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Archive for the ‘Internes’ Category

Was hat sie ausgelöst, die heutige Erinnerung, die viele kleine Bilder, mehr aber noch – Gefühle in mir hoch fliegen lässst?
War es der Film „Das Lächeln der Sterne“ mit Richard Gere und hier speziell der berührende Briefwechsel der beiden Hauptdarsteller, den ich nachempfinden konnte, auch wenn er sich von meinem deutlich unterscheidet? Oder die Flasche Rotwein? Beides zusammen?

Ich kann es nicht sagen, was mich da überfallen hat. Ich habe in Schubladen gewühlt, Kartons geöffnet, in der kleinen gedruckten Erzählung geblättert und obwohl mir die Stimme dazu fehlt, war (ist) es heute abend doch so lebendig und das Wasser in mir steigt und steigt.

Ich musste ohnehin ein Buch bestellen für die Facharbeit der Sonnensterntochter: „Warum ich fühle, was Du fühlst“ über die Beschaffenheit der Spiegelneuronen. Ich habe es mir selbst einmal vor drei Jahren bestellt, weil ich mehr über mein eigenes Verhalten lernen wollte und ob es normal ist, wenn man so mitfühlt mit den Menschen um einen herum. Dummerweise kann ich dieses Buch nun nicht wiederfinden und muss es also erneut bestellen, auch wenn es in Kürze sicher wieder auftauchen wird, aber soviel Zeit ist nicht.
Und um den Frust meiner Schusseligkeit zu vertuschen und weil ich ohnehin einen sentimentalen Abend zu fassen habe, kam ich an dem Best of Album von Robbie Williams natürlich auch nicht vorbei. Ich kann die Lieferung kaum abwarten.

Ich war nie ein Fan von Robbie Williams, was sich aber wohl überwiegend auf sein Äußeres bezog. Seit ich mich mit seiner Musik mehr befasse und sie immer auch mit Bilder, Briefen und Erinnerungen zusammen bringe, erscheint alles in einem anderen Licht.  Da kam mir das Best of Album gerade recht, hier habe ich alles, was mir bisher fehlt und genau das richtige um mich in Stunden wie diesen darin fallen zu lassen.

 

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Die letzten Monate ist einiges in mir in Bewegung geraten. Habe ich mich verändert? Vielleicht erschließe ich mir nur einen neuen Weg. Meinen Weg.

Anlass war vielleicht ein zunehmendes Gefühl von Gehetzt-sein. Jahrelang habe ich mich auf allen Gebieten für alles eingesetzt und engagiert, was mir notwendig und wichtig erschien. Dazu gehörten sowohl Menschen als auch Projekte. Und in dem Bestreben etwas zum Positiven zu verändern, habe ich meine eigenen Bedürfnisse  oft hintenan gestellt. Ich habe Zeit und auch anderes investiert, das mir manchmal für meine alltäglichen Pflichten dann fehlte, was mir ein schlechtes Gewissen verursachte und Stück für Stück Druck aufbaute. Ich wollte es allen recht machen und vor allem wollte ich nicht wegschauen, wo es notwendig war hinzuschauen.
Im Prinzip halte ich das immer noch so und doch habe ich losgelassen.

Endlich! Ich kann loslassen. Noch nicht immer und auch noch mit Schwierigkeiten, aber ich mache Fortschritte.

Wenn ich mich für politische Veränderungen einsetze, dann nur noch im Rahmen meiner zeitlichen Möglichkeiten und ohne mir Termine aufzuhäufen, die mir jeden eigenen Freiraum nehmen.
Meine Ansichten über eine chancengerechtere und zeitgemäße Schule haben sich nicht geändert, aber die Mehrheit hat sich – leider – für die Fortsetzung eines überholten Schulsystems entschieden. Dann ist das so.  Ich finde mich damit ab, ohne dabei ein Desinteresse an der Schullandschaft zu entwickeln. Ich kämpfe nur nicht mehr. Vorerst. Weil es mich persönlich mehr belasten würde, immer wieder gegen Wände zu rennen. Ich bin für die Entscheidung – welche Bildung wir brauchen – nicht verantwortlich. Das habe ich gelernt und das ist ein großer Schritt.

