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Archive for the ‘Konzert’ Category

Damals – Anfang der 90er war ich weiß Gott kein Take That Fan. Mir ging die Hysterie damals furchtbar auf die Nerven.
Für mich waren das so tanzende Milchbubis  und ich habe den Hype um diese ganzen Boybands nie verstanden. Ich hatte zu der Zeit zwei Kindergartenkinder und ganz andere Dinge im Kopf. Und ich fing da  gerade mit meiner „PUR“-Phase an.  Entsprechend habe ich auch die ganzen Take That Songs gar nicht drauf.

Als sie in der Versenkung verschwanden war ich nicht böse drum und auch die Auferstehung von Robbie Williams als Solostar ging zunächst völlig an mir vorbei.
Erst der Weltenbummler stieß mich immer wieder mit der Nase darauf. Für ihn war Robbie Williams der Größte und ich besorgte ihm mit den Jahren alle Alben und Musik DVD´s und freute mich an seiner Begeisterung ohne mich selbst davon anstecken zu lassen.
Bei unserer ersten Begegnung dann konnte ich ihm aber nicht mehr entkommen. Wir schauten uns die Konzert DVD Live in Knebworth an und da begann ich endlich zu verstehen.

Es ist wirklich ein Erlebnis Williams live auf einer Bühne zu erleben und plötzlich ging mir auch die Musik viel mehr unter die Haut.

Einiges von dieser RW-Begeisterung hat er mir hinterlassen und ich registriere heute jede Neuerscheinung, diesmal allerdings im eigenen Interesse. Dennoch hatte ich lange Zeit nicht vor, ein Ticket für das Take That Konzert zu kaufen. Aber wie das so ist, manchmal kommt es anders.
In einer sentimentalen Nacht Anfang Juli habe ich ganz spontan die Ticket-Seite im Internet besucht, um zu schauen, ob es überhaupt noch Karten gibt und ich war überrascht, dass das gar kein so großes Problem war. Da konnte ich nicht widerstehen und habe eine Karte gebucht, die ich mir zum Geburtstag habe schenken lassen.

Und am Freitag war es dann soweit. Take That in Hamburg und alle waren in Aufruhr, zumal es ja schon Unruhe gegeben hatte, ob Robbie nun wirklich auftreten kann, nachdem das Konzert am Wochenende davor in Kopenhagen abgesagt wurde.
Sämtliche Radiostationen in der Stadt sprangen erneut auf den Take That Hype auf und je mehr ich davon hörte, desto unruhiger wurde ich. Die ersten Fans sammelten sich schon morgens am Stadion. Die Einlaßkontrollen sollten sehr umständlich sein, da die Karten personalisiert waren. Ich war mehr aufgeregt wegen der Hysterie und dem Andrang als wegen des Konzertes.

So war ich schon kurz vor 17 Uhr am Volksparkstadion und sah dem Einlaß mit gemischten Gefühlen entgegen. Aber da war gar nix los. Ich stand in keiner Schlange. Ich habe mein Ticket und Ausweis vorgezeigt, ich hatte keine Tasche mit, wie die Mädels die ihren ganzen Hausstand dabei haben. Geld, Taschentücher, Handy in der Jackentasche und alles war easy. Ruckzuck war ich durch und hatte dann ganz in Ruhe Zeit zum Gucken.

Die Zeit bis 19.30 Uhr ging relativ schnell rum, es gab genug zu Gucken und der Gang zu den Toiletten war dann auch noch eine Begegnung der besonderen Art.
Als Vorgruppe heizten die Pet Shop Boys ein, was ja schon mal ein Highlight war und sogleich Partystimmung aufkommen ließ. Und dann so gegen 20.45 Uhr starteten Take That – zumindest vier von ihnen. Robbie Williams war noch nicht in Sicht und nach dem dritten (?) Lied wurde ich langsam unruhig. Er wird doch kommen…. ?
Aber der Auftakt war sehr gelungen. So kamen dann auch alle zum Zug und RW stand nicht so von Beginn an über allem.

