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Archive for the ‘Musik’ Category

Gestern ist das neue Album von Udo Lindenberg herausgekommen „Stärker als die Zeit“ und man kommt in diesen Tagen einfach nicht an ihm vorbei. Anläßlich seines anstehenden 70. Geburtstages stehen die Zeitungen voll über Udo-Geschichten. Morgen abend gibt es in der ARD sogar eine Doku, direkt nach dem Tatort.

Ich war niiie ein Udo Lindenberg Fan. Dafür fehlte mir vielleicht der Blick über den Tellerrand, die Neugier mich auf etwas einzulassen, was ich nicht auf Anhieb verstehe…  Aber man entwickelt sich und zwar von beiden Seiten. Zu Beginn seiner Karriere war Udo so weit weg von meiner Lebenswirklichkeit, dass seine Musik und mein Musikgefühl sich gar nicht begegnen konnten. Und auch jetzt muss ich mich immer noch an das coole Genuschel gewöhnen.
Aufmerksam geworden bin ich erstmals bei seinem MTV Unplugged Konzert, was auch schon wieder einige Jahre zurück liegt. Dieses Konzert mit vielen seiner Musikerkollegen war für mich voller Überraschungen. Es war im Prinzip meine erste Begegnung mit Udo Lindenbergs Musik. Klar kannte ich den Sonderzug – aber auch der fuhr damals ziemlich lässig an mir vorbei.
Über die Brücke, die die anderen Künstler mir bauten, ließ ich mich also auf das Unplugged Konzert ein und staunte über die schöne Musik, die teilweise richtig tollen Lieder. Das hatte ich nicht erwartet.

Seither nehme ich Neuigkeiten rund um Udo Lindenberg zur Kenntnis. Wir waren auch schon in Berlin und haben das Musical geschaut, ebenfalls berührend.
Und immer wieder gerne lese ich darüber, wie er sich in unserem schönen Hamburger Hotel häuslich eingerichtet hat. Ich würde es sehr vermissen, wenn er nicht mehr dort wohnen würde, auch wenn ich ihn dort sicher nie besuche. Aber er gehört so zu Hamburg und das fühlt sich gut an.

Nun also hört man auf allen Kanälen von seinem neuen Album und ich konnte nicht umhin gleich mal bei itunes Probe zu hören, mit dem Ergebnis, dass ich es gleich darauf gekauft habe, davon wollte ich in jedem Fall mehr hören.
Und was soll ich sagen? Ich bin geradezu geflasht!

Wieder die Überraschung beim Hören. So nachdenkliche und vielfache lebensnahe Texte, die sicher eng mit Udos Leben verknüpft sind und die Musik dazu und seine Art es zu singen, sind berührend und leicht zugleich. Man wippt mit dem Fuß, man summt mit und  ist gleichzeitig ergriffen von der Wahrheit der Texte. Zauberhaft.

Ich könnte es rauf und runter hören und bin immer noch ganz ungläubig, dass das wirklich Udo Lindenberg ist. Entweder hatte ich die Jahrzehnte davor Scheuklappen auf Augen und Ohren oder es hat sich etwas entwickelt….
Udo ist vielleicht reifer geworden  – mit 70 nun doch kein Teenager mehr und ich – bin vielleicht mit dem Alter offener geworden, toleranter, bereit mich auf Dinge einzulassen und dann entdeckt man eben auch solche Perlen.

Ich wünsche ihm jedenfalls, dass er seinen Erfolg jetzt eine Weile genießen kann und noch Kraft für viele Jahre hat, um uns weiter so galaktisch zu überraschen. 🙂

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Damals – Anfang der 90er war ich weiß Gott kein Take That Fan. Mir ging die Hysterie damals furchtbar auf die Nerven.
Für mich waren das so tanzende Milchbubis  und ich habe den Hype um diese ganzen Boybands nie verstanden. Ich hatte zu der Zeit zwei Kindergartenkinder und ganz andere Dinge im Kopf. Und ich fing da  gerade mit meiner „PUR“-Phase an.  Entsprechend habe ich auch die ganzen Take That Songs gar nicht drauf.