Menschen. Freunde. Für sie da zu sein, wenn sie Hilfe brauchen, liegt mir immer noch am Herzen. Aber auch da war die wichtigste Erkenntnis – ich bin nicht für das Unglück anderer verantwortlich. Das muss ich mir immer noch mal wieder vorsagen, um es zu verinnerlichen. Viele Jahre habe ich jegliche Probleme meiner Umwelt zu meinen eigenen gemacht und mich dabei auch in allerlei Umstände verstrickt, um sie zu lösen. Die Not mir nahe stehender Menschen hat mich von morgens bis abends umgetrieben und auch das verursachte ein Gefühl des Gehetzt-seins, das ich aber lange nicht wahrgenommen habe.
Auch hier ist mir klar geworden, bei aller Anstrengung, die ich auch unternehme, kann ich das Leben anderer nicht zum Besseren verändern. Kurzfristige Unterstützung und Mitgefühl gehören zu einem Zusammenleben mit mir nahe stehenden Menschen dazu, aber letztendlich kann jeder nur seine eigenen Probleme auch selbst aus der Welt schaffen, man kann es anderen nicht aus der Hand nehmen. Verantwortlich ist jeder für sich selbst. Jeden Tag aufs Neue.

So bin auch ich allein verantwortlich dafür, dass ich zunehmend unter Druck geriet und nicht mehr alles bewältigen konnte, was an vermeintlich notwendigen Aktivitäten auf mich einstürmte und darum kann auch nur ich etwas daran ändern. Meine eigene Verantwortung kann ich von der anderer besser trennen.

Diese Erkenntnis hilft mir sehr, wenn es darum geht – zukünftig öfter mal – nein zu sagen.

Ich kann seit einigen Monaten besser schlafen. Ich habe mehr Zeit für meine alltäglichen Pflichten und meine freiberufliche Tätigkeit – immer noch zu wenig, um wirklich auf dem Laufenden zu sein, aber ich sehe kleine Fortschritte.  Ich nehme  mir manchmal die Zeit mitten am Tag zu lesen. Immer noch zu wenig, aber immerhin.
Ich schreibe nur, wenn ich Lust dazu habe und ich bin ruhiger geworden.
Ich lasse mich noch immer von meinem Herzen leiten, aber ich achte sorgfältiger darauf, dass nicht ausnutzen zu lassen. Ich springe nicht sofort, wenn jemand ruft, sondern nur, wenn es für mich  im Rahmen des Möglichen ist und ich ein ehrliches Gefühl dabei habe.
Und ich engagiere mich eher für etwas oder jemanden, wenn die Verantwortlichen das selbst auch tun. Ich habe gelernt nicht mehr jedem alles abzunehmen.

Mag ich auch auf andere oft wie ein Ruhepol gewirkt haben, so hatte ich doch meine innere Ruhe schon vor längerer Zeit verloren.

Mag es auch egoistisch klingen, so beanspruche ich für eine Weile eine engagierte Pause – für mich, damit ich mich auf lange Sicht wieder einsetzen kann. In Maßen!

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Bei leicht verschleiertem Sonnenlicht und kühler Luft habe ich mich auf den Weg gemacht. Zunächst in den Hafen und dann mit dem Schiff elbabwärts nach Neumühlen.

unterwegs 1

Der Wind zog an den Haaren und im Gesicht, das Wasser rauschte und klatschte zuweilen gar an den Steinen. Gedanken standen still, kehrten nach innen und wogten doch auf und nieder.
Die Atmosphäre dieses Nachmittags hat mich sogar meine Angst vor Hunden vergessen lassen. Sie war wie weggeblasen. Ich habe mehreren großen frei am Elbstrand herumlaufenden Hunden gelassen entgegen gesehen und sie sind alle in einem großen Bogen um mich herum gelaufen, als wäre ein Schutzwall um mich gezogen.  🙂

unterwegs 2

Der Himmel färbte sich langsam und zeitweise schien es mir, als würde an diesem Nachmittag, kurz vor der Dämmerung, ein lebhaft, zerstreuter Wolkenschleier, nebulös über der untergehenden Abendsonne hochziehen.

unterwegs 3

Augenblicke unvergessen und die Gewißheit, dass an diesem Strom immer ein Hauch von großer, weiter Welt vorbeiziehen wird.

