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Archive for the ‘Nordsee’ Category

Erstaunlich wie man das Zeitgefühl verliert, wenn man zwei Wochen lang nichts weiter zu tun hat, als sich selbst zu beschäftigen. Keine Termine, kein Blick auf die Uhr, essen wenn man Hunger hat, schlafen wenn man müde ist.
Einatmen, Ausatmen, der Blick in die Wolken und die Gedanken schweifen lassen. Einerseits neigt man dazu zu sagen, unglaublich, jetzt sind wir ja schon wieder zu Hause. Andererseits kommt es mir aber so vor als wäre ich ganz lange weg gewesen, mehr als nur 16 Tage.

Es war, als hätte die Zeit für einen Moment angehalten und ich bin „stehen geblieben“, habe nach außen geschaut, sehr oft in den Himmel, bin den Wolken gefolgt, die an der Nordsee ihr Eigenleben führen und habe gleichzeitig nach innen gehorcht. Meine Gedanken sortiert. Nicht angestrengt und überstürzt, sondern ganz in Ruhe und mit Bedacht. Und bin zu Ergebnissen gekommen – für mich.

Das ist neu.

Ich bin in diesem Jahr nicht ein einziges Mal weit hinaus gegangen ins Watt, bin nicht eins geworden mit der einsamen Stille, sondern weiter vorne am Rand geblieben, mit Blickkontakt zum Strand. Es hat sich einfach so ergeben, ich hatte nicht wie sonst das Bedürfnis weit hinaus zu laufen. Nach der Hälfte des Urlaubs habe ich mich skeptisch gefragt, woran das wohl liegen mag, dass mir der Blick in die Ferne genügte, dass ich ihr nicht entgegen gehen, nicht folgen wollte. 100_3931
Die Erinnerung war auch ohne Wattläufe lebendig. Aber vielleicht habe ich gespürt, dass ich in diesem Jahr wirklich alleine gewesen wäre da draußen.  Ich glaube nicht, dass das für immer so bleiben wird. Eines Tages werde ich loslaufen und mir der Nähe wieder bewusst sein, die mich umgibt, aber in diesem Jahr war der Weg verstellt.
Traurig, mit leicht feuchten Augen,  bin ich darüber nur in diesem Moment, wo ich es schreibe. Unterwegs war ich eigentlich recht gelassen und ausgeglichen, mit einigen wehmütigen Momenten, aber ich habe das Leben – angenommen – so wie es jetzt ist. Verändert, aber nicht leer.
Und ich habe geträumt, wo ich doch eigentlich nie träume, jedenfalls nie bewusst. Aber in den letzten zwei Wochen hatte ich zeitweise einen sehr leichten Schlaf und habe mir dabei die verrücktesten Dinge zusammen geträumt. Einmal jedoch auch sehr real, ein Traum, über den ich glücklich bin und den ich sofort nach dem Aufwachen in meinem Tagebuch aufgeschrieben habe, weil ich so leicht vergesse.

Ich habe aber noch über andere Dinge nachgedacht. Meinen Mittelpunkt. Meine „Rolle“ im Leben. (mehr …)

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Wieder da…

Jahaa, ich bin wieder dahaa! 🙂

Stecke aber noch mitten im Auspackchaos. Sobald ich das bewältigt habe, geht´s hier weiter.

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Wer unser vollgepacktes Auto bei der Abreise gesehen hätte, würde nicht auf die Idee kommen,  dass ich etwas vergessen habe und doch gibt es Dinge – die passen nicht in den Koffer. Mein Gehirn zum Beispiel, dass muss ich irgendwo auf dem Weg über das Wasser verloren haben. Vielleicht ist es von der Fähre geplumpst.
Jedenfalls bewege ich mich hier überwiegend intelligenzfrei auf der Insel und es gibt keine blöde Frage, die mir nicht zu blöd ist. :-))

„Die Straße sieht ganz anders aus, waren wir hier schon mal?“
„Du vielleicht nicht, Du kommst ja jedes Jahr neu hierher, wir waren schon 30 Mal hier – mindestens“, antwortet dann der Ingenieur resigniert.

„Welche Richtung liegt eigentlich Nieblum? Und ist der Leuchtturm da drüben auf Amrum oder Sylt?“
Mit solchen Fragen kann ich meine Familie in den Wahnsinn treiben …

Den ganzen Tag nichts als Weite, Himmel, Wasser, Watt und F r e i h e i t.
Nur alle paar Tage zieht es mich dann doc h ins Internetcafe. Zwar ist mein Blick immer hektisch auf die ablaufende Gebührenuhr gerichtet und ich springe gehetzt von einer Seite zur nächsten, was wollte ich jetzt gleich noch mal… , aber ganz lassen kann ich es dann doch nicht, den Blick in die virtuelle Welt.
Da wartete dann das nächste Problem, meine Passwörter. Egal wie einfach und logisch ich sie auch angelegt habe, ich kann mich an kein einziges erinnern. Herr laß Hirn vom Himmel wachsen. Ich habe also eine geschlagene Stunde gebraucht, um wenigstens meine Mails öffnen zu können und mich hier mal kurz zu Wort zu melden. Warum eigentlich – geht es mir grad durch den Kopf? Warum lasse ich nicht einfach die Welt, Welt sein und – BIN – einfach nur. Hier. Auf der Insel – abgeschieden und abgeschaltet?
Letzteres stimmt ja sogar fast und ich rudere dagegen an, indem ich mir neue Passwörter bastel, die ich dann wieder vergessen werde…

Hin und wieder will ich halt nur testen, ob nicht doch noch ein wenig Hirn übrig geblieben ist, dass ich am Ende des Urlaubs aus dem Sand klauben und mühsam mit auf die Fähre schleppen kann.  🙂
Ich lasse mich hier fallen, treiben, manchmal ziehen und blicke den Wolken aufatmend hinterher.
Wenn ich nicht alle Internetseiten besuche, ihr wisst schon, dann liegt es an den Passwörtern… ich habe längst noch nicht alle wieder zusammen.

Bis später. Macht es gut und für diejenigen, die noch nichts gehört haben von mir, einige Karten und Briefe sind noch unterwegs oder … in der Planung. 🙂

Eine Meeresbrise hierlassend verschwinde ich jetzt wieder, ab in die weite Landschaft der intelligenzfreien Gefühlsgedanken. 😉

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