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Archive for the ‘Geburtstag’ Category

Man kennt das ja. Eine Geburtstagseinladung bei guten Freunden. Im allgemeinen Terminkalenderstress eine willkommene Gelegenheit alle mal wieder zu sehen und gemeinsam einen netten Abend zu verbringen. Da möchte man dem Geburtstagskind natürlich auch eine Freude machen. Nur was?

Es soll ja etwas Schönes sein. Bestenfalls ausgefallen. Geschmackvoll. Kreativ vielleicht oder neuartig. Bücher, Musik oder BlueRays? Alles schon da gewesen und wie trifft man da genau den Geschmack der Gastgeber? – doppelt soll es ja auch nicht sein. Deko gibt es viele schöne Dinge…. noch mehr davon haben alle bereits zu Hause rumstehen.
Also fragt man das Geburtstagskind lieber rechtzeitig nach einem Wunsch und erntet …. Ratlosigkeit.
7 Paare einladen ist nicht schwer. Aber 7 Wünsche … die nicht zu klein und nicht zu groß ausfallen sollen?

Alternativ könnte man sich im Freundeskreis absprechen künftig ganz auf Geschenke zu verzichten.

Wir hatten da eine andere Idee – besser gesagt unser Jugendfreund machte den Anfang.

Seit drei Jahren schenken wir uns gegenseitig gemeinsame Ausflüge. Das Geburtstagskind muss sich um nichts kümmern. Wird abgeholt und nach Hause gebracht, alles ist organisiert und die besten Freunde sind mit von der Partie.
So waren wir schon Brunchen, Bowlen, im Planetarium, zur Slot-Car Bahn, Sandmalereishow, auf Hafenrundfahrt und in Cocktailbars oder im Portugiesenviertel schlemmen.
Vielfach Örtlichkeiten die wir zuvor noch gar nicht kannten. Und es waren jedesmal wundervolle Abende.

Im Vorfeld hat man natürlich einige Mühe. Man muss sich kreativ auf Ideensuche machen, dabei über die zu beschenkende Person nachdenken – was passt zu ihr, was würde ihr gefallen, ist es bezahlbar. So wie man es eigentlich immer machen sollte, wenn man etwas verschenkt.
Und gleichzeitig haben wir nun immer Termine in unseren Kalender stehen, zusammen mit unseren Freunden, denn irgendeiner hat ja immer Geburtstag :-).

Und der Kreis derer die mitgenommen werden, wird immer größer. Nächsten Samstag ist es mal wieder soweit. Dann starten wir schon als richtige Gruppe. Zuerst zum Schlagermove – ergänzte sich spontan zum eigentlichen Geschenk und wenn es terminlich so passt, kann man das ja mitnehmen. Anschließend geht es zum Stuttgarter Weinfest. Tisch ist bestellt.

Und alle freuen sich! Das ist das tollste daran.

Und ich bin sehr, sehr glücklich und dankbar für diese wundervollen Freunde, die uns zum Teil schon seit unserer Kindheit begleiten.

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Seit nun mehr 15 Jahren ist dieses Datum ein besonders für mich, eins, dass man sich merkt und nie vergisst. Am 23. Mai 1969 wurde Alfred geboren, da ging ich schon zur Schule, in die zweite Klasse glaube ich. Kennen gelernt und Brieffreundschaft geschlossen haben wir 1996 und ich habe ihm in diesem ersten Jahr, dass ein besonders schweres für ihn war, ein Lebenslicht geschickt, das Musik spielt, wenn man es anzündet. Nur hörte dieses Lied nicht wieder auf zu spielen, auch nach dem Auspusten. Es spielte und spielte und spielte – ich glaube 2 Tage lang, wie ich einem Brief entnehmen konnte. Damit hatte ich mich ja schon mal wunderbar eingebrannt ;-).

Es folgten viele weitere Geburtstage, heitere und stillere, manchmal waren wir uns nah, dann hatten wir uns aus den Augen verloren, aber spätestens an Deinem Geburtstag hast Du von mir gehört und ich habe an Dich gedacht und auf Dich angestoßen.