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Als Nordlicht schließe ich nicht so schnell Freundschaften. Demzufolge ist die Zahl meiner Freunde begrenzt. Die meisten existieren seit meiner Jugend, weil Treue für mich ein Bestandteil von Freundschaft ist und so warte ich auch gern etwas länger, bis ich sicher bin, dass aus einem „Bekannten“ ein Freund wird. Dann jedoch hält das Band in der Regel und mir liegt sehr viel daran.
Obwohl es also einen festen Bund aus Menschen und eine Familie um mich herum gibt, ergeben sich aber auch heute noch Gelegenheiten neue Freundschaften zu gründen. Vorsichtig, langsam, aber möglich.

Das Internet spielt hier auch eine Rolle.
Zwar meide ich Chatforen und Communities, weil mir dort alles zu schnell geht, Umarmungen und Freundschaftsbekundungen viel zu schnell vergeben werden und oft auf Fundamente verzichtet wird, bevor man anderen sein Vertrauen schenkt.
Das mag altmodisch klingen, aber eine Freundschaft braucht ein Fundament auf dem man aufbauen kann. Ich kann nicht einem Dutzend Menschen gleichzeitig meine Aufmerksamkeit schenken und mich um sie kümmern und umgekehrt kann ich mich in der Not auch immer nur auf einige wenige verlassen,  die meine Not ernst nehmen und bereit sind, sich damit auseinander zu setzen. Freundschaft ist nicht immer leicht und unbekümmert, sie bedeutet, dass ich andere an meinem Leben teilhaben lasse und umgekehrt teilnehme.

Manchmal begegne ich dann aber doch Menschen, die mir zunächst sympathisch sind, auf die ich neugierig bin, mit denen mich vielleicht etwas verbindet und die ich gerne näher kennen lernen würde.
So ist in den letzten Monate der eine oder andere durchaus vielversprechende Mail-/Briefwechsel entstanden, der mich gefreut hat. In manchem Fall war ich zwar vorsichtig, aber doch gleichzeitig erstaunlich vertrauensvoll gemessen an der kurzen Zeit. Aber wie sonst soll man Menschen kennen lernen, im Internet, wo man weder Blickkontakte noch Gesten austauschen kann, sondern allein auf Worte beschränkt bleibt?

Einmal geweckte Sympathie hat mir den Mut verliehen mich zu öffnen und auf andere zuzugehen. Sicher immer noch mit einer gewissen Distanz und Vorsicht und auch manchen Fragezeichen, die sich ergeben, wenn man sein Gegenüber noch nicht wirklich gut kennt, aber doch mit der Bereitschaft den Menschen kennen zu lernen.
So haben sich manche sehr persönliche Zeilen zu mir und wieder zurück auf den Weg gemacht und mich mit Freude erfüllt.
Und dann ganz unvermittelt sind diese Kontakte wieder abgebrochen, einfach verschwunden aus meinem Leben, ohne Begründung, ohne ein Anzeichen für eine Unstimmigkeit oder Mißverständnis, ohne Erklärung wurde aus einem „ich freue mich riesig über Deinen Brief und einem …  viele liebe Grüße…“  ein Abbruch ins Nichts.

Kann man sich in Menschen so irren? Oder ist das ein Zeichen der Zeit, dass nichts mehr Bedeutung hat, bin ich nur auf die allgemein üblichen Internetfloskeln hereingefallen, die ohnehin nicht von Dauer sind?