Überraschend, ungewöhnlich und irgendwie komisch fand ich die Aufforderung, dass wir erst alle die Deutschlandhymne singen sollten. Das habe ich noch nie erlebt. Ich musste aber lachen und zum Glück gab es genügend Leute im Publikum, die einen über die Textlücken hinweg geholfen haben. Ich glaube Mark Owen war es, der das ankündigte und dann von seinem Handy den Text abspielte, den wir mitsingen sollten.
Es gab viele so kleine Ideen, die sie eingeworfen haben und damit die Distanz zwischen singendem Künstler auf der Bühne und Konzertbesucher aufgebrochen haben. Das gelingt ja bei Nicht-deutschsprachigen Künstlern nicht immer gleich gut.

Und dann kam er – Robbie, der Held aller kreischenden Mädels, die aber inzwischen auch erwachsen geworden sind und er eroberte die Bühne und das Publikum im Sturm. Robbie Williams ist ein genialer Entertainer. Er spielt und kokettiert  mit dem Publikum, baut eine Verbindung auf, in dem er sich preis gibt – was ja aber auch nur Show ist, aber es wirkt sehr nah. Er gibt alles und hat dabei auch keine Berührungsängste.  Kein Wunder, dass er Everybodys Darling ist. Verdient!!!

Die ganze Show war so gigantisch, man wusste gar nicht, wo man überall hinschauen sollte, alles war so perfekt. Die Kulissen, die tanzenden Fabelwesen, die an eine Mischung aus Alice im Wunderland und Mary Poppins erinnerten, die vielen Hits, bei denen man nicht still sitzen bleiben konnte.

Hammer! Megagenial!!! Ich bin begeistert, sowas mal miterlebt zu haben und bereue die Entscheidung in keinster Weise. Sollte Robby Williams noch mal solo auf Tour gehen und dabei auch Station in Hamburg machen, werde ich versuchen, auch da ein Ticket zu bekommen.

Das Wetter meinte es ja bei diesem Hamburg Konzert nicht so gut mit uns und nicht nur die Zuschauer im Innenraum, sondern auch die Band wurde richtig nass und ich habe sie sehr bewundert, dass alle fünf Jungs sich überhaupt nichts haben anmerken lassen von dem ganzen Regen. Die haben so gepowert und ihre Show gemacht, als würde die Sonne scheinen. Respekt!!!

Alles in allem ein genialer Abend, den ich so schnell nicht vergessen werde!

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Gestern war also mein Heimspiel. DAS Konzerterlebnis schlechthin in diesem Jahr für mich. Laut Hartmut Engler
11 000 Besucher in der ausverkaufen Color Line Arena.

Ich war schon auf so vielen PUR Konzerten, Open-Air und in der Halle.
2 x noch in der Alsterdorfer Sporthalle, mindestens 4 x in der AOL -jetzt Color Line Arena, Waldbühne Berlin, Köln Arena, Katschhof Aachen, Rendsburg, Bahrenfelder Trabrennbahn und ich hab immer noch nicht genug, es könnte immer so weiter gehen.

Gestern abend war es wieder das Feuerwerk, was ich mir erwünscht und erhofft hatte auf dieser „Wünsche“- Tournee.

Wer PUR noch nie live bei einem Konzert erlebt hat, kann sich das nicht vorstellen, was da abgeht. Ich war schon auf so vielen Konzerten, aber PUR ist unvergleichlich und das liegt auch an dem genialen Zusammenspiel zwischen Hartmut Engler und dem Publikum. Mit kleinsten Gesten bewegt er die Massen und reißt sie von den Stühlen.

Sehr genial, die Mittelbühne!!  Sie waren auf allen Plätzen mega-präsent und zudem gingen noch seitlich zwei Laufstege nach links und rechts und ein Podest fuhr von Zeit zu Zeit mit Teilen der Band oder mit Hartmut auf dem Laufsteg mitten in die Menge.