Als sie in der Versenkung verschwanden war ich nicht böse drum und auch die Auferstehung von Robbie Williams als Solostar ging zunächst völlig an mir vorbei.
Erst der Weltenbummler stieß mich immer wieder mit der Nase darauf. Für ihn war Robbie Williams der Größte und ich besorgte ihm mit den Jahren alle Alben und Musik DVD´s und freute mich an seiner Begeisterung ohne mich selbst davon anstecken zu lassen.
Bei unserer ersten Begegnung dann konnte ich ihm aber nicht mehr entkommen. Wir schauten uns die Konzert DVD Live in Knebworth an und da begann ich endlich zu verstehen.

Es ist wirklich ein Erlebnis Williams live auf einer Bühne zu erleben und plötzlich ging mir auch die Musik viel mehr unter die Haut.

Einiges von dieser RW-Begeisterung hat er mir hinterlassen und ich registriere heute jede Neuerscheinung, diesmal allerdings im eigenen Interesse. Dennoch hatte ich lange Zeit nicht vor, ein Ticket für das Take That Konzert zu kaufen. Aber wie das so ist, manchmal kommt es anders.
In einer sentimentalen Nacht Anfang Juli habe ich ganz spontan die Ticket-Seite im Internet besucht, um zu schauen, ob es überhaupt noch Karten gibt und ich war überrascht, dass das gar kein so großes Problem war. Da konnte ich nicht widerstehen und habe eine Karte gebucht, die ich mir zum Geburtstag habe schenken lassen.

Und am Freitag war es dann soweit. Take That in Hamburg und alle waren in Aufruhr, zumal es ja schon Unruhe gegeben hatte, ob Robbie nun wirklich auftreten kann, nachdem das Konzert am Wochenende davor in Kopenhagen abgesagt wurde.
Sämtliche Radiostationen in der Stadt sprangen erneut auf den Take That Hype auf und je mehr ich davon hörte, desto unruhiger wurde ich. Die ersten Fans sammelten sich schon morgens am Stadion. Die Einlaßkontrollen sollten sehr umständlich sein, da die Karten personalisiert waren. Ich war mehr aufgeregt wegen der Hysterie und dem Andrang als wegen des Konzertes.

So war ich schon kurz vor 17 Uhr am Volksparkstadion und sah dem Einlaß mit gemischten Gefühlen entgegen. Aber da war gar nix los. Ich stand in keiner Schlange. Ich habe mein Ticket und Ausweis vorgezeigt, ich hatte keine Tasche mit, wie die Mädels die ihren ganzen Hausstand dabei haben. Geld, Taschentücher, Handy in der Jackentasche und alles war easy. Ruckzuck war ich durch und hatte dann ganz in Ruhe Zeit zum Gucken.

Die Zeit bis 19.30 Uhr ging relativ schnell rum, es gab genug zu Gucken und der Gang zu den Toiletten war dann auch noch eine Begegnung der besonderen Art.
Als Vorgruppe heizten die Pet Shop Boys ein, was ja schon mal ein Highlight war und sogleich Partystimmung aufkommen ließ. Und dann so gegen 20.45 Uhr starteten Take That – zumindest vier von ihnen. Robbie Williams war noch nicht in Sicht und nach dem dritten (?) Lied wurde ich langsam unruhig. Er wird doch kommen…. ?
Aber der Auftakt war sehr gelungen. So kamen dann auch alle zum Zug und RW stand nicht so von Beginn an über allem.

Überraschend, ungewöhnlich und irgendwie komisch fand ich die Aufforderung, dass wir erst alle die Deutschlandhymne singen sollten. Das habe ich noch nie erlebt. Ich musste aber lachen und zum Glück gab es genügend Leute im Publikum, die einen über die Textlücken hinweg geholfen haben. Ich glaube Mark Owen war es, der das ankündigte und dann von seinem Handy den Text abspielte, den wir mitsingen sollten.
Es gab viele so kleine Ideen, die sie eingeworfen haben und damit die Distanz zwischen singendem Künstler auf der Bühne und Konzertbesucher aufgebrochen haben. Das gelingt ja bei Nicht-deutschsprachigen Künstlern nicht immer gleich gut.

