich bewegte mich immer mehr in Richtung des HB-Männchens (kennt das noch jemand?)
So schimpfte und ruschelte ich leise vor mich hin, der Braten musste in den Ofen, die Küche war verräumt, die Bügelwäsche rutschte von einem Riesenstapel und ich musste zumindest noch ein paar Hemden in Angriff nehmen …boah.

Ich trabte in die Küche und sah sogleich den Ingenieur das Bügelbrett übernehmen (er bügelt sonst nie) und ich habe es ihm nicht aus der Hand gerissen, sondern ihn machen lassen.
Später schälte er Kartoffeln, der Sohn begann das Galeriealbum noch einmal auf- und umzuräumen, so dass wir nach dem Essen die richtige Version endgültig online stellen konnten, der Freund der Sonnensterntochter schnappte sich den Beutel Altkleider, den sie mir netterweise mitten in der Stube deponiert hatte, und trug ihn gleich zum Container und so bin ich ganz langsam wieder „runtergefahren“.

Manchmal muss man einfach den Mund aufmachen und nicht immer um alle drumherum räumen und jedem alles aus der Hand nehmen, wie ich es gerne tue.
Jedenfalls haben mich die letzten zwei Stunden wieder besänftigt, was vor allem daran liegt, dass ich wieder Land in Sicht habe und die Hoffnung, dass ich morgen wieder in meinem normalen Arbeits- Zeitpensum drin bin.

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Konzertsession

Sie hat begonnen, meine persönliche Konzertsession, die mich für die nächsten knapp zwei Wochen in Atem halten wird.

Gestern war der Auftakt in der Großen Freiheit 36 auf St. Pauli – zu Gast die Höhner aus Köln, wagen sich seit 4 Jahren in das Mekka des Nordens und es ist immer ein voller Erfolg. Die Hamburger – mit Kölner Unterstützung geraten außer Rand und Band. Es hat wieder richtig Spaß gemacht. Sich mal wieder so richtig fallen lassen, einfach nur fröhlich sein, tanzen und die gute Laune genießen, die von der Bühne ins Publikum und zurück strahlte.

Da ich im letzten Jahr schon ausführlich dazu geschrieben habe, was mich mit den Höhnern verbindet, hier noch mal ein kleiner Rückblick.

Nächsten Samstag geht es weiter mit den Wyse Guys, am 30.11. dann die Söhne Mannheims und am 3.12. PUR.  Ich bin gut unterwegs die nächste Zeit. Freu mich drauf. 🙂

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So viele graue Tage, die wie an einem unsichtbaren Faden aneinander hängen und immer bei Tagesanbruch wieder in mein Gesichtsfeld rücken. An manchen Tagen schaue ich schon ganz erstaunt, wenn ich am Himmel einen kleinen blauen Fleck erspähe. Heute am frühen Nachmittag – das ist fast wie ein Aufatmen und es drängt mich gleich nach draußen, gleich ob ich etwas zu erledigen habe oder nicht.

Ich fühle mich müde. Zum grauen Himmel, hat mich die Arbeit der letzten Wochen ein wenig erschlagen, dazu die negativen Nachrichten, ich fühle, ich brauche Tapetenwechsel.
Die nächsten Wochen reiht sich ein Termin an den anderen, aber es sind nicht nur Arbeitstermine, sondern auch viele Konzerte, Weihnachtsessen, Treffen mit Freunden. Ich hoffe darauf, dass mich dass dann aus meiner inneren Hektik reißt, die mich manchmal sogar bremst und mir in den letzten Tagen jeden Antrieb nahm.
Sicher, ich funktioniere. Redaktionstermine konnte ich halten und bis Montag ist alles endgültig im Druck und verteilt – alle Abteilungen sind zufrieden und würden lachen, wenn sie hier von Antriebslosigkeit lesen würden.

