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Archive for the ‘Allgemeines’ Category

Gestern ist das neue Album von Udo Lindenberg herausgekommen „Stärker als die Zeit“ und man kommt in diesen Tagen einfach nicht an ihm vorbei. Anläßlich seines anstehenden 70. Geburtstages stehen die Zeitungen voll über Udo-Geschichten. Morgen abend gibt es in der ARD sogar eine Doku, direkt nach dem Tatort.

Ich war niiie ein Udo Lindenberg Fan. Dafür fehlte mir vielleicht der Blick über den Tellerrand, die Neugier mich auf etwas einzulassen, was ich nicht auf Anhieb verstehe…  Aber man entwickelt sich und zwar von beiden Seiten. Zu Beginn seiner Karriere war Udo so weit weg von meiner Lebenswirklichkeit, dass seine Musik und mein Musikgefühl sich gar nicht begegnen konnten. Und auch jetzt muss ich mich immer noch an das coole Genuschel gewöhnen.
Aufmerksam geworden bin ich erstmals bei seinem MTV Unplugged Konzert, was auch schon wieder einige Jahre zurück liegt. Dieses Konzert mit vielen seiner Musikerkollegen war für mich voller Überraschungen. Es war im Prinzip meine erste Begegnung mit Udo Lindenbergs Musik. Klar kannte ich den Sonderzug – aber auch der fuhr damals ziemlich lässig an mir vorbei.
Über die Brücke, die die anderen Künstler mir bauten, ließ ich mich also auf das Unplugged Konzert ein und staunte über die schöne Musik, die teilweise richtig tollen Lieder. Das hatte ich nicht erwartet.

Seither nehme ich Neuigkeiten rund um Udo Lindenberg zur Kenntnis. Wir waren auch schon in Berlin und haben das Musical geschaut, ebenfalls berührend.
Und immer wieder gerne lese ich darüber, wie er sich in unserem schönen Hamburger Hotel häuslich eingerichtet hat. Ich würde es sehr vermissen, wenn er nicht mehr dort wohnen würde, auch wenn ich ihn dort sicher nie besuche. Aber er gehört so zu Hamburg und das fühlt sich gut an.

Nun also hört man auf allen Kanälen von seinem neuen Album und ich konnte nicht umhin gleich mal bei itunes Probe zu hören, mit dem Ergebnis, dass ich es gleich darauf gekauft habe, davon wollte ich in jedem Fall mehr hören.
Und was soll ich sagen? Ich bin geradezu geflasht!

Wieder die Überraschung beim Hören. So nachdenkliche und vielfache lebensnahe Texte, die sicher eng mit Udos Leben verknüpft sind und die Musik dazu und seine Art es zu singen, sind berührend und leicht zugleich. Man wippt mit dem Fuß, man summt mit und  ist gleichzeitig ergriffen von der Wahrheit der Texte. Zauberhaft.

Ich könnte es rauf und runter hören und bin immer noch ganz ungläubig, dass das wirklich Udo Lindenberg ist. Entweder hatte ich die Jahrzehnte davor Scheuklappen auf Augen und Ohren oder es hat sich etwas entwickelt….
Udo ist vielleicht reifer geworden  – mit 70 nun doch kein Teenager mehr und ich – bin vielleicht mit dem Alter offener geworden, toleranter, bereit mich auf Dinge einzulassen und dann entdeckt man eben auch solche Perlen.

Ich wünsche ihm jedenfalls, dass er seinen Erfolg jetzt eine Weile genießen kann und noch Kraft für viele Jahre hat, um uns weiter so galaktisch zu überraschen. 🙂

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Da bin ich im letzten Jahr so schwungvoll gestartet mit dem festen Vorsatz diesen Blog wieder zum Leben zu erwecken und dann … bin ich schnell wieder verstummt.
Zum Teil lag es an den Ereignissen die uns alle berührt haben. Die Weltlage, die vielen schrecklichen Nachrichten. Ich hatte so viel in mir …. vor allem Verwirrung und Bestürzung über die Stimmungslage in unserem Land. Es hat mich sprachlos gemacht.
Ich konnte nicht darüber schreiben, weil ich mir kein Urteil anmaßen wollte, es schien mir alles so komplex, dass ich bald selbst nicht mehr wusste, was richtig ist. Das viele, viele tausend Menschen in Not sind, das schien mir das Wichtigste und dahinter müssten doch alle anderen Bedürfnisse zurück stehen, die ja meist doch nur egoistischer Natur sind.

