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Archive for the ‘Freunde’ Category

Man kennt das ja. Eine Geburtstagseinladung bei guten Freunden. Im allgemeinen Terminkalenderstress eine willkommene Gelegenheit alle mal wieder zu sehen und gemeinsam einen netten Abend zu verbringen. Da möchte man dem Geburtstagskind natürlich auch eine Freude machen. Nur was?

Es soll ja etwas Schönes sein. Bestenfalls ausgefallen. Geschmackvoll. Kreativ vielleicht oder neuartig. Bücher, Musik oder BlueRays? Alles schon da gewesen und wie trifft man da genau den Geschmack der Gastgeber? – doppelt soll es ja auch nicht sein. Deko gibt es viele schöne Dinge…. noch mehr davon haben alle bereits zu Hause rumstehen.
Also fragt man das Geburtstagskind lieber rechtzeitig nach einem Wunsch und erntet …. Ratlosigkeit.
7 Paare einladen ist nicht schwer. Aber 7 Wünsche … die nicht zu klein und nicht zu groß ausfallen sollen?

Alternativ könnte man sich im Freundeskreis absprechen künftig ganz auf Geschenke zu verzichten.

Wir hatten da eine andere Idee – besser gesagt unser Jugendfreund machte den Anfang.

Seit drei Jahren schenken wir uns gegenseitig gemeinsame Ausflüge. Das Geburtstagskind muss sich um nichts kümmern. Wird abgeholt und nach Hause gebracht, alles ist organisiert und die besten Freunde sind mit von der Partie.
So waren wir schon Brunchen, Bowlen, im Planetarium, zur Slot-Car Bahn, Sandmalereishow, auf Hafenrundfahrt und in Cocktailbars oder im Portugiesenviertel schlemmen.
Vielfach Örtlichkeiten die wir zuvor noch gar nicht kannten. Und es waren jedesmal wundervolle Abende.

Im Vorfeld hat man natürlich einige Mühe. Man muss sich kreativ auf Ideensuche machen, dabei über die zu beschenkende Person nachdenken – was passt zu ihr, was würde ihr gefallen, ist es bezahlbar. So wie man es eigentlich immer machen sollte, wenn man etwas verschenkt.
Und gleichzeitig haben wir nun immer Termine in unseren Kalender stehen, zusammen mit unseren Freunden, denn irgendeiner hat ja immer Geburtstag :-).

Und der Kreis derer die mitgenommen werden, wird immer größer. Nächsten Samstag ist es mal wieder soweit. Dann starten wir schon als richtige Gruppe. Zuerst zum Schlagermove – ergänzte sich spontan zum eigentlichen Geschenk und wenn es terminlich so passt, kann man das ja mitnehmen. Anschließend geht es zum Stuttgarter Weinfest. Tisch ist bestellt.

Und alle freuen sich! Das ist das tollste daran.

Und ich bin sehr, sehr glücklich und dankbar für diese wundervollen Freunde, die uns zum Teil schon seit unserer Kindheit begleiten.

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Seit mehr als 10 Jahren im Internet aktiv, ist der neue Kinofilm über das Facebook Netzwerk natürlich ein interessantes Thema für mich und so war ich gespannt auf diesen Film.

Spannende Geschichte, in der die bösen Anwälte das tun, was sie in solchen Geschichten tun müssen, andere Leute über den Tisch ziehen. Ebenso wie gerissene Geschäftemacher, die von dem Kuchen, der aus dem Nichts entstanden ist, möglichst viel abbekommen wollen.
Und mittendrin der Ideengeber dieser überdimensionalen Netzwerkseite, dem es eigentlich nur um die Sache ging. Eine Plattform im Internet zu schaffen, die es allen Menschen ermöglicht miteinander zu kommunzieren, Bilder auszutauschen oder einfach nur von dem einen oder anderen zu erfahren, wie es ihm geht, was er so treibt, ohne selbst groß in Aktion zu treten. Ob sich die Betreiber der Seite wirklich so einfach in gut und böse aufteilen lasse, will ich mal dahin gestellt sein lassen, vielmehr regt es doch die Gedanken darüber an, welche Möglichkeiten uns das Internet bietet und wie wir damit umgehen.