Und dann kam er – Robbie, der Held aller kreischenden Mädels, die aber inzwischen auch erwachsen geworden sind und er eroberte die Bühne und das Publikum im Sturm. Robbie Williams ist ein genialer Entertainer. Er spielt und kokettiert  mit dem Publikum, baut eine Verbindung auf, in dem er sich preis gibt – was ja aber auch nur Show ist, aber es wirkt sehr nah. Er gibt alles und hat dabei auch keine Berührungsängste.  Kein Wunder, dass er Everybodys Darling ist. Verdient!!!

Die ganze Show war so gigantisch, man wusste gar nicht, wo man überall hinschauen sollte, alles war so perfekt. Die Kulissen, die tanzenden Fabelwesen, die an eine Mischung aus Alice im Wunderland und Mary Poppins erinnerten, die vielen Hits, bei denen man nicht still sitzen bleiben konnte.

Hammer! Megagenial!!! Ich bin begeistert, sowas mal miterlebt zu haben und bereue die Entscheidung in keinster Weise. Sollte Robby Williams noch mal solo auf Tour gehen und dabei auch Station in Hamburg machen, werde ich versuchen, auch da ein Ticket zu bekommen.

Das Wetter meinte es ja bei diesem Hamburg Konzert nicht so gut mit uns und nicht nur die Zuschauer im Innenraum, sondern auch die Band wurde richtig nass und ich habe sie sehr bewundert, dass alle fünf Jungs sich überhaupt nichts haben anmerken lassen von dem ganzen Regen. Die haben so gepowert und ihre Show gemacht, als würde die Sonne scheinen. Respekt!!!

Alles in allem ein genialer Abend, den ich so schnell nicht vergessen werde!

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Die ersten Erinnerungen an den Grand Prix reichen zurück in meine Kindheit. Jedes Jahr saß ich fiebernd vor dem Fernsehgerät und bekam Gänsehaut, wenn die Eurovisionsmusik einsetzte. Ich habe Punkte vergeben, mitgesungen und mich über die Jury gefreut oder geärgert. Jedes Jahr wieder ein Heidenspaß. Und was für ein Jubel, als Nicole dann den Titel holte. Da war ich schon erwachsen. Danach ließ der Hype um den Songcontest langsam nach, es kamen immer mehr Sternchen statt großer Musiknamen und oft auch unsägliche Darbietungen, die ihren Höhepunkt mit Guildo Horn und Stefan Raab fanden.
Der Grand Prix entglitt mir langsam, ich fand ihn nebensächlich und langweilig. Den Vorentscheid von Lena habe ich dann wieder mitverfolgt und war ganz interessiert, aber an einen Sieg habe ich nicht geglaubt. Da wir im letzten Mai ganz andere persönliche Höhepunkte zu feiern hatten, konnten wir nicht mal zuschauen als Lena in Oslo an den Start ging. Ich bekam aber um kurz nach Mitternacht eine SMS mit der Nachricht. Kurzfristig ließ ich mich anstecken, dann ging mir das Lena-Fieber aber doch auf die Nerven.

Der Grand Prix ist veraltet, nun ist es der Eurovision Song Contest – kurz ESC und die ARD musste entsprechend aufwarten, um eine würdige Veranstaltung auf die Beine zu stellen.
Das ist ihr zweifellos gelungen. Da steckt aber auch Arbeit dahinter. Sohnemann hat ziemlich viele Überstunden geschoben als Techniker ….
Und dann hat es mich in der letzten Woche doch wieder gepackt. Die Medien und hier vor allem meine Radioleute haben mich angesteckt. Ich habe mir beide Vorentscheide angeschaut, Favoriten entdeckt, wieder Punkte vergeben, alles in dem Wissen, dass es kaum etwas Unwichtigeres gibt als den ESC, aber es war dennoch ein Heidenspaß.

Und so war ich gestern zum ersten Mal auf der Reeperbahn mit dabei, um die große ESC Party aus Hamburg mitzuerleben. Mag sein, dass es zu kühl war oder auch die Einschränkung auf 5000 Leute die wahren Fans außen vor gelassen hat – so partymäßig wie ich dachte, ging es vor Ort jedenfalls nicht ab.
Immer wenn das Publikum fürs Fernsehen vom Moderator animiert wurde, wurde gejubelt und geschriien, die meiste Zeit standen die Menschen um mich herum aber recht ruhig und wippten auch nur sehr verhalten mit. Dabei waren wir im besten Bereich, unmittelbar vor der Bühne untergebracht.
Zu Beginn stimmte die Lautstärke auch nicht, es war viel zu leise und die hinteren Reihen konnten gar nichts mehr hören. Das war Vorschrift von der Behörde, sie durften die Lautstärke nicht weiter aufdrehen – lachhaft für so eine Veranstaltung. Nachdem die Besucher lautstark protestierten und man fürchten musste, dass der Ärger überschwappt, erteilte die anwesende Polizei eine Sondergenehmigung, die Lautstärke zu erhöhen. Warum einfach, wenn´s auch umständlich geht.