Bisher ist keine menschliche Lösung gefunden für das Drama, dass sich in weiten Teilen der Welt abspielt. Menschen ertrinken weiter im Meer oder werden in Lagern gestapelt, hin- und hergeschoben, aufbewahrt. Unwürdig finde ich das und bin immer wieder erschrocken, wie viel Hassparolen man in unserem Land darüber hört.
Auch bei uns im Stadtteil gibt es mehrere Flüchtlingslager und Initiativen dafür und – dagegen. Mir persönlich hat kein Flüchtling bisher irgendetwas weggenommen oder mich gestört oder belästigt. Und ich frage mich manchmal, was wir tun würden in einer ähnlichen Lage. Wenn wir aus unserem Wohlstandsgefüge herausfallen würden und bei Wind und Wetter durch die Welt laufen müssten ohne Hab und Gut, ohne Sicherheit und Wärme. Würden wir das überhaupt schaffen? – Da habe ich meine Zweifel.

Diese Gedanken haben mich gelähmt und tun es zum Teil noch jetzt.
Drei Tage vor Weihnachten bin ich dann unglücklich gestürzt und habe mir den rechten Oberarm gebrochen – ganz üble Geschichte und schmerzhaft und nervtötend langwierig. Ganz ausgeheilt ist es immer noch nicht, aber ich kann doch inzwischen das meiste wieder machen.
Und da kommt so langsam die Lust zum Schreiben wieder, für die ich mir aber auch Zeit nehmen muss. Dies wird also ein neuer Anlauf – ich hoffe, es klappt. 🙂

 

 

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Das Wetter lud heute zu einem letzten Bummel über den Sommerdom ein, der morgen zuende geht.
Andere verbrachten den Abend dagegen lieber im Fußballstadion. Kurz vor 22 Uhr trafen sich beide Welten. Die Fußballfans strömten auf den Dom – nüchtern waren sie nicht mehr (höflich ausgedrückt).In U- und S-Bahn begegneten wir ihnen in Rudeln und sie machten einen ganz friedlich-fröhlichen Eindruck.

„Wollen wir fragen oder lieber googeln?“ fragte meine Freundin. Ich entschied mich für die Webseite des Vereins, nicht das man noch jemanden auf dem falschen Fuß erwischt, auch wenn die Gesichter eine andere Sprache hatten.

Und dann das unglaubliche 3.2 für den HSV – kann es denn möglich sein? Die haben tatsächlich gewonnen.

Sekunden später hätten wir die Suchmaschine nicht mehr gebraucht. Die Menge in der Bahn fing an zu hüpfen „Hamburger Jungs, Hamburger Jung…“ eine von Lotto´s Hymnen. „….Eins kann mir keiner nehmen…. und das ist die pure Lust am Leben“. In diesem Moment grinsten alle Fahrgäste still vor sich hin und waren mit den Fußballfans vereint – Hamburger.

Der Zug rollte in den Hauptbahnhof ein, die Türen öffneten sich ….. „Ole, ole, ole, ole….“ tönte es vom Bahnsteig.

Nun steht es fest: Wir sind Meister. Hamburger Meister, Deutscher Meister, Weltmeister…..????

Auf jeden Fall Optimisten-Meister!!!

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Es liegt nun schon gut 10 Jahre zurück, seit ich mir eingestehen musste, dass die Buchstaben in der Zeitung einfach zu klein für meine Augen wurden und die Arme zu kurz.
Ich begleitete meinen Sohn zum Optiker, der einen Sehtest für den Führerschein machen musste und bestellte mir dann ganz nebenbei meine erste Lesebrille. Unauffällig mit ganz dünnem Rand.

Ein erhebendes Gefühl, wieder alles lesen zu können, aber wohin mit dem guten Stück für den Rest des Tages, wenn ich nicht mit Lesen beschäftigt war? Sie lag mehr oder weniger überall…. und nirgends.
Verkrümmelte sich in der Handtasche oder noch besser in Jackentaschen, die sie dann mit in die Waschmaschine nahmen…., ich setzte mich drauf, verlor sie im Auto, unter dem Sitz…., das ging nicht lange gut. Nach ungefähr einem Jahr war sie komplett verbogen und irgendwann ganz weg…
Dann kaufte ich mir die erste Lesebrille im Supermarkt und gleich noch eine zweite als Ersatz. Und ich gewöhnte mir an, die Brille nach Gebrauch hoch zu schieben, wo sie dann ihren Stammplatz bekam, auf dem Kopf gleichzeitig als Haarband. Das war/ist äußerst praktisch, sie ist immer zur Hand, wenn man sie braucht und eben so schnell wieder aus dem Weg.
Nach etwa 3 Monaten machte es das erste Mal „Knack“ auf meinem Kopf. Der Rahmen war gesprungen und das Glas saß nur noch locker in der Fassung. Der Ingenieur klebte den Rahmen. Dann verlor ich die Schrauben an den Bügeln, auch das konnte anfangs repariert werden. Länger als ein Jahr hielten die Brillen nie.