Ich bin mittlerweile selbst eine fleißige Facebook-Nutzerin und mir gefällt das sehr. Man erfährt Dinge von den Menschen aus dem eigenen Umfeld, die man sonst oftmals nicht wüsste. Dabei müssen das ja nicht immer gleich kompromittierende und zweifelhafte Inhalte sein, sondern nur Mitteilungen, die uns mit manchen ein bisschen besser bekannt machen und mit anderen schneller einen Austausch ermöglichen, als wir das im Alltag vielleicht sonst tun würden.

Natürlich ist jeder selbst dafür verantwortlich, was er von sich preis gibt und Dinge wie „mein blöder Chef….“, „ich hasse meinen Job…“, „voll langweilig auf Arbeit…“ etc., sollte man doch klugerweise unterlassen. Sowohl Behörden als auch Unternehmen sind ja nicht von gestern und recherchieren mitunter sehr sorgfältig über ihre Mitarbeiter oder Klienten im Internet. Also was solche Mitteilungen angeht, lieber etwas vorsichtiger sein.

Ebenso mit Fotos von Partys oder allzu privatem Raum. Jeder sollte sich zuvor erstmal vorstellen – will ich, dass mich jemand, dem ich jetzt beim Gang aus dem Haus begegne so sieht, wie auf diesem Foto – wenn man selbst überzeugt ist „ja, kein Problem“, – dann bitte, ansonsten lieber nicht ins Netz stellen.
Und auch die Privatsphäre-Einstellungen sollte man genau unter die Lupe nehmen, damit nicht allen Internetusern Tür und Tor geöffnet sind, alle privaten Inhalte einzusehen. Wer 100 Freunde und mehr hat, nutzt facebook entweder geschäftlich oder er sollte sich die Definition für Freundschaft noch mal genau durch den Kopf gehen lassen.
Mir ist das eher unangenehm, wenn der Kreis der Mitleser in diesem Bereich zu groß wird und so nehme ich nur wirklich gute Bekannte und Freunde in meine Liste mit auf, bei denen ich ein gutes Gefühl habe, wenn sie meine Gedanken mitlesen können.

Natürlich können all diese Datensammlerseiten auch gehackt werden, aber darf man dann überhaupt noch im Internet unterwegs sein, wenn man überall bedenken hat?

Ich erwähnte schon, dass ich das Internet aktiv nutze. Ich beschaffe mir Informationen, kaufe Konzertickets, Bücher und auch Geschenke via Netz, ich veröffentliche Texte und Bilder auf Webseiten und Blogs – und manch einer hält mich für bodenlos leichtsinnig.  Mein Schwager schickt mir nur im höchsten Notfall und ungern Mails, seit ich mein Mailkonto bei Google habe. Mag sein, dass er zum Teil mit seinen Vorbehalten Recht hat – ich gehe davon aus, dass ich nichts zu verbergen habe und – bisher muss ich sagen, habe ich noch keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht.
Für die Abmahnung, die mir vor einem Jahr ins Haus flatterte, kann man mich nicht verantwortlich machen, da wir genau zu diesem Zeitpunkt, nachweislich verreist waren.

Ansonsten waren die Gefahren, die außerhalb des virtuellen Netzes , im wirklichen Leben lauerten, bisher viel größer und darum bin ich trotz aller Bedenken und einer gesunden Skepsis doch dafür, die vielen Möglichkeiten zu nutzen, die uns die Internetwelt bietet.
Verantwortungsbewusst und sorgfältig damit umzugehen, dass ist es vielleicht, was der eine oder andere noch üben muss und die Fallen in die man tappt, stellt man sich oft genug auch selbst.

So markiere ich niemals auf meinen Fotos namentlich die Leute, sofern überhaupt welche darauf zu erkennen sind und die Funktion mich irgendwo zu markieren habe ich gesperrt.

Skepsis finde ich angebracht, für Schwarzseherei sehe ich aber keinen Grund.

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Die letzten Monate ist einiges in mir in Bewegung geraten. Habe ich mich verändert? Vielleicht erschließe ich mir nur einen neuen Weg. Meinen Weg.