Es ist nur so ein Gefühl in mir, dass ich denke, ich müsste doch darüber hinaus mehr schaffen, mehr Schwung haben.  Das ist ein Knackpunkt in der Freiberuflichkeit. Man geht nicht morgens zu einer bestimmten Zeit aus dem Haus und kommt abends nach Feierabend wieder, sondern man hat immer alles zu Hause liegen und könnte praktisch ständig zwischendurch arbeiten. Was ich auch tue – allerdings nicht so strukturiert wie in einem geordneten Büro.
Und in den letzten Tagen blieb dann alles andere liegen, weil ich mich nicht mehr aufraffen konnte.

Und dann fiel es mir eigentlich erst heute nachmittag ein, dass wir ja wieder einmal den 19. des Monats haben und ich dachte schon fast, dass mich das dieses Mal nicht berührt, dass es vielleicht langsam verschwimmt. Aber plötzlich waren alle Erinnerungen wieder so gegenwärtig.
Ich habe mir selbst ein Jahr Traurig sein und Verarbeiten eingeräumt, mit allen Stadien die dazu gehören.

Heute sind es genau sechs Monate, dass sich der Weltenbummler auf den Weg machte, der bemerkenswerteste Freund, den ich je hatte. Ich vermisse ihn. Mal mehr, mal weniger. Rückblickend verstehe ich manches aus den letzten Monaten besser und bin insgesamt auch ruhiger geworden, sicherer in meinen Gedanken und Gefühlen.

Wie immer in den letzten Monaten an einem 19.ten habe ich heute eine Flasche Merlot geöffnet und es ist für mich vollkommen in Ordnung, dass es so ist. Nun ja, ich hätte es gerne anders, aber da das nicht möglich war, ist es gut, dass ich diese Zeit bewusst in meinem Leben integrieren kann, solange ich nicht darin versinke und das geschieht nicht.
Aber ich merke, dass es gut ist nicht zu verdrängen, wie ich es bei ähnlichen Anlässen sonst öfter getan habe.

Um aus dem allgemeinen Novembergrau wieder herauszukommen, werde ich mir sobald die gröbste Arbeit erledigt ist wieder Freiräume schaffen, um den Blick wieder frei zu haben für die schönen Kleinigkeiten, die den November vergessen lassen.

Ich mag den November nicht. Noch nie.

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Kollektive Trauer

Ich möchte doch mal ein paar Gedanken der letzten Tage zusammen fassen. Jeden Morgen wenn ich die Zeitung aufschlage, werden die Meldungen abstruser.

Heute lese ich, es wird vielleicht die größte Trauerfeier aller Zeiten am Sonntag in Deutschland, vergleichbar mit der von Konrad Adenauer.

Schauen wir einmal zurück auf die Meldung. Robert Enke hat Selbstmord begangen. So wurde es am Dienstagabend am Bildschirmrand eingeblendet. Diejenigen die ihn kannten, sind geschockt und entsetzt. Verständlich. Vor allem weil viele nicht ahnten, warum er so einen Weg gewählt hat, auch viele die ihn kannten.

Seine Frau dagegen wusste, sie haben den Kampf gegen die Krankheit verloren. Das passiert auch bei anderen Krankheiten, Krebs zum Beispiel. Aber Krebs sieht man, kann ihn nicht verheimlichen, sondern verfolgt Schritt für Schritt den Verfall.

Vielleicht ist es das. Das kollektive Erschrecken und Wahrnehmen einer Krankheit, die man nicht sehen kann. Von der die meisten zu wenig wissen. Jeder will sein Mitgefühl ausdrücken.

Und das liegt zu einem Großteil auch an dem Auftritt von Frau Enke bei der Pressekonferenz. Ihre mutige Entscheidung, aufzudecken, was für Gründe hinter der Tat stecken. Sonst wäre die Reaktionen vielleicht anders verlaufen.

