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Archive for the ‘Winter’ Category

Eisig

Dieses Jahr hat uns der Winter ja wirklich mächtig im Griff. Im Norden scheint er noch hartnäckiger zu sein, als im Westen des Landes.

Seit wir letzte Woche Dauerschnee hatten, der dann taute und wieder fror, taute und wieder fror, zwischendrin mit neuen Schneeschauern verdickt, haben wir in Hamburg so vereiste Gehwege, dass die Menschen reihenweise mit Knochenbrüchen in die Krankenhäuser kommen.

Es ist aber auch abenteuerlich, wenn man zu Fuß unterwegs ist. Mich hats letzten Freitag auch von den Füßen gehauen und man glaubt gar nicht, wie schnell das geht, wenn man es nicht selbst erlebt. Da kann man sich noch so vorsehen, wenn die Beine fliegen, fliegen sie.
Teilweise ist es sogar leichter mit dem Auto zu fahren, man muss dann nur beim Aussteigen aufpassen, dass man nicht gleich wieder liegt.

Wir haben zusammen mit den Nachbarn in der Straße dann den festen Eispanzer auf dem Bürgersteig regelrecht mit dem Spaten abgeklopft, überall liegen bergeweise Eisplacken am Straßenrand, die von schwerer Arbeit zeugen.
Und jetzt schneit es schon wieder seit über einer Stunde und ich weiß nicht, ob ich jetzt besser gleich räume, bevor es wieder zu einer festen Schneedecke wird, die frieren kann oder ob es sinnvoller ist zu warten, bis es aufhört. Seufz. Das mag ich nicht an diesem Winter, obwohl ich nach wie vor nichts gegen Kälte habe.

Gestern gab es dann aufgrund der vielen Fußgängerunfälle einen eigens einberufenen Eis-Krisengipfel in der der Umweltbehörde, mit dem Ergebnis, dass jetzt 1000 Streumänner zusätzlich im Einsatz und Streugut soll verstärkt kostenlos an Hausbesitzer abgegeben werden. Granulat und Salz bekommt man mittlerweile nämlich in keinem Baumarkt mehr, die Bestände sind restlos aufgebraucht, die Menschen streuen schon mit Blumenerde, Kaffeesatz, Sand und was ihnen sonst so einfällt.

In diesem Sinne, also rein in die Stiefel, den Besen geschnappt und ich bin dann mal weg …. Schnee fegen.

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Alstereismärchen

Neben den Unbequemlichkeiten die uns dieser Winter sicher auch beschert, gibt es aber auch viele Schönheiten und Vergnügungen zu genießen.

So ist in Hamburg nach vielen Jahren die Alster endlich mal wieder zugefroren und es gab schon seit Tagen ein großes Bohai in den Medien, ob es denn nun ein Alster-Eis-Vergnügen gibt oder nicht. Dazu gehört eine offizielle Freigabe der Umweltbehörde und die Genehmigung auf der Alster Glühwein- und Bratwurststände aufzubauen.
Das bedeutet aber auch, dass möglicherweise gleich Hunderttausende auf die Alster strömen, was die Eisdecke, die immerhin knapp 20cm dick ist, stark belasten würde und –  die Unvernunft der Menschen mit einkalkuliert – durchaus zu möglichen Einbrüchen an nicht vorhersebaren Stellen führen könnte.

Wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs tatsächlich wäre, kann niemand mit Bestimmtheit sagen, aber die Menschenmassen die heutzutage zu jeder Art von Event strömen stellen zumindest ein Restrisiko da, das die Behörde nicht verantworten wollte.

So darf nun also jeder „auf eigene Gefahr“ auf und über die Außenalster laufen und auch ohne Freßbuden tummeln sich Tausende Hamburger und Touristen auf dem gefrorenen Wasser mitten in der Stadt.

Auch wir haben es uns nicht nehmen lassen und es war ein zauberhafter Ausblick, der uns erwartete. Diese riesige weite Fläche mitten in der Großstadt, dick zugefroren und schneebedeckt, weil es in der Nacht zu Samstag wieder kräftig geschneit hat. Menschen die kreuz und quer über das Eis liefen, dazwischen Hunde, Schlitten, Kinder und über allem dieser typische Winterhimmel, den ich so mag. In fahles Licht getauchte Wolkenschichten, die von dunkelgrau bis leicht rosa gefärbt waren, dazwischen ein kalter blauer Himmel und die Sonne, die ihr gleißendes Licht auf den weißen Schnee warf.
Die Kälte im Gesicht war nicht beißend, sondern winterlich klar und wohltuend und so bin ich immer wieder stehen geblieben, mich um die eigene Achse drehend, um das ganze Panorama unserer Stadt zu genießen.