Ein Geburtstag den ich in ganz besonders schöner Erinnerung habe war Dein 38. ter, als wir Dich bei ap mit einer speziellen Radio-Geburstags-Sendung überrascht haben. Aus allen Himmelsrichtungen kamen die Einspielungen, Gespräche, Ständchen und Beiträge und man hatte das Gefühl, alle säßen mit Dir zusammen in einem Raum.
Du hattest so viel Spaß daran und wir haben uns am nächsten Tag noch darüber unterhalten, Du warst noch immer ausgelassen und begeistert von dieser „Party“ und zum ersten Mal hast Du darüber nachgedacht im nächsten Jahr einmal richtig Geburtstag zu feiern, mit all Deinen Freunden. Die ganzen Jahre hattest Du das abgelehnt und Dir lag scheinbar nichts daran, aber dieser Geburtstag hat Dir Lust gemacht auf mehr.
Leider konntest Du das nur noch einmal ausprobieren. 2008 hast Du ausgiebig mit vielen Gästen aus nah und fern gefeiert. Leider war das auch Dein letzter Geburtstag.

Ich werde an diesem Tag auch weiterhin an Dich denken, jedes Jahr, vielleicht Robbie Williams hören oder in alten Briefen stöbern oder einfach nur still auf der Terrasse sitzen und aus dem Strandkorb heraus in den Himmel schauen. So fern – so nah.

Happy Birthday, so wie manche es heute sagen, kann ich so nicht nachempfinden. Ich bin weder ungewöhnlich traurig noch ausgesprochen fröhlich. Ich bin und fühle und bin dabei doch auch von innerer Ruhe ausgefüllt. Vielleicht sehen wir uns eines Tages wieder, dann ist immer noch Gelegenheit genug zum Gratulieren. Bis dahin alles Gute Unvergessener.

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Die letzten Wochen, man kann fast sagen Monate, waren ereignisreich und ausgefüllt.

Zwar wirft der Ausgang des Volksentscheides um die Schulreform einen Schatten auf die Ereignisse und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass das soziale Klima hier weiter kippen wird und die Jugendkriminalität in gleichem Maße zunehmen wird, wie die Perspektivlosigkeit, in die wir einen Teil der Jugendlichen fallen lassen.

Der Mittelpunkt meines Lebens drehte sich aber in den letzten Wochen auch um höchstpersönliche Angelegenheiten.

So feierten wir Ende Mai silberne Hochzeit und jetzt sechs Wochen später meinen 50. Geburtstag. Beide Feiern inmitten eines großen Freundeskreises, wobei der Urlaub dann allerdings dieses Jahr ins Wasser fällt, weil alles nun einmal nicht möglich ist.
Aber es war genau das, was diese besondere Feste zu Glanzpunkten gemacht hat, an die ich nun noch lange gern zurückdenken werde.

Menschen die sich Zeit nehmen, die sich freuen mit mir (uns) zu feiern, die dafür teilweise auch eigene Planungen gut organisieren mussten, denn der Geburtstag fiel ja mitten in die Sommerferien und somit in die Urlaubszeit.
Trotzdem waren die meisten da und haben mir gezeigt, dass sie gerne gekommen sind – meinetwegen.

So konnte eine Familie erst einen Tag später als geplant in den Urlaub starten – und doch war es ihnen das wert, an meinem runden Geburtstag bei mir zu sein.
Ein Freund nahm am folgenden Tag beim Triathlon teil und konnte nur ein paar Stunden kommen, aber immerhin, auch andere machten es möglich.

Und man merkte ihnen allen die Freude mit uns zu feiern, an. Gewünscht habe ich mir nichts, weil mir nicht so viel einfallen wollte und so haben alle selbst mitgedacht und es ist eine hübsche Mischung aus vielen schönen Dingen zusammen gekommen, die davon zeugen, dass sie alle Gedanken gemacht haben.
Unter anderem eine wunderschöne blau-weiße Kuscheldecke mit maritimen Motiven für kühlere Herbststunden im Strandkorb.

