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Archive for the ‘Frühling’ Category

Wenn die Nonnen singen in den Klostern, dann ist Ostern, dann ist Ostern – pflegte mein Vater zu Lebzeiten immer zu sagen und er war überzeugter Atheist. 🙂

An manche Redensarten erinnert man sich ewig, sie halten uns die Toten lebendig. Ich denke in den letzten Tagen viel an meinen Vater, ebenso wie an den Weltenbummler, was mit daran liegen mag, dass wir diese Woche den Vater einer sehr guten Freundin beerdigt haben.  Auch oder gerade weil ich da selbst nicht so nah betroffen bin,  hatte ich meine eigenen Gedanken, die sich nicht verdrängen ließen.

Aber Ostern ist für mich vor allem auch ein Fest voller Freude und Farben, Frühling und neuem Leben. Vielleicht deshalb habe ich mir in diesem Jahr so viel vorgenommen. Gestern gab es bereits das große Osterfesttagsessen für die Familie, heute sind Freunde eingeladen, wir zünden den Feuerkorb und viele Fackeln im Garten an und natürlich muss endlich angegrillt werden ;-). Nachdem es im letzten Jahr ein kleines Desaster gab, da hier im Stadtteil die großen traditionellen Osterfeuer abgesagt wurden und dieses Jahr noch weniger stattfindet, – dachte ich mir, selbst ist die Frau, das können wir doch auch alleine.  Einige Freunde haben sich schon angesagt, der Garten wird voll werden und ich freu mich drauf. Glühwein und Würstchen sind reichlich vorhanden.

Morgen großer Osterbrunch mit der Familie, ich hoffe,  ich komme pünktlich aus dem Bett, sie haben sich „gefärbte“ Eier gewünscht. Das ganze Jahr über isst hier kein Mensch Eier, aber als ich fragte, was sie Ostern wollen und ob sie denn bunte Eier wollen, leuchteten die Augen der „großen“ Kinder auf „Jaaaaaa, natürlich – bunte Eier“.  Und noch jede Menge andere Leckereien. Mittagessen fällt dann aus, damit nachmittags, wenn die Großeltern kommen, alle wieder Sahnetorte mögen ;-).
Und abends dann – Füße hoch. Yihaa, das wird auch schön.

Ostermontag hab ich mir frei genommen, muss unbedingt in die City zum Finale des Osterhitmarathons von Radio Hamburg. Vielleicht bin ich ja ein bisschen verrückt, aber auch nach all den Jahren, bewegt es mich noch und ich freu mich, dass es so ist. Jedem seine Macke, gell? 🙂

Ah – und als kleinen Farbtupfer,  – einen Blick in meinen Garten.


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Frühlingslust

Nach diesem langen Winter macht die Entdeckung des Frühlings besondere Lust.

Täglich schaue ich in den Garten, wie weit die Knospen schon aus dem Boden schauen und hätte ich mehr Zeit, hätte ich wohl auch schon die ersten Pflanzaktionen gestartet, aber trotz einer gewissen Sehnsucht nach bunter Blütenpracht, bin ich was die Gärtnerei angeht doch eher ein „Spätzünder“.

Es gibt auch so vieles wieder neu zu entdecken. Ganz alltägliches. Gestern habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr die Wäsche wieder auf der Terrasse getrocknet. Das Aufhängen hat richtig Spaß gemacht und die trockene Wäsche richtig so wunderbar, wenn sie in der Sonne getrocknet ist.
Heute waren wir dann nach laaanger Winterpause endlich wieder in der Heide zum Walken. Die Kondition ist schlecht, aber ich werde jetzt daran arbeiten. Ich bin geradezu erschrocken, wie steif ich in den letzten Monaten geworden bin, nur weil ich zu wenig an der frischen Luft war, viel Auto gefahren bin und immer nur kurze Wege absolviert habe.  Nun gibt es viel zu tun, um die Muskeln aus dem Winterschlaf zu schütteln und neu zu aktivieren.
Von nun an werden wir also hoffentlich wieder 2 x wöchentlich eine Stunde laufen und dann mal sehen, ob ich wieder in Schwung komme.