Obwohl in der zweiten Reihe stehend, hatte ich schon nicht mehr den direkten Durchblick – ich bin noch kleiner als ich dachte… so habe ich mir heute manches auf Youtube noch mal genau angeschaut. Den Auftakt zum Beispiel von Stefan Raab und Anke – sensationell, wie ich finde. Was konnte danach noch kommen?

In Hamburg begeisterte Ina Müller uns mit ihrer erfrischend lockeren Art.

Dann ging es endlich los. Die Geschmäcker sind schon sehr verschieden und neben der musikalischen Qualität des Songs zählen noch viele andere Faktoren für die Abstimmung, die den Ausgang beim ESC unkalkulierbar machen. Das Wetter, die Laune der Zuschauer, das Aussehen der Interpreten, der Auftritt selbst, die Sympathie zum jeweiligen Land und viele andere Momentaufnahmen, die die Zuschauer emotional in ihre Entscheidung mit einbinden.

Die Fachjury dagegen hatte ja gestern schon abgestimmt und so sahen wir Ina Müller schon Minuten vor der Punkteabgabe  auf der Bühne rumhibbeln, was aber nicht an der Aufregung lag, wie sie später gestand. Gewundert habe ich mich dann aber doch über diesen altmodischen „Teleprompter“ ,  der Ina jedes Wort vorgibt, was sie zu sagen hat. Ich dachte immer, sowas wird auswendig gelernt und dann frei vorgetragen. Aber vielleicht wollte man das Risiko nicht eingehen, dass Ina abschweift und aus dem Nähkästchen plaudert?


So gab es dann viele Überraschungen. Wie kamen die 10 Punkte aus Deutschland für Griechenland zustande? War damit die Sehnsucht nach einem griechischen Essen verbunden oder nach Urlaubslaune? Ist mir ein Rätsel. Und für einige Minuten zitterte man, wie weit nach vorn sie es wohl schaffen könnten. Nicht auszudenken, wenn Griechenland Erster geworden wäre. Wovon hätten die das bezahlen sollen???

Einer meiner großen Favoriten war Dänemark, auch wenn gemunkelt wird, sie hätten bei Greenday geklaut, das kann ich nicht beurteilen, ich fand den Song frisch, eingängig und fröhlich. Ein echter Ohrwurm, der gut zum ESC passte.

Und noch ein Song hatte es mir angetan, für den ich mich auch telefonisch ins Zeug legte. Island mit ihrer so natürlich und menschlichen Musikergruppe, die für ihren verstorbenen Freund sangen, der das Lied komponiert hatte und selbst auftreten wollte. Nicht nur die Geschichte und der überaus sympathische Auftritt, auch das Lied selbst finde  ich lohnenswert und hätte es gerne weiter oben gesehen, aber die Altersgruppe, die mehrheitlich abstimmt hat da wohl andere Prioritäten.

Und warum die Schweiz so weit hinten landete, ist mir auch ein Rätsel, so schlecht fand ich das Lied nun nicht.
Bosnien Herzigowina dagegen ist ein Griff ins K…, als Straßenmusikanten vielleicht erfolgreich und für den ESC verschroben unterhaltsam, aber so weit vorn? Da konnte ich meinen Augen kaum trauen.
Die Stimmung um mich herum sank merklich, vielleicht waren hauptsächlich Lena Fans gekommen? Sie hatte einen sensationellen Auftritt, da gibt es nichts zu meckern, obwohl sie mir nicht wirklich sympathisch ist, aber der 10. Platz für dieses Lied geht völlig in Ordnung, da gibt es bessere, die dann aber auch nicht aufs Treppchen kamen.