Der Ingenieur war schriftstellerisch aktiv geworden und hatte einen Lebenslauf von mir zusammengefasst, in dem alle Wegbegleiter vorkamen, die kommen konnten und mir wichtig sind.
Und die besten Freunde waren auch wieder rührig und haben seit Wochen an einer Überraschung gebastelt, die sehr gelungen war.
Meiner Radiomanie gewidmet wurde eigens für mich ein Radiosender aus dem Boden gestampft.  Sie hatten an alles gedacht. Rote Lampe, Mikrofon, immer die passende Jingleuntermalung, gab es passgenaue Nachrichten für mich, es folgte ein Wetterbericht, Verkehr und Werbung, wie sich das für einen Radiosender gehört.
Dann kam ein Musikquiz, bei dem ich die Kandidatin war und zwölf Titel am ersten Ton erkennen sollte. Bei 8  ist es mir gelungen – allerdings hatte ich fleißige Hilfe aus dem Publikum.
Die Grüße und Musikwünsche steuerten dann noch auf einen besonderen Höhepunkt hin, der in einer Videobotschaft mündete, die von Marzel und Stephan,  zwei Hamburger Programmdirektoren kam, mit denen ich seit vielen Jahren in Kontakt stehe.
Die Begeisterung und Liebe, mit der sie alles vorbereitet hatten und die Bereitschaft auch im Sender selbst hat mich mit großem Glück erfüllt.

Ich schreibe ja seit einigen Monaten ein „Glückstagebuch“ und darin kommen alles Begebenheiten, die ich unter GLÜCK ablege und ich stelle immer wieder fest, das Glücksmomente bei mir immer an Erlebnisse mit anderen Menschen gekoppelt sind. Das passt auch zu meinem Lebensmotto, in dem vor allem die Menschen selbst eine große Rolle spielen.

So hatte ich mir an meinem eigentlichen Geburtstag, der mitten in der Woche stattfand, einige Frauen zum Frühstück eingeladen, damit ich auch an diesem Tag nicht allein bin und das war ein wunderschöner Vormittag – den habe ich mir selbst geschenkt. Man muss sich immer auch selbst um sein Glück kümmern. Aktiv sein, statt auszuharren, ob andere etwas tun.

Ich habe einen guten Weg gefunden, das Leben von der guten Seite zu sehen und zu erleben. Die Freunde an meiner Seite, auf die ich mich verlassen kann, die halten was sie versprechen und das Leben in gewisser Weise mit mir teilen, sind ein fester Pfeiler auf diesem Weg. So bewunderte dann auch eine Schulkollegen aus Jugendtagen den Kreis den ich mir da aufgebaut habe. Und ja, ich bin stolz auf all diese Menschen und ihre Zuneigung und ich habe inzwischen gelernt, die Spreu vom Weizen zu trennen. Freundschaft funktioniert nur von zwei Seiten und das sind wunderbare Geschenke im Leben, die man pflegen und um die man sich kümmern muss.

Für die, die das gerne tun, bin ich dankbar. Sie sind meine Glücksschmiede.

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Entlassungsjahrgang 1977! Ist also schon ne Weile her, dass wir gemeinsam die Schulbank gedrückt haben. Und doch gibt es immer noch Verbindungen, viele Erinnerungen und Geschichten, die wir von Zeit zu Zeit wieder aufleben lassen.

Die Klassengemeinschaft damals war schon etwas Besonderes und wir haben seither eine ganze Reihe von Klassentreffen gehabt. Leider sind dabei auch einige verloren gegangen, durch Stayfriends sollen jetzt aber die Möglichkeiten ausgelotet werden, den einen oder anderen wieder „einzusammeln“.

Vor vier Wochen erreichte mich nun eine Einladung zum 50. Geburtstag einer dieser Klassenkameradinnen, die ich mit Neugier, Freude und Unsicherheit aufnahm.
Wer würde wohl noch kommen? Wie kommt man zurecht auf einer Feier, wo man sonst niemanden kennt?
Es dauerte nicht lange, da erreichte mich eine Notiz über Stayfriends, ebenfalls über eine eingeladene Schulkameradin. So waren wir schon zu zweit und wussten, dass sich noch mehr angesagt hatten.
Als ich auf Wunsch des Geburtstagskindes am Samstagmittag meinen Nudelsalat durchrührte, war die Renaissance perfekt, damit bin ich vor 30 Jahren auch zu meinen Partys aufgebrochen und musste leise lachen, als ich mit der Schüssel im Arm das Haus verließ.