Die Mediengesellschaft hätte sich selbst Gründe erfunden, hätte im Leben von Robert Enke herumgewühlt, die Familie mit Kameras verfolgt, hätte nichts unversucht gelassen, Skandalmeldungen zu finden, um die Meute zu füttern.

Man hätte die Witwe gejagt, wie einen flatternden Vogel.

Das zumindest bleibt ihr nun erspart, zumindest scheint es mir so und das ist beruhigend.

Zwar gibt es noch einige Stimmen, die über diesen Auftritt nun Erstaunen an den Tag legen und auch versuchen, ihn zu analysieren, aber ihre Flucht nach vorn, an die Öffentlichkeit, war sicher auch eine Art Selbstschutz, um der Boulevardpresse die Stirn zu bieten und ihren Mann davor zu schützen, dass sein Andenken in den Dreck gezogen wird.

Viele Dinge im Leben dieser Familie gehen uns gar nichts an. Und die Ehrlichkeit von Frau Enke führt nun vielleicht doch neben großem Respekt ihr gegenüber zu einer Pietät, die die Medien heutzutage eher nicht mehr kennen.

Eigentümlich berühren mich auch die Meldungen über die große Anzahl der  erwarteten Trauergäste. Man rechnet mit bis zu 50 000 Teilnehmern. Ist das gerechtfertigt?

Das die Nationalmannschaft teilnimmt finde ich angemessen, schließlich hatten sie persönlich mit Robert Enke zu tun, es gab vielleicht Freundschaften. Ebenso wie sein Heimatverein. Sicher war er in gewissem Sinne ein Mensch des öffentlichen Lebens.

Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass viele Menschen nur daran teilnehmen, weil es für sie ein „Guckloch“ öffnet. Eine Art Voyeurismus hinter dem Deckmantel der Betroffenheit.

Und die Depressionen der Mitmenschen sollen nun ernster genommen werden. Hehre Vorsätze. Die an Depression erkrankten Menschen werden jetzt nicht auf die Straße rennen und Hier schreien. So einfach geht das ja nicht.

Es reicht doch schon, im engeren Umfeld genauer hinzuschauen. Mitmenschlicher miteinander umzugehen. Meist sind es die kleinen, unspektakulären Taten, die zu etwas Großem führen.

Gerade gestern habe ich von einem Freund wieder so einen schadenfreudigen Kommentar zu einem Kollegen gehört, dass es mich erschreckt hat. Statt hilfsbereit zu sein, lässt man den anderen lieber auflaufen. Cool sein.

Da könnte man mal anfangen drüber nachzudenken, dass wäre in meinen Augen sinnvoller, als eine kurzzeitige kollektive Trauer, die nachhaltig nichts verändern wird, sondern nur als eine Art „Erlebnis“ gelebt wird.

Wohlgemerkt, ich meine hier nicht die Menschen, die ehrlich trauern, teilnehmen, sich kümmern, da sind für andere. Meine Verwunderung gilt denen, die auf das Sprungbrett mit aufspringen, nur um dabei zu sein.

Frau Enke wünsche ich Kraft und dass es Menschen gibt, die sich Zeit für sie nehmen und sie in den nächsten Wochen vielleicht auch beschützen und ihr Mut machen, ihr Leben zu leben, damit eines Tages auch wieder Freude einkehren kann.

Update 15.11.09: Ein lesenswerter Artikel zum Thema

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Auch wenn der eine oder andere vielleicht schon wieder denkt, dass zuviel darüber geredet wird, ist der Mauerfall  vor 20 Jahren für mich schon eine bewegende Erinnerung.
Manchmal ist es gut, wenn man sich die Zeit noch einmal vor Augen führt. Ein Stück deutsche Geschichte, die ich ganz bewusst selbst miterlebt habe, wenn auch von westdeutscher Seite und nur aus dem Fernsehen oder den Zeitungen.