Nun ist alles vorbei und wird schnell in Vergessenheit geraten, aber einige leichte Mitsing-Songs waren dabei und der Unterhaltungswert allemal gegeben. Mir bleiben außerdem noch viele tolle Fotos von gestern, wann hat man schon mal die Gelegenheit, Stars wie Xavier Naidoo oder Natasha Bedingfield aus nächster Nähe zu fotografieren?

So war es alles in allem ein ereignisreicher Abend und es ist immer spannend so nah dabei zu sein. Was nun wohl nach Lena kommt…

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Was hat sie ausgelöst, die heutige Erinnerung, die viele kleine Bilder, mehr aber noch – Gefühle in mir hoch fliegen lässst?
War es der Film „Das Lächeln der Sterne“ mit Richard Gere und hier speziell der berührende Briefwechsel der beiden Hauptdarsteller, den ich nachempfinden konnte, auch wenn er sich von meinem deutlich unterscheidet? Oder die Flasche Rotwein? Beides zusammen?

Ich kann es nicht sagen, was mich da überfallen hat. Ich habe in Schubladen gewühlt, Kartons geöffnet, in der kleinen gedruckten Erzählung geblättert und obwohl mir die Stimme dazu fehlt, war (ist) es heute abend doch so lebendig und das Wasser in mir steigt und steigt.

Ich musste ohnehin ein Buch bestellen für die Facharbeit der Sonnensterntochter: „Warum ich fühle, was Du fühlst“ über die Beschaffenheit der Spiegelneuronen. Ich habe es mir selbst einmal vor drei Jahren bestellt, weil ich mehr über mein eigenes Verhalten lernen wollte und ob es normal ist, wenn man so mitfühlt mit den Menschen um einen herum. Dummerweise kann ich dieses Buch nun nicht wiederfinden und muss es also erneut bestellen, auch wenn es in Kürze sicher wieder auftauchen wird, aber soviel Zeit ist nicht.
Und um den Frust meiner Schusseligkeit zu vertuschen und weil ich ohnehin einen sentimentalen Abend zu fassen habe, kam ich an dem Best of Album von Robbie Williams natürlich auch nicht vorbei. Ich kann die Lieferung kaum abwarten.

Ich war nie ein Fan von Robbie Williams, was sich aber wohl überwiegend auf sein Äußeres bezog. Seit ich mich mit seiner Musik mehr befasse und sie immer auch mit Bilder, Briefen und Erinnerungen zusammen bringe, erscheint alles in einem anderen Licht.  Da kam mir das Best of Album gerade recht, hier habe ich alles, was mir bisher fehlt und genau das richtige um mich in Stunden wie diesen darin fallen zu lassen.

 

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… es wird langsam Zeit für meine Weihnachtswünsche, jetzt zum Ende hin habe ich mich doch noch verzettelt, das war ja klar. 🙂

Während ich die letzten Tage viel unterwegs war, nicht um mich abzuhetzen, sondern um in aller Ruhe durch die Straßen und Geschäfte zu bummeln und Zeit mit lieben Menschen zu verbringen, ist hier viel liegen geblieben. Aber noch stört mich das nicht, der panische Blick wird mich wohl erst morgen mittag erfassen.

Stattdessen habe ich jeden Tag ein bisschen Weihnachtszauber eingesammelt, konserviert und genossen. Schöne Gespräche geführt, mir jeden Tag Zeit für andere Menschen genommen, während ich dann für den Rest der Welt nicht erreichbar war ;-).
Karten geschrieben und Päckchen gepackt und mich dabei rundum zufrieden gefühlt.

Mein Konto ist überzogen, wie jedes Jahr Ende Dezember, trotz aller Bemühungen, kann ich noch nicht zaubern, aber wir kommen wohl über die Runden :-).

Noch habe ich den Kopf voller Kleinigkeiten, die ich bedenken muss, und so schade es einerseits ist, dass die magische Zeit sich ihrem Höhepunkt und gleichzeitig Ende neigt, so ist es doch andererseits auch gut, dass man einmal fertig wird.

Ich hoffe sehr, dass ich in den nächsten Tagen an dieser Stelle die Ruhe finde, um noch einmal zurück zu blicken auf das Jahr, das kein „normales“ Jahr war.