Die dritte Frühlingsfreude steht seit gestern im Schuppen. Ich habe ein neues Fahrrad!!!
Mein altes hab ich mir ja im vergangenen Oktober klauen lassen, weil ich Naivchen dachte, wenn das Rad in meinem Garten steht, weiß jeder, dass es mir gehört und ich brauche es nicht mehr anschließen 😮  .  Eines Abends hat sich dann aber doch einer ums Haus geschlichen. Ich war auch deshalb erstaunt, weil man das Rad von der Straße gar nicht sehen konnte. Da klärte mich der Ingenieur aber eines besseren auf. „Du kannst es nicht sehen, weil Du nicht über die Hecke schauen kannst. Die meisten anderen Leute können das aber“.  Hm, da hab ich also wohl deutlich zu kurz gedacht. 😉

Jedenfalls habe ich die Winterpause dazu genutzt fleißig zu sparen und jetzt habe ich ein nigelnagelneues silbernes 7-Gang Fahrrad und bin heute zum ersten Mal damit gekurvt. Abgesehen davon, dass ich keine Kondition habe, hat es total Spaß gemacht und ich freue mich auf viele Fahrradtouren (die ja nicht gleich 30 km weit sein müssen 😉 ).

Und Donnerstag oder Freitag werde ich Pflanzen besorgen.

So gibt es jeden Tag etwas Neues zu entdecken. Das Eiscafe lockt auch schon wieder…

Ist das nicht toll, dass die Jahreszeiten immer wieder kommen und doch jedes Jahr aufs neue abwechslungsreich und spannend sind? Ich freue mich auf so viele kleine Dinge und plane als nächstes ein kleines Osterfeuer im Feuerkorb bei uns im Garten … da es ja die traditionellen hier im Stadtteil nicht mehr gibt….

Ich wünsche allen Lesern frühlingshafte Entdeckungstouren.

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Nicht wundern, wenn hier grad nicht viel passiert.

1. Ich genieße meinen Garten und diese wunderbare Frühlingsluft. Unser alter Fliederbaum steht in voller Blüte, alles duftet und man kann noch im Liegestuhl liegen, ohne dass die Sonne zu sehr brennt. Die Vögel zwitschern und alles ist friedlich. Ich genieße das sehr.100_5988

Gestern abend haben wir zum ersten Mal am Gartenlagerfeuer gesessen. Das gesammelte Holz vom Vorjahr ist endlich trocken genug, dass es nicht mehr nur qualmt, sondern auch brennt. 🙂

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Heute abend wird gegrillt, ohne viel Aufwand, nur ein paar Würstchen, ich hab schon Nudelsalat gemacht, weil der letzte Woche so lecker war. Diesmal „nur“ für zwei Personen, das ist noch ungewohnt, aber auch okay.  🙂

2. Nebenbei habe ich 100 Gedanken im Kopf, die sortiert werden wollen. In drei Wochen wird der Ingenieur 50 und wir haben zwar viele Einladungen verschickt, aber noch nicht einen Handschlag geplant oder vorbereitet.

3. Ich bin mal wieder ständig müde und schlapp, was mich daran erinnert, dass ich wieder die Eisentabletten nicht genommen habe. Seufz. Das ich mich immer erst schlecht fühlen muss, bevor ich reagiere – dumm ist das, richtig dumm. Vielleicht liegt es ja auch nicht daran, aber anders kann ich es mir nicht erklären, man kann doch nicht schon morgens gähnen, mittags im Stuhl einschlafen und ab 22 Uhr keinen klaren Gedanken mehr fassen können, ganz so, ohne Grund.

Ich schleich mich also wieder auf den Liegestuhl oder Sofa und wünsch Euch einen schönen Samstag. Irgendwann muss ich ja mal wieder ausgeschlafen haben.  🙂

Sonst ist alles gut in HH.