Um 20.10 Uhr ging es fast pünktlich los. Ein Kapuzenmensch stand auf dem einen „Laufsteg“, es sah aus, als würde eine Art Galgen von der Decke hängen, etwas unheimlich sah es aus. Der Kapuzenmensch hielt Feuer an die Lunte und es sprang überraschend an verschiedene Punkte und enzündete automatisch ein Feuerwerk zur Eröffnung.
Zunächst wurden viele Titel vom neuen Albumg gespielt, die sich aber fast alle gut für ein Konzert eignen, durchgängig und mitreißend klingen.
Das 11 000 Menschen begeistert klatschend und wippend eine alte demenzkranke Frau besingen … „Frau Schneider erkennt mich heute wieder nicht, Frau Schneider grinst mich an und sagt, sind Sie der, der gegen mich im Halma verliert“ – sowas funktioniert wohl nur auf einem PUR Konzert und mag auf Außenstehende eigentümlich wirken.

Die Geschichte, die Hartmut dazu erzählt hat, weist aber nur darauf hin, dass auch und besonders alte und kranke Menschen, noch eine eigene Persönlichkeit haben, die oft vielleicht von einer Krankheit in den Hintergrund gedrückt wird. Wir neigen dazu, Krankheiten nur von der dunklen Seite zu sehen und uns davon runterziehen zu lassen.

Dieses Lied hat mich an meinen diesjährigen ersten Besuch in einem Hospiz erinnert, in dem so kraftvoll und positiv, so beruhigend und – gerade an diesem Ort – lebensbejahend mit allen tragischen Menschengeschichten umgegangen wurde.

Frau Schneider rockt.

Und meine melancholischen Gedanken hielten sich in  Grenzen, taten diesmal nicht weh. Ich war ganz bei mir, habe mich fallen lassen in die Musik. Musik die überall war, unter den Füßen, im Körper, in den Mundwinkeln, den Händen und Beinen – alles vergessen und nur im Takt mitgehen.

Natürlich war „Lena“ dabei, mein absolutes Lieblingslied. Lena kann ich nicht beschreiben, das muss man fühlen.

Es fehlte nichts, neben vielen neuen Liedern, gab es auch viele Rückblicke, Funkelperlenaugen, Prinzessin, Abenteuerland, Seiltänzertraum, Ein graues Haar, Ich denk an Dich, Indianer, Mittendrin und, und, und – ein A-ha Erlebnis nach dem anderen,  ein Wiederhören auch von den Liedern, die schon ein bisschen in Vergessenheit geraten sind. Es gab Seifenblasen und Feuerfunken und die Bühne war stets in wunderschönes wechselndes Licht gehüllt, warme, kraftvolle Töne und so ganz anders als neulich bei den Söhnen Mannheims, wo man das Gefühl hatte, es fliegen einem laufend Lichtfunken in die Augen, von denen man erblindet.

Hier war das Licht perfekt und passte sich bezaubernd in die Show ein, hüllte die  Zuschauer im Innenraum ein.

2 1/2 Stunden bis 22.45 Uhr gaben PUR alles. Schön auch, wenn die Fans mitten im Konzert ein altes Ritual hervorzaubern. Ohne das Hartmut etwas sagt oder es Anzeichen für einen Gesang gibt, hört man es zunächst in einem Block leise beginnend, sich dann langsam fortsetzend, bis er auf alle überspringt, der Funke, der alle Besucher zu einem Chor vereint „Oh wie ist das schön, oh wie ist das schön, sowas hat man lange nicht gesehn, so schön, so schön. Hartmut ist jedesmal davon überrascht, weil er nicht weiß, WANN es kommt, aber irgendwann ist es einfach soweit. Er lauscht seinem Publikum, grinst, stimmt mit ein und übernimmt dann wieder das Ruder, dass ihm das Publikum kurzzeitig aus der Hand genommen hat.