Herbst 1989 unser zweites Kind war gerade geboren und wir kamen nicht viel herum, hatten genug mit unserer kleinen Familie um die Ohren.
Am Fernseher verfolgten wir gebannt die Montagsdemonstrationen und ich kann mich noch gut erinnern, wie mich das beeindruckt hat, dieser Mut, dieser Zusammenhalt der Menschen und die Unruhe im Land, die – bei uns in Norddetuschland sicher nur unterschwellig, aber doch auch ein Kribbeln verursachte.

Was geschah da auf der anderen Seite der Mauer und wie würden die Politiker reagieren und was würde aus den Menschen werden, die sich so für ihre Freiheit einsetzten?
Ich bewundere diese Entschlossenheit noch heute. So viele Menschen die sich immer wieder aufs Neue unerschrocken in den Weg stellten.

Wie gefährlich das alles auch war, wie nah wir möglicherweise einem neuen Krieg waren, wenn die Ost- oder Westländer falsch reagiert hätten, das habe ich erst viel später erkannt.

Und als wir dann an einem Sonntag tatsächlich die ersten Trabis durch Hamburg fahren sahen, ich weiß es noch genau, das war ungefähr in Nähe des Hauptbahnhofes und man schaute so verwundert auf diesen ungewohnten Anblick und konnte die Entwicklung noch immer nicht ganz fassen.
Ich war sehr gerührt damals und sehr glücklich über diesen Mauerfall auch wenn wir keine persönlichen Kontakte in die damalige DDR hatten.

Die ersten Aufbaujahre haben diesen Zauber dann leider bei vielen gedämpft, weil auch viele Opfer zu bringen waren – klar und das Verständnis füreinander fiel nicht einfach vom Himmel und die eine oder andere politische Entscheidung stellte sich „zwischen“ die Menschen. Das Streben nach dem Sichern des eigenen Besitzstandes rückte plötzlich ins Blickfeld.

Gerne erinnere ich mich an später auftauchende Filme „Goodbye Lenin“ oder „Sonnenallee“, manchmal kann ein Unterhaltungsfilm mehr erreichen, als viele nüchterne Reportagen.

Heute bin ich froh über diesen Mauerfall.
Ich habe einen Kurztrip nach Rostock genossen und war von der Ostsee begeistert. Das Wochenende auf Rügen war ein Erlebnis. Dresden habe ich auch einmal durchstreift, ebenso wie Ostberlin und irgendwann wird mich mein Weg auch noch nach Leipzig führen, da bin ich sicher.

Freuen wir uns doch einfach über diese Wiedervereinigung, auch wenn sie mit Schwierigkeiten verbunden war und vielleicht auch noch bis heute ist, aber alles andere hätte keine Zukunft gehabt.
Man darf Menschen nicht einsperren und man darf ein Land nicht teilen.

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Bin gerade viel beschäftigt und habe wenig Gelegenheit für schöne, interessante oder andere Gedanken. Erstmal muss der Alltag bewältigt werden. Solche Zeiten kennt wohl jeder.

Und seit gestern scheint eine Erkältung im Anmarsch zu sein, wo ich mich doch gerade durchgerungen hatte, vielleicht doch zur Schweinegrippenimpfung zu gehen, weil mir die Berichte von chronisch Kranken, zu denen ich auch zähle, langsam Angst machen.
Aber jetzt mit Halsschmerzen und laufender Nase ist mir das wieder zu unsicher. Ich warte noch mal eine Woche, vielleicht ergeben sich ja auch noch mehr Erkenntnisse bis dahin.

Ah ja, und die neue Robbie Williams CD habe ich gestern bei amazon vorbestellt für günstige 8.97 €, das schien mir ganz verlockend. Auch wenn ich kein Robbie Williams Fan bin, so wie man sich einen Fan vorstellt, ist diese CD Pflicht. Stellvertretend für den Weltenbummler werde ich sie hören und bewahren. Er hätte sich so gefreut, etwas Neues von Robbie zu hören…

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