In einem Fall habe ich mir ernsthaft Sorgen gemacht. Zunächst gewartet, mich gewundert, an mir gezweifelt,  noch ein- oder zweimal nachgefragt und dann ein ungutes Gefühl gehabt, ob etwas passiert ist, etwas Ernstes? Es hat mich beunruhigt…
Wir hatten eine Verbindung und ich hatte das Gefühl, dass wir uns wirklich etwas zu sagen haben, ich war neugierig und interessiert und hatte sogar ganz leise für mich gehofft, dass ich vielleicht einen Gang von mehreren, die ich in den nächsten Monaten vor mir habe, gemeinsam machen könnte.
Erstaunlich, dass einem ein Mensch, den man erst im Begriff ist kennen zu lernen, schon fehlen kann in bestimmten Situationen.

Nun muss ich aber wohl doch erkennen, dass es auch hier nur eine flüchtige Begegnung war, wie so oft ohne größere Bedeutung. Ich hätte es gerne verstanden!

Ich hoffe, ich finde trotzdem eines Tages die Gelegenheit und den Mut nur für mich alleine, eine Reise nach L zu machen, ohne mich dort zurecht zu finden, habe ich den Wunsch einer Spur zu folgen, auch wenn ich davon ausgehen muss, dass das nicht mit einem Besuch zu verbinden ist. Manche Dinge tut man für sich selbst.

Was neue mögliche Freundschaften angeht, werde ich mich künftig wieder mehr auf mein norddeutsches Temperament verlassen. Zurückhaltend und unverbindlich beobachten, bevor ich etwas von mir preis gebe. Flüchtige Begegnungen sind nichts für mich.

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Seit 1. Oktober gastiert die prunkvolle Ausstellung in Hamburg und es war eine willkommene Abwechslung mich heute mal mit ganz anderen Bildern als in den letzten Tagen zu beschäftigen. tut4
Zunächst gab es eine Einführung über die Geschichte der Pharaonen insbesondere der 18. Dynastie sowie über den Entdecker der Grabstätte Tutanchamuns.

Mit dem AudioGuide kann anschl. jeder Besucher in seinem Tempo die Ausstellung durchlaufen und sich in Ruhe die Geschichte zu den einzelnen Schätzen und ihre Bedeutung erklären lassen.
Zu meinem Erstaunen durfte man sogar in allen Räumen fotografieren. Zwar sind es ja keine Originale, sondern Nachbildungen, dennoch war ich freudig überrascht und habe natürlich gerne die Gelegenheit genutzt. tut7tut6tut8

Beeindruckend war vor allem mit welcher Präzision die Menschen vor mehr als 3000 Jahren solche Schätze herstellen konnten. Für uns heute, die wir ohne Maschinen und modernste Technik nicht mehr zurecht kommen, kaum vorstellbar, wie exakt und aufwändig damals handwerkliche Wunderwerke geschaffen wurden.
Mir ging dazu durch den Kopf, dass den Menschen heute zuviel Theorie in den Kopf gestopft wird, während die Menschen früher mit den Händen lernten und mit allen Sinnen daran mitwirkten, sich weiter zu entwickeln.

Spannend auch die Geschichte zu verfolgen, woran sie glaubten, was sie sich vorstellten von dem, was man nicht sehen kann.
Der Totenkult scheint sehr befremdlich. Zu glauben, dass man nur in ein anderes Reich wechselt und dort auch „körperlich“ fast so weiterlebt wie auf Erden ist doch auch für Menschen die auch heute noch an ein Leben nach dem Tod glauben, wenig vorstellbar. tut1tut2tut9tut12tut13
So wurden die Toten mit allem ausgestattet, was man in der „anderen Welt“ brauchen würde. Vom Bett über den Thron bis hin zu Bediensteten, die sich um das Wohlergehen kümmern sollten.

Schön anzusehen und märchenhaft zu hören.  Zu bestaunen ist die Ausstellung noch bis 31.1.2010.

Dagegen sind unsere Gedanken heute an den Tod, Friedhöfe und die Hinterbliebenen doch sehr nüchtern.