Anlass war vielleicht ein zunehmendes Gefühl von Gehetzt-sein. Jahrelang habe ich mich auf allen Gebieten für alles eingesetzt und engagiert, was mir notwendig und wichtig erschien. Dazu gehörten sowohl Menschen als auch Projekte. Und in dem Bestreben etwas zum Positiven zu verändern, habe ich meine eigenen Bedürfnisse  oft hintenan gestellt. Ich habe Zeit und auch anderes investiert, das mir manchmal für meine alltäglichen Pflichten dann fehlte, was mir ein schlechtes Gewissen verursachte und Stück für Stück Druck aufbaute. Ich wollte es allen recht machen und vor allem wollte ich nicht wegschauen, wo es notwendig war hinzuschauen.
Im Prinzip halte ich das immer noch so und doch habe ich losgelassen.

Endlich! Ich kann loslassen. Noch nicht immer und auch noch mit Schwierigkeiten, aber ich mache Fortschritte.

Wenn ich mich für politische Veränderungen einsetze, dann nur noch im Rahmen meiner zeitlichen Möglichkeiten und ohne mir Termine aufzuhäufen, die mir jeden eigenen Freiraum nehmen.
Meine Ansichten über eine chancengerechtere und zeitgemäße Schule haben sich nicht geändert, aber die Mehrheit hat sich – leider – für die Fortsetzung eines überholten Schulsystems entschieden. Dann ist das so.  Ich finde mich damit ab, ohne dabei ein Desinteresse an der Schullandschaft zu entwickeln. Ich kämpfe nur nicht mehr. Vorerst. Weil es mich persönlich mehr belasten würde, immer wieder gegen Wände zu rennen. Ich bin für die Entscheidung – welche Bildung wir brauchen – nicht verantwortlich. Das habe ich gelernt und das ist ein großer Schritt.

Menschen. Freunde. Für sie da zu sein, wenn sie Hilfe brauchen, liegt mir immer noch am Herzen. Aber auch da war die wichtigste Erkenntnis – ich bin nicht für das Unglück anderer verantwortlich. Das muss ich mir immer noch mal wieder vorsagen, um es zu verinnerlichen. Viele Jahre habe ich jegliche Probleme meiner Umwelt zu meinen eigenen gemacht und mich dabei auch in allerlei Umstände verstrickt, um sie zu lösen. Die Not mir nahe stehender Menschen hat mich von morgens bis abends umgetrieben und auch das verursachte ein Gefühl des Gehetzt-seins, das ich aber lange nicht wahrgenommen habe.
Auch hier ist mir klar geworden, bei aller Anstrengung, die ich auch unternehme, kann ich das Leben anderer nicht zum Besseren verändern. Kurzfristige Unterstützung und Mitgefühl gehören zu einem Zusammenleben mit mir nahe stehenden Menschen dazu, aber letztendlich kann jeder nur seine eigenen Probleme auch selbst aus der Welt schaffen, man kann es anderen nicht aus der Hand nehmen. Verantwortlich ist jeder für sich selbst. Jeden Tag aufs Neue.

So bin auch ich allein verantwortlich dafür, dass ich zunehmend unter Druck geriet und nicht mehr alles bewältigen konnte, was an vermeintlich notwendigen Aktivitäten auf mich einstürmte und darum kann auch nur ich etwas daran ändern. Meine eigene Verantwortung kann ich von der anderer besser trennen.

Diese Erkenntnis hilft mir sehr, wenn es darum geht – zukünftig öfter mal – nein zu sagen.

Ich kann seit einigen Monaten besser schlafen. Ich habe mehr Zeit für meine alltäglichen Pflichten und meine freiberufliche Tätigkeit – immer noch zu wenig, um wirklich auf dem Laufenden zu sein, aber ich sehe kleine Fortschritte.  Ich nehme  mir manchmal die Zeit mitten am Tag zu lesen. Immer noch zu wenig, aber immerhin.
Ich schreibe nur, wenn ich Lust dazu habe und ich bin ruhiger geworden.
Ich lasse mich noch immer von meinem Herzen leiten, aber ich achte sorgfältiger darauf, dass nicht ausnutzen zu lassen. Ich springe nicht sofort, wenn jemand ruft, sondern nur, wenn es für mich  im Rahmen des Möglichen ist und ich ein ehrliches Gefühl dabei habe.
Und ich engagiere mich eher für etwas oder jemanden, wenn die Verantwortlichen das selbst auch tun. Ich habe gelernt nicht mehr jedem alles abzunehmen.