Vor Jahren habe ich es mal beim Verlassen eines Konzertes erlebt. Der Ausgang war sehr schmal und die Menschenmenge schob sich in ein immer enger werdendes Nadelöhr, ich bekam langsam Beklemmungen, es wurde immer drängender und drückender und plötzlich stimmten ein paar Leute in der Masse dieses oh wie ist das schön-Lied an und sofort fiel die ganze Anspannung von der Menge ab und das Geschiebe wurde viel entspannter. So ist das bei PUR Konzerten.

Und auch wenn Hartmut Engler sicherlich immer im Mittelpunkt steht und die Massen dirigiert, so sind auch alle anderen PUR Band-Mitglieder präsent und verbreiten auf der Bühne viel gute Laune und Spielfreude, ich habe das sehr wohl wahrgenommen und mich daran gefreut.

Ein Wunsch gibt es auch schon. Nächstes Jahr auf Schalke dabei sein!!!  Wir sehen uns wieder! 🙂

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Pop Vocal ist cool

Wer glaubt die Wise Guys wären eine A-capella-Band irrt.  Zwar zeichnen sie sich vor allem dadurch aus, dass sie elastische, begeisternde Musik ohne Instrumente machen, aber da sie eine moderne Band sind (sagt man in diesem Zusammenhang eigentlich Band?), da sie also moderne, singende Entertainer mit einem Blick nach vorn sind, haben sie selbst beschlossen, statt A-capella nur noch Pop Vocal zu singen.
Es klingt noch immer so überzeugend und mitreißend wie eh und je, Pop Vocal ist aber viiiiel cooler 🙂 .

Gestern also habe ich mein erstes Wise Guys Konzert besucht und mal abgesehen von den altbackenen „Seniorensesseln“ im Hamburger CCH mit Hörsaalcharme, war es ein rundum gelungener Abend.

Bei den Wise Guys muss man gut zuhören, um ihre zumeist intelligenten Texte zu verstehen, den Wortspielereien folgen zu können und auch das Augenzwinkern darin nicht zu überhören.
Mindestens ebenso unterhaltsam und unverzichtbar sind die jeweiligen Kommentare zu den Songthemen. Besonders Dän könnte ich stundenlang zuhören, es tut einfach gut, seinen Geschichten zu lauschen, sich zum Lachen bringen zu lassen und anschließend mit wippenden Füßen zu klatschen und mit zu singen.

Für jede Jahreszeit, für jede Situation und Thema gibt es das passende Lied. So natürlich auch zur Weihnachtszeit. Dazu habe ich einen entzückenden Film bei you tube gefunden.

Ich kann sie nur empfehlen, die fünf jungen Männer mit dem Pop Vocal. 🙂

 

 

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Konzertsession

Sie hat begonnen, meine persönliche Konzertsession, die mich für die nächsten knapp zwei Wochen in Atem halten wird.

Gestern war der Auftakt in der Großen Freiheit 36 auf St. Pauli – zu Gast die Höhner aus Köln, wagen sich seit 4 Jahren in das Mekka des Nordens und es ist immer ein voller Erfolg. Die Hamburger – mit Kölner Unterstützung geraten außer Rand und Band. Es hat wieder richtig Spaß gemacht. Sich mal wieder so richtig fallen lassen, einfach nur fröhlich sein, tanzen und die gute Laune genießen, die von der Bühne ins Publikum und zurück strahlte.

Da ich im letzten Jahr schon ausführlich dazu geschrieben habe, was mich mit den Höhnern verbindet, hier noch mal ein kleiner Rückblick.