Ich fand es viel „natürlicher“ so ohne Buden auf dem Eis. Manch einer hatte sich eine Thermoskanne mit Heißgetränken mitgenommen, allgemein herrschte gute Stimmung aber mit Ausnahme der vereinzelten Ausschankbuden am Ufer gab es keinen allzu großes Menschenandrang, was ich als ausgesprochen angenehm empfand.
So kann es gerne noch ein paar Tage bleiben. Und die Hamburger wissen ihre Stadt zu genießen und nutzen jede Gelegenheit dazu!

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Endlich Winter

Jeden Morgen wenn ich aus dem Fenster schaue, freue ich mich über die weiße Pracht vor der Haustür.
Und die Kälte, wenn ich nach draußen trete und diese seltsame Stille, die mich umgibt.
Zugegeben, ich bin hier nicht zuständig für das Schneeräumen vor der Tür und kann meine begeisterten Augen locker über die unbequemen Seiten der Wetterfront hinwegschweifen lassen.
Obwohl mir das Autofahren nicht mehr so viel Spaß macht wie sonst, im Gegensatz zum Ingenieur drifte ich nicht so gerne quer durch die Kurven, sondern bevorzuge es in der Spur zu bleiben.

Aber die Vorteile des Winters überwiegen.  Noch.  🙂

Wie schön sich das Licht im Schnee bricht und die Landschaft zum Strahlen bringt.  Der Januar wirkt gleich freundlicher und heller, als würde er im grauen Einerlei fieser Regenwolken untergehen, wie in den Vorjahren so oft.

Daraus zu schließen, das Gerede um den Klimawandel ist reine Panikmache, wäre allerdings eine Torheit.

Ich denke eher so – was bin ich froh über den Anblick des Winters und wie traurig wäre es, wenn mir nachfolgende Generationen auf ähnliche Schneefreuden verzichten müssten.

Natürlich schlägt sich der Winter auch im Alltag nieder, was es damit auf sich hat, werde ich in den nächsten Tagen wieder einmal in einem Podcast festhalten. (Die Tonqualität auf der neuen Festplatte ist noch nicht optimal eingestellt)

Bis dahin – zieht euch warm an und seid froh darüber! 🙂

P.S. In einigen Teilen Deutschlands geht es wohl recht beschwerlich zu in diesen Tagen – da mag die Begeisterung dann nachlassen, vielleicht hilft die richtige Einstellung. Nicht gegen das Wetter kämpfen, sondern sich mit ihm arrangieren, mehr Zeit einplanen und Dinge die nicht machbar sind, verschieben.

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… es wird langsam Zeit für meine Weihnachtswünsche, jetzt zum Ende hin habe ich mich doch noch verzettelt, das war ja klar. 🙂

Während ich die letzten Tage viel unterwegs war, nicht um mich abzuhetzen, sondern um in aller Ruhe durch die Straßen und Geschäfte zu bummeln und Zeit mit lieben Menschen zu verbringen, ist hier viel liegen geblieben. Aber noch stört mich das nicht, der panische Blick wird mich wohl erst morgen mittag erfassen.

Stattdessen habe ich jeden Tag ein bisschen Weihnachtszauber eingesammelt, konserviert und genossen. Schöne Gespräche geführt, mir jeden Tag Zeit für andere Menschen genommen, während ich dann für den Rest der Welt nicht erreichbar war ;-).
Karten geschrieben und Päckchen gepackt und mich dabei rundum zufrieden gefühlt.

Mein Konto ist überzogen, wie jedes Jahr Ende Dezember, trotz aller Bemühungen, kann ich noch nicht zaubern, aber wir kommen wohl über die Runden :-).

Noch habe ich den Kopf voller Kleinigkeiten, die ich bedenken muss, und so schade es einerseits ist, dass die magische Zeit sich ihrem Höhepunkt und gleichzeitig Ende neigt, so ist es doch andererseits auch gut, dass man einmal fertig wird.

Ich hoffe sehr, dass ich in den nächsten Tagen an dieser Stelle die Ruhe finde, um noch einmal zurück zu blicken auf das Jahr, das kein „normales“ Jahr war.