Mit der Zeit wurden die Augen auch schlechter, die Stärke musste erhöht werden. Im letzten Jahr plagte mich das Gewissen, dass diese ewigen Lupenbrillen aus dem Discounter der Gesundheit nicht unbedingt zuträglich sind und ich beschloss mir wieder mal eine Brille beim Optiker zu kaufen.
Der Sehtest ergab einen erheblichen Unterschied zwischen dem linken und dem rechten Auge, die Lesebrille wurde entsprechend angepasst und man empfahl mir das auf jeden Fall auch noch mal beim Augenarzt abzuklären.

Stolz trug ich die neue Brille in ihrem Etui nach Hause und ging sehr sorgfältig mit ihr um – das bedeutete auch, sie nicht mehr ständig auf den Kopf zu schieben, um den Rahmen nicht zu beschädigen. Sicherheitshalber hatte ich mich für ein Metallgestell entschieden, dass robuster ist, als andere Fassungen. Nun tauchte wieder das Problem des Aufenthaltsortes der Brille auf.

Eine schweißtreibende Angelegenheit, aber ich ließ mich nicht entmutigen.

Die Brille befand sich gut vier Monate in meinem Besitz. Es war an einem regnerischen Sonntagmorgen und ich fuhr mit dem Rad zum Brötchen holen. Die Brille schob ich in die Jackentasche, um sie vor dem Regen zu schonen – ohne Brille fühle ich mich inzwischen unsicher, das Kleingeld im Portemonnaie lässt sich nicht mehr so gut auseinander halten…
Beim Bäcker kam ich aber dieses Mal ohne Lesehilfe aus. Wieder zu Hause, leerte ich gleich meine Jackentasche und stellte mit Schrecken fest….. keine Brille. Sofort bin ich den ganzen Weg zu Fuß abgelaufen, es war menschenleer auf der Straße und ungemütlich…, die Brille war unauffindbar auch eine Nachfrage beim Bäcker blieb erfolglos.

Seither habe ich wieder nur die Billigbrillen.

Auch ein Besuch beim Augenarzt ist bisher ausgeblieben. Die Ärzte in unserem Stadtteil haben alle einen schlechten Ruf und wenn man wirklich mal eine Empfehlung hat, bekommt man gleich am Empfang zu hören, dass leider keine neuen Patienten mehr aufgenommen werden können.
Gute Vorsätze allein reichen also nicht. Die Lesebrille ist und bleibt problematisch.

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Alles im Fluss

Nun habe ich schon drei Jahre nichts mehr in diesen Blog geschrieben und es ist gar nicht so einfach wieder anzuknüpfen. Macht es überhaupt Sinn?
Früher habe ich so gerne geschrieben, über alles was so im Leben geschieht, was mir begegnet, auffällt, mich freut, belustigt oder aufregt. Im allgemeinen Alltagsstrudel ist das mittlerweile ganz untergegangen. Ich schreibe immer noch viel, aber meist Auftragsarbeiten, kleine und größere Artikel für den Stadtteil.

Vielleicht liegt es auch daran, dass die letzten Jahre so glücklich verlaufen sind. Alles ist im Fluss. Die Kinder sind aus dem Haus und haben sich ihr Leben ganz gut eingerichtet.
Und wir genießen die Zeit, die wir zumindest am Wochenende haben. Es geht uns gut und wir können uns viele Unternehmungen leisten. Zusammen mit unseren Freunden haben wir viel Spaß und alles in allem ist es ein zufriedenes Leben.

Und doch gibt es immer wieder Erlebnisse oder Themen über die ich gern so ganz frei und ungezwungen schreiben möchte. Vielleicht ist dies heute ein neuer Anfang und demnächst kommt wieder mehr dazu.

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Empfehlung

Für lange Herbstabende auf dem Sofa gibt es jetzt die passende Musik.