Ich wünsche allen, die hier vorbei oder – durchreisen, ein wunderschönes Weihnachtsfest, voller Wärme und Lachen und Menschen, die einen anstrahlen und zufrieden sind. Geniesst die Tage und Vorsicht, wenn das Hühnerbein oben rausschaut, sollte man aufhören mit der Völlerei – spätestens. Da hilft dann nur noch Cognac.

In diesem Sinne schaut aus dem Fenster und freut Euch über den Zauber einer fast überall weißen Weihnacht.

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Gestern war also mein Heimspiel. DAS Konzerterlebnis schlechthin in diesem Jahr für mich. Laut Hartmut Engler
11 000 Besucher in der ausverkaufen Color Line Arena.

Ich war schon auf so vielen PUR Konzerten, Open-Air und in der Halle.
2 x noch in der Alsterdorfer Sporthalle, mindestens 4 x in der AOL -jetzt Color Line Arena, Waldbühne Berlin, Köln Arena, Katschhof Aachen, Rendsburg, Bahrenfelder Trabrennbahn und ich hab immer noch nicht genug, es könnte immer so weiter gehen.

Gestern abend war es wieder das Feuerwerk, was ich mir erwünscht und erhofft hatte auf dieser „Wünsche“- Tournee.

Wer PUR noch nie live bei einem Konzert erlebt hat, kann sich das nicht vorstellen, was da abgeht. Ich war schon auf so vielen Konzerten, aber PUR ist unvergleichlich und das liegt auch an dem genialen Zusammenspiel zwischen Hartmut Engler und dem Publikum. Mit kleinsten Gesten bewegt er die Massen und reißt sie von den Stühlen.

Sehr genial, die Mittelbühne!!  Sie waren auf allen Plätzen mega-präsent und zudem gingen noch seitlich zwei Laufstege nach links und rechts und ein Podest fuhr von Zeit zu Zeit mit Teilen der Band oder mit Hartmut auf dem Laufsteg mitten in die Menge.

Um 20.10 Uhr ging es fast pünktlich los. Ein Kapuzenmensch stand auf dem einen „Laufsteg“, es sah aus, als würde eine Art Galgen von der Decke hängen, etwas unheimlich sah es aus. Der Kapuzenmensch hielt Feuer an die Lunte und es sprang überraschend an verschiedene Punkte und enzündete automatisch ein Feuerwerk zur Eröffnung.
Zunächst wurden viele Titel vom neuen Albumg gespielt, die sich aber fast alle gut für ein Konzert eignen, durchgängig und mitreißend klingen.
Das 11 000 Menschen begeistert klatschend und wippend eine alte demenzkranke Frau besingen … „Frau Schneider erkennt mich heute wieder nicht, Frau Schneider grinst mich an und sagt, sind Sie der, der gegen mich im Halma verliert“ – sowas funktioniert wohl nur auf einem PUR Konzert und mag auf Außenstehende eigentümlich wirken.

Die Geschichte, die Hartmut dazu erzählt hat, weist aber nur darauf hin, dass auch und besonders alte und kranke Menschen, noch eine eigene Persönlichkeit haben, die oft vielleicht von einer Krankheit in den Hintergrund gedrückt wird. Wir neigen dazu, Krankheiten nur von der dunklen Seite zu sehen und uns davon runterziehen zu lassen.

Dieses Lied hat mich an meinen diesjährigen ersten Besuch in einem Hospiz erinnert, in dem so kraftvoll und positiv, so beruhigend und – gerade an diesem Ort – lebensbejahend mit allen tragischen Menschengeschichten umgegangen wurde.

Frau Schneider rockt.

Und meine melancholischen Gedanken hielten sich in  Grenzen, taten diesmal nicht weh. Ich war ganz bei mir, habe mich fallen lassen in die Musik. Musik die überall war, unter den Füßen, im Körper, in den Mundwinkeln, den Händen und Beinen – alles vergessen und nur im Takt mitgehen.

Natürlich war „Lena“ dabei, mein absolutes Lieblingslied. Lena kann ich nicht beschreiben, das muss man fühlen.