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Ostern ist für mich das schönste Frühlingsfest. Ich freue mich an den Farben in Garten und Haus, dem Licht, der schönen Luft und den viiiiiielen Leckereien. Das Frühstück ist der Höhepunkt und der einzige Tag im Jahr an dem ich darauf bestehe, dass die ganze Familie so aufsteht, dass wir gemeinsam frühstücken können. So etwa gegen 10 Uhr. Mal sehen obs auch in diesem Jahr klappt. 103_5940

Seid lieb zueinander und macht alles was schön ist und bis ins Herz dringt. 🙂

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Für eine Weile waren wir heute quasi heimatlos.

Feiertage haben ja oft bestimmte Rituale, die in jeder Familie anders sein mögen, aber untrennbar mit dem Fest verbunden sind. 103_5923
Bei uns – bzw. in Norddeutschland lange Tradition haben zu Ostern die Osterfeuer, die am Samstagabend überall in Stadt und Land abgebrannt werden. Oft von der Freiwilligen Feuerwehr oder dem Schützenverein organisiert brennt es an der Elb – ab- und aufwärts, aber auch auf jeder Wiese und freiem Feld wird der Winter endgültig verjagt und die Menschen stehen drumherum, schauen ins Feuer, treffen sich mit Freunden. Diese Lagerfeueratmosphäre ist genau die richtige Einstimmung auf die Festtage.
Sogar die evangelische Kirche, die keine Scheu hat, sich Trends anzupassen, hat den ursprünglich heidnischen Brauch zu einer Tugend gemacht und trägt das Feuer vielerorts in die Kirche zur Osternacht.

Seit wir denken können, treffen wir uns mit Freunden, Nachbarn und Bekannten an einem großen Feuer, am Rande der Siedlung, wo sich der ganze Stadtteil trifft und so schon einige Hundert Menschen zusammen kommen.

Nicht so in diesem Jahr. Schon seit Tagen kursierten Gerüchte, das Feuer sei abgesagt und die wildesten Geschichten machten die Runde. Wir wollten es dennoch nicht glauben und fuhren bis heute nachmittag immer wieder vorbei, ob sich nicht doch etwas tat. – Fehlanzeige.

Ostern ohne Feuer? Geht garrrr nicht! Also machten wir uns auf die Suche nach einem neuen Standort.
Wir fuhren mit Freunden in das Nachbardorf in Neuenfelde, wo wir nicht nur ein Feuer, sowie Wurst und Bierstand fanden, sondern auch Musik von der Feuerwehrkapelle und dem Spielmannzug zu hören bekamen.
Was fehlte waren bekannte Gesichter und angesichts der Dorfatmosphäre trauten wir uns nicht recht unsere selbst mitgebrachten Vorräte auszupacken.103_5921

Die Sonnensterntochter wollte mit Freunden in die Heide nach Fischbek. Eigentlich auch ein „geht gar nicht“, dass wir nicht alle zusammen gehen, aber man muss die Jugend ja laufen lassen. Seufz.
Ich fragte dann im Laufe des Abends mal nach und erfuhr, dass der Student nicht dabei war, der wäre auch nicht zu Hause.

Hm. Das machte mich stutzig und auch auf dem Handy war er nicht erreichbar. Seine Liebe ist auf Wochenendfahrt und ich als Oberglucke scharrte unruhig mit dem Fuß im Sand.

So machten wir uns auf zum Feuer nach Fischbek. Man muss sich schließlich schlau machen, wo wir im nächsten Jahr am ehesten einen neuen „Feuerplatz“ finden, auf dem wir heimisch werden können.
Mittlerweile kam auch ein Lebenszeichen vom Studenten. Er war den Spuren seiner Schwester gefolgt, bzw. voraus geeilt, sie war noch gar nicht unterwegs, da lief er schon allein durch die Heide. Es wurde immer dunkler, der Wald dichter, der Weg unbekannter und einsamer und er irrte mehr als eine Stunde über Stock und Stein.
Gut das ich davon nichts ahnte. War sicher kein Vergnügen. Er traf dann eine Gruppe anderer Jugendlicher – überwiegend Türken. In der Dunkelheit. Sie tauschten sich aus und waren wie er auf der Suche nach einem Feuer, ebenfalls aus unserem Stadtteil abgewandert. Man begrüßte sich als gemeinsam heimatlos, packte im Wald die Vorräte aus, sie tranken auf die unverhoffte Bekanntschaft und suchten dann gemeinsam weiter. Irgendwann kam er am Feuer an, seine Schwester war mitterweile auch eingetrudelt, – nun mussten nur noch wir eingesammelt werden.
Also waren wieder alle in Bewegung. Irgendwann so gegen 22 Uhr feierten wir mit einer Flasche Ouzo und anderen Flüssigkeiten die wundersame Familienzusammenführung am Feuer. 103_59311103_5933