Das neue Album von Mark Knopfler – ich habe ihn für mich gerade erst entdeckt und bin begeistert.
Musik zum Fallen und sich Tragen lassen.

Genießt es!

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… die muss es ja auch geben.

Heute war ich in der Stadt. Für eine Showeinlage zum 50. Geburtstag einer Freundin waren einige Utensilien zu besorgen. Leider war ich ganz erfolglos. Weder im Alsterhaus, noch im Hanseviertel, im Kaufmannshaus, bei Fahnenfleck und kleineren Schnickschnack-Läden wurde ich fündig.
Bei gefühlten 29 Grad ist das anstrengend.

Wieder zu Hause habe ich die nächste Aufräumaktion in Angriff genommen. Ein Schrank soll ja weg. Dafür muss er aus- bzw. umgeräumt werden, in das dafür angeschaffte Regal.
Ich hasse Aufräumen. Es nimmt und nimmt kein Ende. Ich sortiere und ordne ein, aber momentan habe ich den Eindruck es wird täglich eher noch schlimmer als besser, weil sich in jeder Schublade Reste sammeln, mit denen ich nicht weiß wohin. Wegschmeißen geht nicht, aber was dann damit machen…?
Briefe von Freundinnen und Kerzen, Weihnachtszubehör, Geschenkbänder. Laufend suche ich neue Kartons, um sie nach Kategorien zu sortieren, aber dann habe ich am Ende ein Dutzend Kartons im neuen Schrank stehen, ist das dann ordentlicher?

Jedenfalls war das anstrengend.

Auf meine Bewerbung habe ich heute eine erste (negative) Reaktion bekommen. Es gab wohl Bewerber, die fachlich mehr Erfahrung vorweisen können als ich, was mir vollkommen logisch erscheint.
Zudem würde sich das Problem ergeben, dass die Redaktion verwaist ist, wenn ich einen anderen Job bekomme und da es dafür zur Zeit keine Lösung gibt,  er mich aber aus der einen Position nicht gehen lassen will und genau weiß, dass ich für die ausgeschriebene Stelle noch sehr viel lernen müsste, hat er sich für eine andere Bewerberin entschieden, will meine Unterlagen aber noch behalten und mich vor allen Dingen in der Redaktionsleitung halten.

Das kann ich verstehen. Wäre ich Chef und müsste nach der besten Lösung suchen, hätte ich wohl auch so entschieden. Manchmal legt man sich also auch selbst Steine in den Weg, wenn man auf einem Gebiet so gut ist, dass man dort nicht einfach ersetzt werden kann.
Der Nachteil, ich bekomme jetzt nur ein paar Stunden auf Honorarbasis bezahlt, mehr ist für den Bereich nicht vorgesehen, während die andere Stelle eine Festanstellung wäre.

Nun ja, vielleicht ist es so richtig. Ich konnte eh die letzten Tage schon nicht ruhig schlafen, weil ich mir nicht sicher war, ob ich mit dieser neuen Herausforderung wirklich zurecht kommen würde und ob ich das will, wieder Vollzeit in den Beruf einzusteigen, wo ich doch noch so viele andere Aufgaben gerne erledige.
Also denke ich, es läuft sich zurecht und kommt so, wie es kommen soll.

Trotzdem bin ich heute gestresst müde.

Aber immerhin habe ich ein paar schöne Bilder aus der Stadt mitgebracht. Nachfolgend einige Impressionen von meiner Einkaufstour mitten durch die Stadt. Bei diesem Wetter ist das wie Urlaub.

103_4203Wo man auch geht, das Wasser ist meist nicht weit. Mitten zwischen den alten Häusern überquert man Brücken und blickt auf Schleusen. Ein schönes Bild, so mitten im Getümmel.

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Und noch etwas fiel mir auf.  Es wird draußen gegessen. Egal wo, überall saßen die Hamburger und aßen. Entweder am Fleet einen Salatteller oder eine Pizza oder wie hier

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auf den Stufen mit Blick zur Alster. Ganz gleich, ob es sich um Touris oder Büroleute im Anzug handelte, sie saßen alle ganz ungezwungen auf den Stufen und verzehrten ihre unterschiedlichen Leckereien, die es in den umliegenden Passagen zu kaufen gibt.

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Ich habe sehr darauf geachtet, die Menschen nur von hinten und anonym zu fotografieren. Sollte sich doch jemand wieder erkennen und daran Anstoß nehmen, bitte melden, dann entferne ich das Bild.

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