Nächsten Samstag geht es weiter mit den Wyse Guys, am 30.11. dann die Söhne Mannheims und am 3.12. PUR.  Ich bin gut unterwegs die nächste Zeit. Freu mich drauf. 🙂

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Nach drei Jahren gibt es also ein neues PUR Album und zwischendurch hat man manches gelesen. Von Abstürzen und Lebenskrisen, Trennungen.
Ich gebe zu, ich bin die letzten Jahre etwas auf Distanz zu meiner Lieblingsband gegangen. Die letzten beiden Alben haben mir nicht sooooo sehr gefallen und zeitweise hatte ich auch das Gefühl, ihnen wäre die Bodenhaftung abhanden gekommen. Ein Umstand auf den ich sehr empfindlich reagiere.

Dennoch habe ich mir im letzten Dezember eine Konzertkarte für diesen Dezember besorgt. Ich trenne mich nicht so schnell. Weder von Menschen noch von Dingen und auch nicht von Musik.
Die Neugier hatte mich dann schon gepackt die letzten Tage und ungeduldig habe ich heute den Umschlag mit dem neuen Album geöffnet.

Wünsche! Das lässt vieles hoffen.

Und: … ich bin beruhigt. Zwar fällt mir auf, dass der Refrain sich zeitweilig sehr oft wiederholt, die Melodien sind so wie PUR Musik eben ist, es gibt auch das ein oder andere Lied, das mir nicht gefällt. Aber im Großen und Ganzen strahlt das ganze Album Optimismus aus und es vermittelt ein Lebensgefühl, das sich gerade sehr mit meinem deckt.

Man ist nicht mehr ganz jung und noch nicht alt, hat manche Erfahrung gesammelt, manche Wunde davon getragen, die Gedanken werden tiefer als vor 20 Jahren, die Erlebnisse werden bewusster wahr genommen und das alles zusammen ist nicht das Schlechteste im Leben.
Und so finde ich mich wieder in dem Album, das fröhlich stimmt und ich freue mich, dass die Band mit mir zusammen älter wird, was ich auch die Jahre davor schon immer bemerkt habe.
Sie wandeln Lebensphasen in Musik um, die ich auch schon durchwandert habe.

Ich freue mich jetzt auf das Konzert, auch wenn es da wieder einige wehmütige Momente geben wird, denn auch ohne PUR hätte ich Alf wohl nicht kennen gelernt und von Konzerten habe ich ihm immer eine Handybotschaft geschickt. „Freunde“ oder „Lena“. Er hat sich in den letzten Jahren aber noch viel weiter von PUR distanziert und einen viel ausgeprägteren Musikgeschmack entwickelt als ich.

Und damit kommen wir zum zweiten Comeback in diesem Monat. Witzige Zufälle, dass sie so dicht zusammen liegen und die Schlagzeilen erobern.
Robbie Williams kehrt auch auf die Bühne zurück, vermutlich ebenfalls nach einigen Rückschlägen. Alf hätte sich sehr gefreut, das noch erleben zu dürfen und für mich wird es das erste Album sein, was ich nun nur für mich kaufe ohne es zu versenden. Bisher kennt man nur die Single, das Album erscheint glaube ich erst im November? Robbie versteht es die Spannung zu halten. Bisher war ich nie ein Superfan von ihm, einiges mochte ich sehr, aber er hatte keine so große Bedeutung, dennoch habe ich am Rande vieles verfolgt, was gar nicht vermeidbar war, bei Alfs Leidenschaft für ihn. Nun hängen so viele Erinnerungen für mich an diesem Namen, dass ich ihn auch weiterhin im Auge behalten werde und im Ohr.

Ein musikalischer Herbst also.

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Heute morgen hätte ich mich gefreut, wenn im Schrank ein Satz neue Füße gestanden hätte, Schuhe dagegen war ganz schlecht.
Gestern war ich mit der Sonnensterntochter beim Open Air Konzert von Silbermond im Hamburger Stadtpark.