Es fehlte nichts, neben vielen neuen Liedern, gab es auch viele Rückblicke, Funkelperlenaugen, Prinzessin, Abenteuerland, Seiltänzertraum, Ein graues Haar, Ich denk an Dich, Indianer, Mittendrin und, und, und – ein A-ha Erlebnis nach dem anderen,  ein Wiederhören auch von den Liedern, die schon ein bisschen in Vergessenheit geraten sind. Es gab Seifenblasen und Feuerfunken und die Bühne war stets in wunderschönes wechselndes Licht gehüllt, warme, kraftvolle Töne und so ganz anders als neulich bei den Söhnen Mannheims, wo man das Gefühl hatte, es fliegen einem laufend Lichtfunken in die Augen, von denen man erblindet.

Hier war das Licht perfekt und passte sich bezaubernd in die Show ein, hüllte die  Zuschauer im Innenraum ein.

2 1/2 Stunden bis 22.45 Uhr gaben PUR alles. Schön auch, wenn die Fans mitten im Konzert ein altes Ritual hervorzaubern. Ohne das Hartmut etwas sagt oder es Anzeichen für einen Gesang gibt, hört man es zunächst in einem Block leise beginnend, sich dann langsam fortsetzend, bis er auf alle überspringt, der Funke, der alle Besucher zu einem Chor vereint „Oh wie ist das schön, oh wie ist das schön, sowas hat man lange nicht gesehn, so schön, so schön. Hartmut ist jedesmal davon überrascht, weil er nicht weiß, WANN es kommt, aber irgendwann ist es einfach soweit. Er lauscht seinem Publikum, grinst, stimmt mit ein und übernimmt dann wieder das Ruder, dass ihm das Publikum kurzzeitig aus der Hand genommen hat.

Vor Jahren habe ich es mal beim Verlassen eines Konzertes erlebt. Der Ausgang war sehr schmal und die Menschenmenge schob sich in ein immer enger werdendes Nadelöhr, ich bekam langsam Beklemmungen, es wurde immer drängender und drückender und plötzlich stimmten ein paar Leute in der Masse dieses oh wie ist das schön-Lied an und sofort fiel die ganze Anspannung von der Menge ab und das Geschiebe wurde viel entspannter. So ist das bei PUR Konzerten.

Und auch wenn Hartmut Engler sicherlich immer im Mittelpunkt steht und die Massen dirigiert, so sind auch alle anderen PUR Band-Mitglieder präsent und verbreiten auf der Bühne viel gute Laune und Spielfreude, ich habe das sehr wohl wahrgenommen und mich daran gefreut.

Ein Wunsch gibt es auch schon. Nächstes Jahr auf Schalke dabei sein!!!  Wir sehen uns wieder! 🙂

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Pop Vocal ist cool

Wer glaubt die Wise Guys wären eine A-capella-Band irrt.  Zwar zeichnen sie sich vor allem dadurch aus, dass sie elastische, begeisternde Musik ohne Instrumente machen, aber da sie eine moderne Band sind (sagt man in diesem Zusammenhang eigentlich Band?), da sie also moderne, singende Entertainer mit einem Blick nach vorn sind, haben sie selbst beschlossen, statt A-capella nur noch Pop Vocal zu singen.
Es klingt noch immer so überzeugend und mitreißend wie eh und je, Pop Vocal ist aber viiiiel cooler 🙂 .

Gestern also habe ich mein erstes Wise Guys Konzert besucht und mal abgesehen von den altbackenen „Seniorensesseln“ im Hamburger CCH mit Hörsaalcharme, war es ein rundum gelungener Abend.

Bei den Wise Guys muss man gut zuhören, um ihre zumeist intelligenten Texte zu verstehen, den Wortspielereien folgen zu können und auch das Augenzwinkern darin nicht zu überhören.
Mindestens ebenso unterhaltsam und unverzichtbar sind die jeweiligen Kommentare zu den Songthemen. Besonders Dän könnte ich stundenlang zuhören, es tut einfach gut, seinen Geschichten zu lauschen, sich zum Lachen bringen zu lassen und anschließend mit wippenden Füßen zu klatschen und mit zu singen.

Für jede Jahreszeit, für jede Situation und Thema gibt es das passende Lied. So natürlich auch zur Weihnachtszeit. Dazu habe ich einen entzückenden Film bei you tube gefunden.

Ich kann sie nur empfehlen, die fünf jungen Männer mit dem Pop Vocal. 🙂

 

 

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