Wir waren schließlich zu sechst und auch wenn man nicht zu jedem den gleichen Draht hat, so war es eine bunt gemischte Truppe und eine besondere Atmosphäre ohne Partner mit den alten Schulgesichtern zusammen zu sitzen, die man immer noch so wahrnimmt, wie man sie früher kannte.
Wir erinnerten uns an die damals noch angesagten „Klassenfeten“, die immer von uns gefordert wurden, obwohl die Tanzfläche dann meist leer blieb und sich die Jungen in der einen Ecke und die Mädels in der anderen drängelten, dazwischen dröhnende Discomusik, die schließlich zumindest die Mädels anlockte. Es ging wohl vor allem darum, sich zu „präsentieren“ und cool zu fühlen, wie man heute sagt.
Wir mussten lachen bei diesen Erinnerungen und ich habe obendrein noch dafür gesorgt, das Weltbild eines Schulkameraden zu zerstören, indem ich schilderte, wie genau das mit dem Schummeln funktionierte, was er mir erst im dritten Anlauf glauben wollte. „Du hast geschummelt? Nee“.  Sein ungläubiger Gesichtsausdruck brachte wieder alle zum Lachen.

War ein schöner Abend und es wurde schon reihum gemunkelt, wer denn demnächst 50 wird und auch einladen will.  Manche möchte man auch gar nicht einladen und bei anderen möchte man nicht eingeladen werden, da ich wohl als Nächste an der Reihe bin, werde ich mit Fingerspitzengefühl die richtige Wahl treffen müssen, denn ganz ohne die R-10b-Connection möchte ich auch nicht feiern. 😉

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In Zeiten des Jugendwahns kann das Älterwerden schon zu einer Sinnkrise führen, die sich aber mit gesundem Menschenverstand und einer guten Portion Humor sicher überwinden lässt.

Meinen 30. Geburtstag mochte ich damals gar nicht feiern und habe ihn ausfallen lassen. Dieses Alter wusste ich erst viel später – rückblickend – zu schätzen.

Den 40. ten habe ich dafür mit Pauken und Trompeten gefeiert und dachte mir, wenn ich es schon nicht verhindern kann, dann will ich wenigstens ein rauschendes Fest in Erinnerung behalten. Eine gute Entscheidung, die mir die 4 vor der 0 etwas versüßt hat und wenn man den Sprung erstmal geschafft hat, geht ja ohnehin alles wie von selbst weiter. Zwar gab es in diesen Jahren schon einige tiefe Einschnitte, aber man lernt das Leben zu begreifen und Ereignisse werden bewusster wahrgenommen.

Seit einiger Zeit touren wir nun alle paar Wochen zu einem 50. Geburtstag und ich frage mich, wo ist die Zeit geblieben, der 40.te ist noch in so guter Erinnerung, da werden die ersten im Freundeskreis schon 50 und da wir nur wenige Jahre auseinander liegen, haben wir auch diese Hürde bald alle übersprungen.
Und obwohl die Erfahrung schon gelehrt hat, dass auch diese 50 nur eine Zahl ist und wir doch die bleiben, die wir immer waren, nur mit ein paar Falten mehr im Gesicht und an Lebenserfahrung reicher, ist sie mir noch nicht so ganz sympathisch. Klar denkt man auch schon mal an die Zipperlein, die dieses Jahrzehnt so mit sich bringen wird. Ohne Brille kann kaum noch einer von uns lesen, mal sind´s die Zähne, mal das Kreuz …  aber dem gegenüber steht so viel Energie und Lebenskraft mit der wir uns auf die wesentlichen Dinge im Leben konzentrieren kann.

Wenn das so einfach wäre…

50 – das bedeutet auch, man liegt genau in der Mitte zwischen den Generationen. Die eigenen Eltern sind nun schon betagter, die Kräfte lassen nach und man hat einen Ausblick auf die eigene Zukunft, auch wenn sie noch in weiter Ferne zu liegen scheint. Der Auseinandersetzung mit den Problemen des Alters können wir nicht ausweichen, sondern müssen helfend und verantwortlich zur Seite stehen, wenn wir gebraucht werden und dabei manchmal auch unangenehme Entscheidungen treffen.