Mag ich auch auf andere oft wie ein Ruhepol gewirkt haben, so hatte ich doch meine innere Ruhe schon vor längerer Zeit verloren.

Mag es auch egoistisch klingen, so beanspruche ich für eine Weile eine engagierte Pause – für mich, damit ich mich auf lange Sicht wieder einsetzen kann. In Maßen!

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Die letzten Wochen, man kann fast sagen Monate, waren ereignisreich und ausgefüllt.

Zwar wirft der Ausgang des Volksentscheides um die Schulreform einen Schatten auf die Ereignisse und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass das soziale Klima hier weiter kippen wird und die Jugendkriminalität in gleichem Maße zunehmen wird, wie die Perspektivlosigkeit, in die wir einen Teil der Jugendlichen fallen lassen.

Der Mittelpunkt meines Lebens drehte sich aber in den letzten Wochen auch um höchstpersönliche Angelegenheiten.

So feierten wir Ende Mai silberne Hochzeit und jetzt sechs Wochen später meinen 50. Geburtstag. Beide Feiern inmitten eines großen Freundeskreises, wobei der Urlaub dann allerdings dieses Jahr ins Wasser fällt, weil alles nun einmal nicht möglich ist.
Aber es war genau das, was diese besondere Feste zu Glanzpunkten gemacht hat, an die ich nun noch lange gern zurückdenken werde.

Menschen die sich Zeit nehmen, die sich freuen mit mir (uns) zu feiern, die dafür teilweise auch eigene Planungen gut organisieren mussten, denn der Geburtstag fiel ja mitten in die Sommerferien und somit in die Urlaubszeit.
Trotzdem waren die meisten da und haben mir gezeigt, dass sie gerne gekommen sind – meinetwegen.

So konnte eine Familie erst einen Tag später als geplant in den Urlaub starten – und doch war es ihnen das wert, an meinem runden Geburtstag bei mir zu sein.
Ein Freund nahm am folgenden Tag beim Triathlon teil und konnte nur ein paar Stunden kommen, aber immerhin, auch andere machten es möglich.

Und man merkte ihnen allen die Freude mit uns zu feiern, an. Gewünscht habe ich mir nichts, weil mir nicht so viel einfallen wollte und so haben alle selbst mitgedacht und es ist eine hübsche Mischung aus vielen schönen Dingen zusammen gekommen, die davon zeugen, dass sie alle Gedanken gemacht haben.
Unter anderem eine wunderschöne blau-weiße Kuscheldecke mit maritimen Motiven für kühlere Herbststunden im Strandkorb.

Der Ingenieur war schriftstellerisch aktiv geworden und hatte einen Lebenslauf von mir zusammengefasst, in dem alle Wegbegleiter vorkamen, die kommen konnten und mir wichtig sind.
Und die besten Freunde waren auch wieder rührig und haben seit Wochen an einer Überraschung gebastelt, die sehr gelungen war.
Meiner Radiomanie gewidmet wurde eigens für mich ein Radiosender aus dem Boden gestampft.  Sie hatten an alles gedacht. Rote Lampe, Mikrofon, immer die passende Jingleuntermalung, gab es passgenaue Nachrichten für mich, es folgte ein Wetterbericht, Verkehr und Werbung, wie sich das für einen Radiosender gehört.
Dann kam ein Musikquiz, bei dem ich die Kandidatin war und zwölf Titel am ersten Ton erkennen sollte. Bei 8  ist es mir gelungen – allerdings hatte ich fleißige Hilfe aus dem Publikum.
Die Grüße und Musikwünsche steuerten dann noch auf einen besonderen Höhepunkt hin, der in einer Videobotschaft mündete, die von Marzel und Stephan,  zwei Hamburger Programmdirektoren kam, mit denen ich seit vielen Jahren in Kontakt stehe.
Die Begeisterung und Liebe, mit der sie alles vorbereitet hatten und die Bereitschaft auch im Sender selbst hat mich mit großem Glück erfüllt.