Spannend war es in jedem Fall, aber im nächsten Jahr muss das wieder anders werden. Wir denken über eine Demonstration nach, für das Wiederbeleben unseres eigenen Feuers im Stadtteil.

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Dombummel

herzHeute war das richtige Wetter für einen Bummel über den Hamburger Dom. Das wollte ich schon lange mal machen, ganz alleine und in Ruhe herum spazieren, Farben und Gerüche aufnehmen, schlecken und Fotos schießen. Heute habe ich meinen Hintern endlich hochbekommen, nachdem ich zuvor einiges an Arbeit erledigt habe. 😉

Bei herrlichem Sonnenschein war sogar noch die Sommerjacke zu warm und ich habe sie die halbe Zeit über dem Arm getragen.

Da ich es nicht gern schnell und gefährlich mag, meide ich die Fahrgeschäfte und schaue nur. dom-karusell

Leckereien dagegen  müssen sein!

dom-leckerHabe ich schon mal von dem Schützenfesteis erzählt (so nenne ich es immer). Ich akzeptiere nicht jeden Stand, sondern suche so lange, bis ich den richtigen gefunden habe.  Das Eis ist ganz cremig und weich und sahnig und wird auf jeden Fall mit einem Löffel aus den Töpfen geschöpft und auf die Waffel gestrichen. Das ist Pflicht bei jedem Bummel.
Ebenso wie die glasierten Weintrauben – wo ich Weintrauben ja sonst kaum esse, aber das muss sein.
Ein Slush-Chemie-Eis, weil ich was frisches brauchte und ein Burgunderschinken, der besser ohne Brötchen schmeckte :-).

Und dann ging es ins Riesenrad! Jaha, ich war heute tapfer.

101_5870101_5874Und dann ging es in die Luft, um von oben einen Blick auf Dom und Stadt zu werfen. Ein wenig mulmig war mir schon, obwohl die Gondeln ja groß und geräumig sind und ganz langsam fahren. Aber hin und wieder schaukeln sie eben auch und dann ist da ja noch der Blick aus der Höhe, der mir nie so ganz geheuer ist.
Aber es hat sich gelohnt. 101_5884101_5887101_58861101_5888

Das der Tag so schön werden würde, habe ich heute morgen gehofft, aber noch nicht wissen können. Was so ein paar Stunden Sonnenschein doch ausmachen.

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Frühes Ostern

101_5845Ich habe heute ein Osterpaket bekommen – ganz überraschend und sensationell. Ich wusste bisher nicht, dass man gekochte Eier so lose in einem Paket verschicken kann 😉 und essbares Ostergras kannte ich bisher auch nicht und hab das erstmal ganz skeptisch von allen Seiten beguckt.

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Über einen Teebeutel hab ich so lachen müssen. Als wir neulich auf Rügen waren, hatte unser Freund Tee bestellt und als er den Teebeutel aus der Tasse zog, brach ich in Begeisterungsrufe über „diesen wunderschönen Teebeutel“ aus.  Er sah mich irritiert an, wie Männer das zuweilen tun, wenn sie nichts begreifen, grinste und meinte,  „soll ich Dir den schenken – möchtest Du diesen benutzten Teebeutel mitnehmen?“ Natürlich nicht! Mann, nicht so nass und labschig, ich hab nur dieses Material so bewundert.
Und just von so einem Teebeutel sind auch einige im Paket – hach, das Leben kann schön sein.  🙂

Dankeschön! 🙂

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