So beschäftigt sich meine Mutter gerade mit dem Gedanken in eine kleinere, seniorengerechte Wohnung zu ziehen – was ihr mit 81 Jahren sehr schwer fällt. Sie fühlt sich noch zu fit, um „abzusteigen“ wie sie es nennt, aber einige äußere Umstände haben diesen Gedanken in greifbare Nähe gerückt und vielleicht steht ein Umzug schneller bevor, als wir alle denken. Ob ich da immer den richtigen Rat zur Hand haben werde, bleibt abzuwarten, noch kann ich mich nicht wirklich in diese Situation hinein versetzen, ich kann nur „ahnen“, wie sich diese Veränderung im Leben eines alten Menschen auswirkt.
50 Jahre bedeutet aber auch, dass die Erinnerung an die eigene Jugend noch sehr lebendig ist und das was unsere Kinder heute erleben und erfahren, haben wir vor Jahren selbst durchlebt.  Die gemachte Erfahrung macht es mir leichter auf Veränderungen zu reagieren. So haben der Student und seine Verlobte in dieser Woche die Zusage für ihre erste eigene Wohnung bekommen. Ich freue mich so für sie. Auch wenn ich weiß, dass es mir noch schwer fallen wird den „Großen“ gehen zu lassen und nur noch zu Besuch zu empfangen, so ist doch die Erinnerung an den eigenen Auszug vor fast 30 Jahren noch so lebendig, dass ich ihn mit Freuden bei den Plänen für den Auszug unterstütze, natürlich nicht ohne vorher zu fragen, ob sie dieses und jenes auch leiden mögen und haben möchten…

Es steht also noch ein Umzug bevor und alles was man bis dahin regeln muss und wir als mittlere Generation stehen mittendrin. Noch kräftig genug die Sorgen und Nöte der Alten mit aufzufangen und erfahren genug, um den Jungen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Dazwischen gibt es dann noch so manches Liebesgeplänkel mit der nur unwesentlich jüngeren Tochter, die uns im Gegensatz zur Ruhe ihres Bruders  mit den Aufs und Abs einer sehr unruhigen Beziehung alle auf Trab hält.
Ein halbes Jahrhundert Leben und doch stehen noch so viele Herausforderungen auf der Tagesordnung. Manchmal möchte ich das alles von mir schieben und wünsche mir wieder mehr Zeit für uns, kann mir aber gut vorstellen, dass man sich später nach dieser aktiven Lebenszeit mal zurücksehnt.

Worauf ich mich freue ist die Zeit, die wir schon seit unserer Jugend und hoffentlich auch noch sehr viel später,  mit unseren Freunden verbringen. Freunde, die schon unsere Trauzeugen waren, später die Paten unserer Kinder und die uns das ganze Leben begleiten und davon haben wir nicht wenige.
So gesehen ist das Schlimmste was mir an meinem 50. Geburtstag passieren kann, die „netten“ – Überraschungen, die mir die Freunde an so einem Tag bescheren. Aber bis es im Sommer soweit ist, bin ich auch darauf gut vorbereitet, schließlich habe ich schon auf einigen „runden“ Festen fleißig geübt.

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Ich hab in letzter Zeit öfter die 50. Geburtstage erwähnt, die seit einigen Monaten über meine Freunde herfallen. Ich habe noch fast 10 Monate „Schonfrist“, bis es mich auch erwischt. Bis dahin haben wir reihum so viel gefeiert, dass ich jedesmal ein kleines Stückchen mit 50 werde – so kommt es mir vor.

50 Jahre. In ruhigen Stunden stimmt einen das schon mal nachdenklich. Die Hälfte des Lebens haben wir vermutlich schon längere Zeit überschritten, ich bin auch nicht sicher, ob ich wirklich 100 würde werden wollen.
Und da kommt unweigerlich wieder der Gedanke an die Endlichkeit auf und die Ahnung, dass die nächsten Jahrzehnte vielleicht beschwerlicher werden, als die vergangenen.

Ist es sinnvoll so weit in die Zukunft zu schauen und sich Gedanken zu machen, über die Dinge, die vielleicht nie eintreten?
Ich lebe immer mehr nach dem Motto, den Augenblick zu genießen. Im Jetzt zu leben und mich „noch“ nicht darum zu scheren, was morgen ist.

50 Jahre. Das mag für unsere Kinder ja schrecklich alt wirken, unvorstellbar, dass man selbst mal so alt wird. So wie ich mir nicht vorstellen kann, dass ich in 30 Jahren 80 werde. Ein Bild das man schnell wieder verdrängt.
Aber im Jetzt – erschrecke ich mich zwar über die Zahl 50 und mir fällt bei meinem Spiegelbild auch auf, dass Spuren sich nicht mehr immer wegschminken lassen, aber sonst – geht es uns doch gut.