Und doch ging mir durch den Kopf und war mir sehr bewusst, wie bedeutsam es doch ist, dass wir geliebte Menschen nicht einfach begraben, sondern sie im Herzen weiterleben lassen. Das weiß ich heute besser denn je.

Und ich habe im angrenzenden Shop wieder etwas gefunden, was für mich zum heutigen Tag passt und das ich für einen bestimmten Zweck verwenden werde.

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Und heute abend gibt es eine Flasche Merlot.

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Zugegeben, diese Überschrift ist zu hoch gegriffen ist. Zu dramatisch. Und trotzdem sind es diese Gedanken, die mir heute ganz unerwartet durch den Kopf gehen.

Heute nacht habe ich geträumt. Sehr real, wenn auch nur im Traum möglich und in mir ein gutes Gefühl hinterlassend. Ich träume selten, zumindest kann ich mich nicht erinnern zu träumen. Als ich aufstand und auf den Kalender schaute,  erklärte das möglicherweise meinen Traum.

Wir haben wundervolles Wetter heute, die Sonne schien schon seit dem Morgen und die Luft ist spätsommerlich sanft. Wir waren zum 50. Geburtstag bei einer Freundin eingeladen und ich freute mich für sie, dass alles so schön klappte und im Garten gefeiert werden konnte.
Das Buffet war gerade eröffnet, da hörten wir Gläserklirren, es polterte und schepperte und in Sekunden wurde einem klar, da ist mehr im Gang als nur das Mißgeschick eines Gastes.

Und dann sah ich – im Garten stehend – undeutlich zwischen den Beinen der Gäste, dass der erwachsene Sohn der Freundin offenbar zu Boden gegangen war. Die Unruhe und der Anflug von Panik der Anwesenden übertrug sich durch den Garten und ich konnte nun auch sehen, dass der junge Mann sich krampfartig am Boden bewegte und mit beruhigenden Worten hingelegt und gehalten wurde.
Ganz offensichtlich hatte er einen epileptischen Anfall erlitten, seinen ersten und damit für alle völlig unvorbereitet.

Der Krankenwagen wurde gerufen, die Eltern fuhren mit und die Geburtstagsgesellschaft blieb betroffen sitzen.

Zwei Stunden später kamen die Gastgeber zurück und gaben erste Enwarnung. Es gehe ihm wieder gut, er könne sich auch wieder an alles erinnern, außer den Zusammenbruch selbst, müsse aber für weitere Untersuchungen und zur Beobachtung noch im Krankenhaus bleiben.

So gut es ging versuchten wir zu entspannen und doch noch dem Geburtstagskind den Tag zu erhellen.

Dennoch gehen mir die Gedanken an das Erlebte noch nicht aus dem Kopf, auch wenn der Betroffene selbst zunächst außer Gefahr scheint. Noch kennen wir ja die Ursache nicht.
Ich fühlte mich zum einen erinnert an die Zeit vor einem Jahr und hatte meine ganz eigenen Gedanken und Erfahrungen dazu und zum anderen wurde mir wieder so deutlich bewusst, wie das Leben sich innerhalb von Sekunden verändern kann und den Menschen an seine Grenzen führen.

Wir können nicht tun und lassen, was wir wollen, wenn das Schicksal es anders mit uns meint.

Es kann jeden von uns treffen, mal schlimm, mal weniger und mal nicht wieder gut zu machen. Und das einzige was wir dem entgegen setzen können, ist die Freude und Lust am Moment.  So gut es geht den Moment zu genießen und bewusst aufzunehmen.

Die Sonne auf der Haut,
das Lächeln der Freunde,
die Lust am Lachen,
die Gelegenheit zu Lieben.

Das ist es was zählt und was nicht untergehen darf in den vielen unbedachten Momenten, die wir vorüber ziehen lassen.

Ich wünsche dem jungen Mann baldige Genesung und meiner Freundin, dass sie den Schrecken wieder los wird und allen, dass die Untersuchungen nichts Bleibendes herausfinden.

Erneut ein Tag mit Gedankenmuster, dass je mehr Zeit vergeht, nur noch tiefer wird.


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