Ich schreibe ja seit einigen Monaten ein „Glückstagebuch“ und darin kommen alles Begebenheiten, die ich unter GLÜCK ablege und ich stelle immer wieder fest, das Glücksmomente bei mir immer an Erlebnisse mit anderen Menschen gekoppelt sind. Das passt auch zu meinem Lebensmotto, in dem vor allem die Menschen selbst eine große Rolle spielen.

So hatte ich mir an meinem eigentlichen Geburtstag, der mitten in der Woche stattfand, einige Frauen zum Frühstück eingeladen, damit ich auch an diesem Tag nicht allein bin und das war ein wunderschöner Vormittag – den habe ich mir selbst geschenkt. Man muss sich immer auch selbst um sein Glück kümmern. Aktiv sein, statt auszuharren, ob andere etwas tun.

Ich habe einen guten Weg gefunden, das Leben von der guten Seite zu sehen und zu erleben. Die Freunde an meiner Seite, auf die ich mich verlassen kann, die halten was sie versprechen und das Leben in gewisser Weise mit mir teilen, sind ein fester Pfeiler auf diesem Weg. So bewunderte dann auch eine Schulkollegen aus Jugendtagen den Kreis den ich mir da aufgebaut habe. Und ja, ich bin stolz auf all diese Menschen und ihre Zuneigung und ich habe inzwischen gelernt, die Spreu vom Weizen zu trennen. Freundschaft funktioniert nur von zwei Seiten und das sind wunderbare Geschenke im Leben, die man pflegen und um die man sich kümmern muss.

Für die, die das gerne tun, bin ich dankbar. Sie sind meine Glücksschmiede.

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Heute ist es ein Jahr her, dass Alf uns verließ. Ein langes und gleichzeitig auch kurzes Jahr. Ich habe ihn oft in meiner Nähe gespürt, wurde durch viele kleine Begebenheiten immer wieder an ihn erinnert und habe doch auch einen neuen – meinen – Weg gefunden.

Ich vermisse ihn nach wie vor, würde gerne vieles mit ihm teilen, seine Meinung hören, mich bei ihm ausruhen, aber es ist auch etwas Neues entstanden. Ein Gefühl der Dankbarkeit, dass es ihn gab und dass er mir soooo viel hinterlassen hat. Briefe, Geschichten, Dinge, die ich von ihm gelernt habe, Musikstücke die unverrückbar mit ihm verbunden sind.
Im Internet erinnern sich heute viele Freunde an ihn, jeder trägt diesen Tag in sich und die Zeit, die ihm vorausging – der Faden ist nicht gerissen. Mich bringt das mehr aus der Fassung als ich für möglich gehalten hatte. Eigentlich wollte ich diesen Tag heute in Cuxhaven verbringen – aber gesundheitliche Eskapaden halten mich nun doch zu Haus.

Unvergessen.

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Wenn die Nonnen singen in den Klostern, dann ist Ostern, dann ist Ostern – pflegte mein Vater zu Lebzeiten immer zu sagen und er war überzeugter Atheist. 🙂

An manche Redensarten erinnert man sich ewig, sie halten uns die Toten lebendig. Ich denke in den letzten Tagen viel an meinen Vater, ebenso wie an den Weltenbummler, was mit daran liegen mag, dass wir diese Woche den Vater einer sehr guten Freundin beerdigt haben.  Auch oder gerade weil ich da selbst nicht so nah betroffen bin,  hatte ich meine eigenen Gedanken, die sich nicht verdrängen ließen.

Aber Ostern ist für mich vor allem auch ein Fest voller Freude und Farben, Frühling und neuem Leben. Vielleicht deshalb habe ich mir in diesem Jahr so viel vorgenommen. Gestern gab es bereits das große Osterfesttagsessen für die Familie, heute sind Freunde eingeladen, wir zünden den Feuerkorb und viele Fackeln im Garten an und natürlich muss endlich angegrillt werden ;-). Nachdem es im letzten Jahr ein kleines Desaster gab, da hier im Stadtteil die großen traditionellen Osterfeuer abgesagt wurden und dieses Jahr noch weniger stattfindet, – dachte ich mir, selbst ist die Frau, das können wir doch auch alleine.  Einige Freunde haben sich schon angesagt, der Garten wird voll werden und ich freu mich drauf. Glühwein und Würstchen sind reichlich vorhanden.