Sie liebt die Gruppe und konnte niemanden finden, der mitkommen wollte, eine gute Gelegenheit für mich, sie zum Geburtstag zu überraschen.
Einlaß 17.30 Uhr, Beginn 18.30 Uhr,  die Wettervorhersage war nicht die Beste und – das ist der Unterschied zwischen den Teenies und mir, ich treffe Vorkehrungen für den Fall der Fälle, wenn es zum Konzert geht.
Regenjacke für die Sonnensterntochter, Wetterjacke für mich, ein alter Schirm, um den es nicht traurig war, super weiche bequeme, wasserdichte Schuhe, ganz unten im Rucksack Capri-Sonne für den allergrößten Notfall, falls man keine Gelegenheit hat, an den Getränkestand zu kommen und bevor der Kreislauf kippt. Die wurde an der Eingangskontrolle zum Glück nicht entdeckt, dafür aber ein Brötchen und zwei Stück trockenen Kuchen in Folie verpackt – mussten wir wegschmeißen. 03092009023

Wir waren schon um 17 Uhr da und bekamen richtig gute Plätze mit einem Superblick zur Bühne. Die Sonnensterntochter strahlte – so lange, bis sich um 17.30 Uhr die Wolken öffneten und uns nass machten. Rundherum sah man Schirme und heruntergezogene Kapuzen, die Instrumente auf der Bühne wurden wetterfest verpackt und ich rechnete fast schon damit, dass das Konzert noch abgesagt wird, wegen Nässe.
Nach einer Stunde hatte der Himmel aber ein Erbarmen mit uns, die Wolken zogen weiter und es war trocken, so dass die Vorgruppe beginnen konnte.

Das war eine Überraschung. Milow trat auf – mir bis dato unbekannt, aber DIESEN Hit kannte ich immerhin auch.

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Das Publikum war jung. Sehr jung und ich mit Leichtigkeit Gesichtsälteste, aber das habe ich weitgehend unter der Kapuze versteckt und später war es ja dunkel. 🙂

Kurz vor 20 Uhr kamen Silbermond auf die Bühne und ich war überrascht von der Ausstrahlung und Präsenz der Leadsängerin Stefanie Kloß. Sie baute sofort einen so persönlichen Kontakt zum Publikum auf, dass sich jeder angesprochen fühlte. 103_4231
Ich war ja vor allem auf Wunsch der Sonnensterntochter da und ein Blick in ihr Gesicht, das vor Freude und Begeisterung strahlte, hat mich angesteckt.

Von der Musik her gefallen mir die leiseren Stücke besser, aber live ist alles anders und auch die Rocktitel kamen gut rüber und brachten eine tolle Stimmung in den Stadtpark.
Stefanie erinnerte mich öfter an die junge Nena, wenn sie über die Bühne wirbelte und ganz natürlich und fröhlich mit ihren Fans plauderte.
Begeistert haben mich die vielen Überraschungen. Die jungen Musiker haben wirklich eine tolle Show abgeliefert.

Ungewöhnlich war nicht nur, dass sie plötzlich im hinteren Teil standen – fernab der Bühne und von dort unplugged sangen, damit die Zuschauer im hinteren Teil auch mal was sehen können.
So unkompliziert und natürlich, es wäre schön, wenn sie sich das erhalten könnten. Zu viele Bands haben dieses Flair mit den Jahren verloren, je größer sie wurden.

Beeindruckend natürlich auch, wenn Stefanie sich in die Menge wirft und durchreichen lässt, um mit einem gefüllten Bierbecher wieder zurück auf die Bühne geschoben zu werden. 103_4245Niemals hätte ich den Mut mich so fallen zu lassen.  Ich fands sehr genial.

Alles in allem war es ein musikreicher und überraschender Abend, wenngleich ich am Ende gegen 22 Uhr nach 5 Stunden Stehen meine  Füße kaum noch bewegen konnte und auch heute noch Schmerzen im Gelenk habe, dass nach einer alten Verletzung vor Jahren immer anfällig geblieben ist.
Es hat Spaß gemacht und die Sonnensterntochter schwebte auf Wolke 7. Der Himmel war mittlerweile wolkenfrei und so wurden wir von einem dicken, runden Silbermond am Himmel nach Hause geleitet.

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