Ich wünsche allen, die hier vorbei oder – durchreisen, ein wunderschönes Weihnachtsfest, voller Wärme und Lachen und Menschen, die einen anstrahlen und zufrieden sind. Geniesst die Tage und Vorsicht, wenn das Hühnerbein oben rausschaut, sollte man aufhören mit der Völlerei – spätestens. Da hilft dann nur noch Cognac.

In diesem Sinne schaut aus dem Fenster und freut Euch über den Zauber einer fast überall weißen Weihnacht.

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Spannende Frage an diesem Sonntag. Meine Handyuhr hat sich automatisch selbst umgestellt, der Radiowecker dagegen nicht, die PC Uhr ja und so ging es munter weiter. Wenn dann auch noch die erwachsenen Kinder und der Mann ohne Absprache an den einzelnen Uhren herum drehen, ist das Zeitchaos perfekt.
Jedenfalls gab es wieder mal so manch verwirrtes Gesicht und die eine oder andere Uhr hat den Sprung zurück in die Zeit auch noch gar nicht geschafft. So wirft man einen Blick auf die Küchenuhr, erschrickt – so spät schon und dann – Aufatmen, die ist ja noch nicht umgestellt. Hoffentlich kriegen wir dann alle rechtzeitig mit, wenn sie jemand umstellt. 😉

Ich staune immer wieder, wie viel so eine Stunde ausmacht. Ich habe soviel aufgeräumt, gebügelt und „vor“-gearbeitet und hatte trotzdem immer noch massig Zeit, dass mein Schaffensdrang kaum zu bremsen war. Das hat direkt Spaß gemacht, aber warum man sich von einer geschenkten oder im Frühjahr geklauten Stunde so beeinflussen lässt und sie so bewusst den ganzen Tag über zu spüren bekommt ist schon ein bisschen verrückt.

Ansonsten gehöre ich zu den Anhängern der Sommerzeit. Ich bin ohnehin eine Frühaufsteherin, das macht mir also nichts und ich mag es, wenn es abends möglichst lange hell ist. Umso schwerer fällt mir jetzt die Umstellung auf die Winterzeit und die nicht mehr zu verdrängende „dunkle Jahreszeit“, die ich am liebsten überspringen würde. Wenn man schon am Nachmittag mit Licht fahren muss, hält mich das mehr im Haus und ich suche bis Anfang des Jahres nach meiner Unternehmungslust… ich werde dagegen ankämpfen, aber ein erfreulicher Gedanke ist das nicht.

Ein Lichtblick ist da die nahende Adventszeit. In gut vier Wochen werden wieder überall Lichter die Dunkelheit erhellen und der Budenzauber der unzähligen Weihnachtsmärkte lockt dann doch aus dem Haus.
So ist dann nur noch der Januar und Februar zu überstehen, bis es langsam wieder bergauf geht.

Zunächst aber heißt es vier graue Novemberwochen zu überstehen, bevor Gerüche, Lichter und Augenschmaus uns die Dunkelheit versüßen.

Vorfreude ist ja auch was Schönes….

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Wintereinbruch

Hier schneit´s gerade wie blöde. Um dem Ganzen doch noch etwas positives abzugewinnen dies hier

Update:  So siehts bei uns aus und ich musste eine halbe Stunde schwerstens Schnee schieben. Betonung liegt auf schwerstens – ich hasse das nämlich, der Schneeschieber und ich, wir mögen uns gar nicht. Das dumme Ding ist viel zu lang und schwer für mich und ich stolpere hinter ihm her, während er mich ständig schubst.

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Eisig

Ist wohl nicht mein Tag heute.

So oft wie diesen Winter habe ich lange nicht mehr gefroren.
Gestern abend bin ich, wie so oft in letzter Zeit mit Socken ins Bett gegangen und habe mir auch noch den dicken Frotteeschlafanzug (sehr chic, macht dem Feinripp Konkurrenz 😉 )  aus dem Schrank gegriffen, hab mir das Federbett bis über die Ohren gezogen und trotzdem die halbe Nacht gefroren.

Und kalte Hände sind auch unangenehm, wenn sie den ganzen Tag nicht warm werden. Und so ist dann auch der Tag. Hm.

Ich verzieh mich mal unter die Wolldecke und blättere in meinem Buch, bin da einigen schönen Sätzen auf der Spur.

Und gerade klingelte mein Nachbar, überreichte mir ein hübsch verpackte Schokolade auf der steht „Schokolade für besonders nette Nachbarn“ – die nehm ich jetzt mit unter die Decke.  😉

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