Morgen großer Osterbrunch mit der Familie, ich hoffe,  ich komme pünktlich aus dem Bett, sie haben sich „gefärbte“ Eier gewünscht. Das ganze Jahr über isst hier kein Mensch Eier, aber als ich fragte, was sie Ostern wollen und ob sie denn bunte Eier wollen, leuchteten die Augen der „großen“ Kinder auf „Jaaaaaa, natürlich – bunte Eier“.  Und noch jede Menge andere Leckereien. Mittagessen fällt dann aus, damit nachmittags, wenn die Großeltern kommen, alle wieder Sahnetorte mögen ;-).
Und abends dann – Füße hoch. Yihaa, das wird auch schön.

Ostermontag hab ich mir frei genommen, muss unbedingt in die City zum Finale des Osterhitmarathons von Radio Hamburg. Vielleicht bin ich ja ein bisschen verrückt, aber auch nach all den Jahren, bewegt es mich noch und ich freu mich, dass es so ist. Jedem seine Macke, gell? 🙂

Ah – und als kleinen Farbtupfer,  – einen Blick in meinen Garten.


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Entlassungsjahrgang 1977! Ist also schon ne Weile her, dass wir gemeinsam die Schulbank gedrückt haben. Und doch gibt es immer noch Verbindungen, viele Erinnerungen und Geschichten, die wir von Zeit zu Zeit wieder aufleben lassen.

Die Klassengemeinschaft damals war schon etwas Besonderes und wir haben seither eine ganze Reihe von Klassentreffen gehabt. Leider sind dabei auch einige verloren gegangen, durch Stayfriends sollen jetzt aber die Möglichkeiten ausgelotet werden, den einen oder anderen wieder „einzusammeln“.

Vor vier Wochen erreichte mich nun eine Einladung zum 50. Geburtstag einer dieser Klassenkameradinnen, die ich mit Neugier, Freude und Unsicherheit aufnahm.
Wer würde wohl noch kommen? Wie kommt man zurecht auf einer Feier, wo man sonst niemanden kennt?
Es dauerte nicht lange, da erreichte mich eine Notiz über Stayfriends, ebenfalls über eine eingeladene Schulkameradin. So waren wir schon zu zweit und wussten, dass sich noch mehr angesagt hatten.
Als ich auf Wunsch des Geburtstagskindes am Samstagmittag meinen Nudelsalat durchrührte, war die Renaissance perfekt, damit bin ich vor 30 Jahren auch zu meinen Partys aufgebrochen und musste leise lachen, als ich mit der Schüssel im Arm das Haus verließ.

Wir waren schließlich zu sechst und auch wenn man nicht zu jedem den gleichen Draht hat, so war es eine bunt gemischte Truppe und eine besondere Atmosphäre ohne Partner mit den alten Schulgesichtern zusammen zu sitzen, die man immer noch so wahrnimmt, wie man sie früher kannte.
Wir erinnerten uns an die damals noch angesagten „Klassenfeten“, die immer von uns gefordert wurden, obwohl die Tanzfläche dann meist leer blieb und sich die Jungen in der einen Ecke und die Mädels in der anderen drängelten, dazwischen dröhnende Discomusik, die schließlich zumindest die Mädels anlockte. Es ging wohl vor allem darum, sich zu „präsentieren“ und cool zu fühlen, wie man heute sagt.
Wir mussten lachen bei diesen Erinnerungen und ich habe obendrein noch dafür gesorgt, das Weltbild eines Schulkameraden zu zerstören, indem ich schilderte, wie genau das mit dem Schummeln funktionierte, was er mir erst im dritten Anlauf glauben wollte. „Du hast geschummelt? Nee“.  Sein ungläubiger Gesichtsausdruck brachte wieder alle zum Lachen.

War ein schöner Abend und es wurde schon reihum gemunkelt, wer denn demnächst 50 wird und auch einladen will.  Manche möchte man auch gar nicht einladen und bei anderen möchte man nicht eingeladen werden, da ich wohl als Nächste an der Reihe bin, werde ich mit Fingerspitzengefühl die richtige Wahl treffen müssen, denn ganz ohne die R-10b-Connection möchte ich auch nicht feiern. 😉

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