Wir sind frei, haben mehr Geld als in der Jugend, können im jeweiligen Rahmen zwar, aber doch so ziemlich machen, was wir wollen. Noch sind wir fit, haben Lust das Leben zu genießen und sind im Innern reifer.
Ich nehme bewusster wahr, als vor 30 Jahren, ich meine auch, dass ich tiefer fühlen kann, befreiter lachen und ungenierter weinen.

Das Leben genießen. So erlebe ich diese Lebensphase und da hinein passt sehr gut ein Lied vom neuen PUR Album, das beschreibt, was wir schon erlebt haben und wie weit uns unsere Erfahrungen uns gebracht haben und den Boden bereitet, für das was wir heute haben.

http://www.youtube.com/watch?v=MGW0oDKnjYY&feature=PlayList&p=79EBAE2CC35DF35E&playnext=1&playnext_from=PL&index=8

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Zugegeben, diese Überschrift ist zu hoch gegriffen ist. Zu dramatisch. Und trotzdem sind es diese Gedanken, die mir heute ganz unerwartet durch den Kopf gehen.

Heute nacht habe ich geträumt. Sehr real, wenn auch nur im Traum möglich und in mir ein gutes Gefühl hinterlassend. Ich träume selten, zumindest kann ich mich nicht erinnern zu träumen. Als ich aufstand und auf den Kalender schaute,  erklärte das möglicherweise meinen Traum.

Wir haben wundervolles Wetter heute, die Sonne schien schon seit dem Morgen und die Luft ist spätsommerlich sanft. Wir waren zum 50. Geburtstag bei einer Freundin eingeladen und ich freute mich für sie, dass alles so schön klappte und im Garten gefeiert werden konnte.
Das Buffet war gerade eröffnet, da hörten wir Gläserklirren, es polterte und schepperte und in Sekunden wurde einem klar, da ist mehr im Gang als nur das Mißgeschick eines Gastes.

Und dann sah ich – im Garten stehend – undeutlich zwischen den Beinen der Gäste, dass der erwachsene Sohn der Freundin offenbar zu Boden gegangen war. Die Unruhe und der Anflug von Panik der Anwesenden übertrug sich durch den Garten und ich konnte nun auch sehen, dass der junge Mann sich krampfartig am Boden bewegte und mit beruhigenden Worten hingelegt und gehalten wurde.
Ganz offensichtlich hatte er einen epileptischen Anfall erlitten, seinen ersten und damit für alle völlig unvorbereitet.

Der Krankenwagen wurde gerufen, die Eltern fuhren mit und die Geburtstagsgesellschaft blieb betroffen sitzen.

Zwei Stunden später kamen die Gastgeber zurück und gaben erste Enwarnung. Es gehe ihm wieder gut, er könne sich auch wieder an alles erinnern, außer den Zusammenbruch selbst, müsse aber für weitere Untersuchungen und zur Beobachtung noch im Krankenhaus bleiben.

So gut es ging versuchten wir zu entspannen und doch noch dem Geburtstagskind den Tag zu erhellen.

Dennoch gehen mir die Gedanken an das Erlebte noch nicht aus dem Kopf, auch wenn der Betroffene selbst zunächst außer Gefahr scheint. Noch kennen wir ja die Ursache nicht.
Ich fühlte mich zum einen erinnert an die Zeit vor einem Jahr und hatte meine ganz eigenen Gedanken und Erfahrungen dazu und zum anderen wurde mir wieder so deutlich bewusst, wie das Leben sich innerhalb von Sekunden verändern kann und den Menschen an seine Grenzen führen.

Wir können nicht tun und lassen, was wir wollen, wenn das Schicksal es anders mit uns meint.

Es kann jeden von uns treffen, mal schlimm, mal weniger und mal nicht wieder gut zu machen. Und das einzige was wir dem entgegen setzen können, ist die Freude und Lust am Moment.  So gut es geht den Moment zu genießen und bewusst aufzunehmen.

Die Sonne auf der Haut,
das Lächeln der Freunde,
die Lust am Lachen,
die Gelegenheit zu Lieben.

Das ist es was zählt und was nicht untergehen darf in den vielen unbedachten Momenten, die wir vorüber ziehen lassen.

Ich wünsche dem jungen Mann baldige Genesung und meiner Freundin, dass sie den Schrecken wieder los wird und allen, dass die Untersuchungen nichts Bleibendes herausfinden.

Erneut ein Tag mit Gedankenmuster, dass je mehr Zeit vergeht, nur noch tiefer wird.


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